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Auch wiederholte sexuelle Übergriffe auf Frauen sind kein Hinderungsgrund.

Vom verwahrlosten Kind zum versuchten Mörder

2012 machte ein Zehnjähriger Schlagzeilen in Irland: Alejandro Genti attackierte seine Mutter dermaßen brutal, dass sie vor ihm in Sicherheit gebracht werden musste. Später versuchte er, ihre Adresse herauszufinden, um sie zu töten. Zwei Jahre zuvor war die Mutter mit ihrem Sohn in ein Frauenhaus geflohen.

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Screenshot Twitter

Hintergrund der Flucht: Mit Alejandros Vater befand sich die Mutter in einer immer extremer werdenden, sado-masochistischen Beziehung. Der Mann hinderte sie daran, Alejandro zu stillen und verbot ihr, das weinende Kind zu trösten. Als Alejandro größer wurde, spannte sein Vater ihn in die körperliche und psychische Folter der Mutter mit ein.

Es war »Musik in ihren Ohren, sie schreien und weinen zu hören«

Nach der Attacke auf und der Trennung von seiner Mutter hörte die Gewalt nicht auf. Mit 15 Jahren begann Alejandro, sich als Frau zu identifizieren und „Barbie Kardashian“ zu nennen. Im Alter von 17 Jahren saß „Barbie“ im Auto hinter einer fahrenden Sozialarbeiterin.

sabthai – iStock

Ohne Vorwarnung krallte sich Barbie in ihre Augen, „schlang ihre Beine um Kopf und Brust des Opfers, weigerte sich, sie loszulassen und biss der Sozialarbeiterin in die Hand“. Barbie riss der Frau ganze Haarbüschel aus und zerriss ihr die Augenlider. Das Opfer musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Polizei sagte Barbie Kardashian, dass sie es bereue, die Frau nicht umgebracht zu haben und bezeichnete es als „Musik in ihren Ohren, sie schreien und weinen zu hören“. Die 17-jährige Transfrau kam fünf Monate lang in Arrest. Ihre ganze Jugend hindurch äußerte sie den Wunsch, Frauen zu vergewaltigen und umzubringen.

Polizei versucht, Barbies Freilassung zu verhindern

Weitere Drohungen und Gewalttaten brachten Barbie wiederholt vor Gericht. Immer wieder hatte sie Suizidpläne geäußert – um von der Justiz verschont zu werden, wie sich herausstellte. 2019 gab sie vor Gericht nämlich mehrfach zu, dass die Suiziddrohungen nie ernst gemeint waren, sondern zu ihrer Taktik gehörten.

Screenshot Twitter

Trotz der Lügen und wiederholter sexueller Übergriffe auf Frauen wurde Barbie auf Kaution freigelassen. Ende September 2020 kam sie wieder in U-Haft. Die Polizei selbst kündigte an, „entschiedene Einwände“ vorzubringen, falls Barbie Kardashian wieder eine Kaution beantragen sollte.

Allerdings gibt es einen Haken: Laut irischem Nachrichtenportal thejournal.ie befindet sie sich im Frauengefängnis von Limerick. Grund für Kritik: Es wird verschwiegen, dass es sich bei Barbie Kardashian um einen biologischen Mann handelt, der eine Gefahr für Frauen darstellt.

Für Feministinnen wird der Fall zum Dilemma: Einerseits geht es um Gewalt gegen Frauen durch einen geborenen Mann, andererseits gilt Barbie als Transperson als besonders benachteiligt.