Er ist ein Raubein unter Weicheiern – auch mit 90 Jahren. Für Clint Eastwood leben wir in einer „Pussy-Generation“. Kein Wunder:

Seine Filmrollen treten dem immer linker werdenden Zeitgeist schon seit fünf Jahrzehnten in den Hintern. Und obwohl seine einfühlsamen Regiearbeiten auch hinter den eigenen kulturellen Tellerrand blicken, setzt er am liebsten einer Gruppe filmische Denkmäler, an die sonst kaum einer denkt: weißen Normalos.

Das sind seine 16 besten Filme:

1615:17 to Paris (2018)

Verfilmung der wahren Geschichte dreier US-amerikanischer Freunde, die 2015 auf einer Reise durch Europa in einem Thalys-Zug nach Paris einen islamistischen Attentäter stoppten.

Der Film rekapituliert ihren Lebenslauf von der christlichen Erziehung über den Militärdienst bis zur schicksalshaften Zugfahrt, gänzlich ohne Hurra-Patriotismus.

Gut, denn auch so steht fest: Wäre es ein anderer Lebensweg gewesen, dann hätten sie den Attentäter nicht überwältigen und schwer Verletzte notversorgen können.

Der Clou: Die drei Freunde spielen sich selbst!

15Heartbreak Ridge (1986)

Eastwood als bärbeißiger Marine der ganz alten Schule. Als Gunnery Sergeant Tom Highway einen Haufen verwöhnter Grünschnäbel vorgesetzt bekommt, muss er aus den wandelnden Zielscheiben echte Soldaten machen.

Ihre Feuerprobe ist es, in eine kommunistische Revolution auf der Karibikinsel Grenada zu intervenieren – genau das hatte US-Präsident Ronald Reagan drei Jahre zuvor tatsächlich befohlen.

14Dirty Harry III – Der Unerbittliche (1976)

Verärgerte Vietnamveteranen wollen das System stürzen, aber der härteste Cop von San Francisco hat was dagegen. Und dass ihm eine Partnerin an die Seite gestellt wird, weil der Anteil an Frauen erhöht werden soll, passt dem Macho auch nicht.

13Flucht von Alcatraz (1979)

Es ist unmöglich, aus dem sichersten Gefängnis der USA, dem Felsenknast Alcatraz, auszubrechen, oder? Nicht für Eastwood. Bis heute ein nervenaufreibender Thriller.

12American Sniper (2014)

Amerikanische Männer und Frauen wurden von der Bush-Administration ab 2003 unter frei erfundenen Vorwänden in den Irak geschickt. Doch der Krieg war auch für sie eine furchtbare Erfahrung. Vom US-Militär bekommen Veteranen, die unter posttraumatischem Stress leiden, kaum Unterstützung.

Ihnen setzte Eastwood hiermit ein Denkmal und das patriotische Amerika dankte es ihm. American Sniper ist der kommerziell erfolgreichste Film seiner Karriere.

11Für eine Handvoll Dollar (1964)

Ein namenloser Revolverheld spielt zwei verfeindete Familien gegeneinander aus. Der erste Teil der Dollar-Trilogie ist Eastwoods fulminanter Auftakt im Genre des Spaghetti-Western.

10Ein wahres Verbrechen (1999)

Eastwood in seiner späteren Paraderolle des Dinosauriers – diesmal als Journalist, der stets seiner Nase vertraut. So kommt es, dass aus dem Auftrag, eine kurze Story über einen zum Tode verurteilten Schwarzen zu schreiben, ein Rennen mit der Zeit wird. Denn die abgewrackte Reporterlegende hat nur noch ein paar Stunden, um die Unschuld des Mannes zu beweisen.

9Letters from Iwo Jima (2006)

Gab es vorher noch nie im US-Kino: Die Schlacht um die Pazifikinsel, erzählt aus der Sicht des früheren Feindes, der Japaner. Zuvor hatte Eastwood im Gegenstück Flags of our Fathers bereits die US-amerikanische Perspektive eingenommen – doch das war ihm nicht genug.

