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In den letzten Tagen verbreitete sich in den sozialen Medien die Meldung, dass in den Wäldern des US-Bundesstaates South Carolina ein Mann leben würde, der sich als Hirsch identifiziert. Angeblich sei er durch eine Verwechslung aufgrund seines Geweihs von Jägern angeschossen worden.

Gibt es »Trans-Spezies«?

Fakt ist: Es gibt Leute, die sich nicht als Menschen identifizieren. Immer wieder kursieren Schlagzeilen über Personen, die sich z. B. als Katze fühlen, die nur in einem menschlichen Körper gefangen ist.

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Die Norwegerin Nano fühlt sich als Katze.

Trans-Spezies streben oft einen ähnlichen Lebensstil an, wie die Wesen, als die sie sich identifizieren. Eine Norwegerin, die sich als Trans-Katze beschreibt, schläft beispielsweise gerne auf der Fensterbank und macht nachts Jagd auf Mäuse. Doch ist auch der Hirsch-Mann real?

Was ist an der Story dran?

Die Faktenprüfungsseite Snopes hat den Fall des „Deer Man“ untersucht, der angeblich William Tenenbaum heißen soll und nach einem Jagdunfall in kritischem Zustand sein soll.

Diese angebliche Meldung kursiert auf Facebook.
Screenshot Facebook

Das Ergebnis: Die Story ist ein frei erfundener Satire-Beitrag der Webseite „World News Daily Report“.

Lesern der Seite ist der satirische Charakter der Beiträge schon aufgrund des Werbespruchs „where facts don’t matter“ bekannt. In den sozialen Medien ging der Hinweis auf Satire allerdings schnell verloren und die Story wurde als wahr verbreitet.

Woher stammen die Fotos des Hirsch-Mannes?

Die Fotos aus dem Satire-Beitrag stammen ursprünglich von einem Bodypainting-Fotoshooting aus dem Jahr 2009. Der vermeintliche „Deer Man“ ist in Wahrheit ein Tänzer und wurde von der Makeup-Künstlerin Laura Baker geschminkt.

Auf YouTube ist das über zehn Jahre alte Video noch heute auf einem Kanal zu sehen, der sich auf Tier-Bodypaintings spezialisiert hat.