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Wokeness-Level deutlich über 9.000!

Pop-Cakes und Rassismus

Der Jugendsender „Funk“ liefert beitragsfinanzierte Formate für das jüngere Publikum. Knapp 100 davon schlagen pro Jahr mit satten 45 Millionen Euro zu Buche. Was dabei herauskommt, ist oft unfreiwillig komisch.

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Am 12. Januar sieht man sich bei Funk via Instagram zu einer Erklärung genötigt:

„Hey Leute, Wir haben gestern ein Foto von Rentier-Pop-Cakes gepostet. Das Motiv war aus unserer Sicht klar als Rentier erkennbar, mit Brezel-Geweih, roter Nase und dunklem Fell aus Schokoladenglasur.“

Screenshot Twitter

Soweit, so gut, will man meinen. Cake-Pops – wie es richtig heißt – sind übrigens eine Art Kuchen am Stil. Doch mit der süßen Leckerei gibt ein Problem. Funk schreibt weiter:

„Allerdings haben uns mehrere POCs darauf hingewiesen, dass sie dadurch an rassistische Darstellungen von Schwarzen erinnert werden, wie sie im Kolonialismus verbreitet wurden.“

Schweigen war keine Option

„‘Rassismus bekämpfen‘ heißt, Betroffenen zuhören. Da man in den Bildern leider wirklich eine gewisse Ähnlichkeit erkennen kann (auch wenn sie natürlich nicht beabsichtigt war!) haben wir uns entschieden, den Post offline zu nehmen“, erklärt man weiter.

Der Post ist leider nicht mehr auffindbar. Wie allerdings ein Schokoladen-Rentier „Ähnlichkeit“ mit einem „POC“ – also einem Schwarzen – haben soll und wie dabei Erinnerungen an den Kolonialismus wach werden, bleibt rätselhaft.

Screenshot Twitter

Kurz darauf schickt Funk auf Instagram noch eine „Konkretisierung“ zum Kotau:

„Viele von euch haben in dem Bild auch einfach nur Rentiere gesehen. Aber manchmal sieht man eine mögliche zweite Bedeutung nicht. Und wir wollen hier keine rassistischen Klischees verbreiten.“

Gegen den Vorwurf, man habe hier einen politisch korrekten Purzelbaum geschlagen, wehrt man sich: „Nein, wir knicken nicht einfach ein. Aber wir hören zu und nehmen Kritik an, wenn sie gerechtfertigt ist.“

Es steht zu befürchten, dass Funk in Zukunft regelmäßig die eigenen Inhalte wird löschen müssen, wenn sich „Betroffene“ mit ihren Beschwerdeschreiben an die entsprechende Mailadresse wenden: info@funk.net.