So viel Anstand, wie Eastwood mit dieser Idee und ihrer respektvollen Umsetzung bewies, können 100 „woke“-Produktionen linksliberaler „Nachwuchstalente“ in 20 Jahren nicht bieten.

8Die Brücken am Fluß (1995)

Eastwood als Liebhaber in einem romantischen Drama mit garantiertem Taschentuchverschleiß? Auf jeden Fall! Wenn Deine Freundin Clint nicht mag, zeige ihr The Bridges of Madison County.

7Zwei glorreiche Halunken (1966)

Dreistündiger Abschluss der Dollar-Trilogie des Regie-Meisters, Sergio Leone, und der Klassiker des Italo-Western schlechthin. Von den Strahlemännern früherer Westernfilme ist hier nichts mehr vorzufinden. The Good, the Bad and the Ugly (Originaltitel) strotzt nur so vor zynischer Antihelden.

6Perfect World (1993)

Als der Blick auf die eigene Vergangenheit noch von Respekt und Anerkennung geprägt war, drehte Eastwood dieses im Texas der frühen 1960er Jahre spielende Road Movie.

Eastwood hat Kevin Costner nicht nur die beste schauspielerische Leistung seiner Karriere entlockt, sondern auch geschafft, dass der Zuschauer sich am liebsten sofort einen Cowboyhut aufsetzen und im Cadillac durch den Lone Star State fahren will.

5Der Fall Richard Jewell (2019)

Wachmann Richard Jewell fand während der Olympischen Spiele in Atlanta 1996 eine Rohrbombe und alarmierte die Polizei. Unfassbar: Ohne echte Anhaltspunkte erklärten die Massenmedien ihn zum Terroristen! Jewells Leben wurde die Hölle auf Erden.

Man muss es sagen, wie es ist: Kein anderer Regisseur begeistert sich für einen 23 Jahre alten Skandal und beschließt, dem „weißen, hässlichen Opfer“ zu filmischer Gerechtigkeit zu verhelfen.

Der Film startete am 25. Juni in unseren Kinos.

4Erbarmungslos (1992)

Eastwoods Abgesang aufs Western-Genre bescherte ihm Oscars für den besten Film und die beste Regie. Für seine Darstellung eines gealterten Revolverhelden, der ein letztes Mal die Pferde sattelt, hätte er aber auch einen Goldjungen verdient.

3Gran Torino (2008)

Ein Korea-Veteran legt sich mit Koreanern an, die sein Viertel übernehmen – bis alle ein viel größeres Problem mit einer Gang bekommen.

Politisch so unkorrekt wie ein SUV-Hupkonzert auf einer „Fridays for Future“-Demo, brettert Eastwood durch Zuschauererwartungen und setzt sein eigenes Zeichen in Sachen „race relations“. Dabei rechnet er auch noch mit dem Untergang der einst großen US-Stadt Detroit ab.

2Dirty Harry (1971)

In einer Zeit, als Amerikas Großstädte zusehends in Kriminalität versanken, erschien Inspektor Harry Callahan vielen US-Amerikanern geradezu als Erlöserfigur. Dieser Cop nahm das Recht in die eigenen Hände, nachdem die liberale Bürokratie sich als impotent erwiesen hatte, einen Serienkiller von den Straßen zu holen.

Defund the police? Nicht mit Dirty Harry!

1Million Dollar Baby (2004)

Der zweite Oscarregen für einen Eastwood-Film und vielleicht seine beste Regie- und Schauspielarbeit überhaupt: Die Kellnerin Maggie ist „white trash“, aber boxt sich buchstäblich ans Ziel ihrer Träume – bis die Handlung plötzlich eine Wendung einschlägt, die einem direkten Faustschlag in die Magengrube gleichkommt.

Million Dollar Baby ist der vielleicht sensibelste Boxfilm, den es gibt – und der Beweis, dass wahrer Feminismus ohne von links verordnetem Männerhass auskommt.