In einem Brief an die Erziehungsexpertin des US-Magazins Slate schildert eine Mutter ein Problem, dass garantiert nur linksprogressive Eltern kennen.

Nur keine »Glitzerprinzessin«!

„Wir bringen ihr Bücher und andere Medien nah, die keine traditionellen Geschlechterrollen repräsentieren (keine Glitzerprinzessinnen!)“, schreibt die Mutter über ihre dreijährige Tochter.

„Was haben wir falsch gemacht“, fragen die Eltern, deren Tochter gerne pinke Sachen anzieht.
Screenshot Slate

Die Verwandtschaft und der Freundeskreis sollen Aussehen und Kleidung des Kindes lieber nicht ansprechen, führt sie aus, sondern ihre „Fähigkeiten und Interessen“.

Es hilft nichts: „Allerdings himmelt unsere Tochter die Farbe Pink an, besteht darauf, Kleider anzuziehen und ist zurzeit besessen von Accessoires“, klagt die Frau.

Vater ist treibende Kraft

Offenbar ist die Mutter aber gar nicht ausschlaggebend für die genderneutrale Erziehung: „Mein Ehemann ist unglücklich, dass ich sie ermutigt habe, indem wir einmal online Kleider einkauften und ich sie meinen alten Schmuck tragen ließ“, schreibt sie.

Die Mutter schätze „seine Hingabe, unsere Tochter ohne Genderstereotype zu erziehen, aber ich möchte sie auch ermuntern, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.“

Die Vorliebe von Mädchen und Jungs für bestimmte Farben hat nur bedingt etwas mit der Sozialisation zu tun.
FemVald – iStock

Ihre größte Sorge sei es jedoch, dass der Erziehungswunsch nach hinten losgehen könnte und ihre Tochter dadurch erst recht Mädchensachen wolle.

Ratgeberin wirft Mutter Voreingenommenheit vor!

Ob die Fragestellerin mit dieser Antwort gerechnet hat? Die sogenannte Erziehungsexpertin, die auf den Brief antwortet, wirft den Eltern vor, bei der Wahl der „genderneutralen“ Kleidung für ihre Tochter einen Fehler begangen zu haben:

„Was wir bezogen aufs Geschlecht als ‚neutral‘ betrachten“, so die Ratgeberin, „greift häufig auf eine maskuline Norm zurück“. So sei die Annahme „‘Jungensachen‘ sind für alle, ‚Mädchensachen‘ sind für Mädchen“, eine engstirnige Denkweise. „Ist Maskulinität neutraler als Feminität?“

Im linken Kosmos der Absurditäten lernt man eben nie aus…