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Emanuel Cleaver ist Kongress-Abgeordneter der Demokraten im Kongress der USA. Er durfte nun in der ersten Sitzung der neuen Amtsperiode das Eröffnungsgebet halten. Doch die Worte, mit denen er es beendete, sorgen bei vielen Menschen und vor allem bei Christen für Spott.

Emanuel Cleaver beendet das Eröffnungsgebet mit »Amen and Awomen«

Nach den Wahlen in den USA wurde nicht nur das Präsidentenamt neu besetzt, sondern auch der Kongress, der vergleichbar mit dem Bundestag in Deutschland ist. Zu der Eröffnungssitzung sprach der demokratische Abgeordnete Emanuel Cleaver das Gebet.

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Als er „Amen“ sagte, dachten alle, es wäre vorbei – der ganz normale Ablauf eben. Doch Cleaver fügte noch hinzu: „and Awomen“ – eine Kombination aus dem englischen Wort für Frau und der Gebetsformel. Damit habe er auf die 144 weiblichen Abgeordneten im Kongress hinweisen wollen.

Dabei hat »Amen« nichts mit Männern zu tun!

Das Wort Amen hat jedoch nichts mit dem englischen Wort für Mann zu tun, sondern stammt aus dem Hebräischen und ist ein Verbaldjektiv mit der Grundbedeutung „fest / zuverlässig / sicher sein“. Damit bestätigt es das zuvor Ausgesprochene im Sinne eines „so sei es“.

Screenshot

Die Missinterpretation des Wortes Amen durch Emanuel Cleaver rief viele Kritiker aus allen Lagern auf den Plan, die für die Aussage des Demokraten lediglich Spott und Unverständnis übrig hatten. Einige werfen ihm vor, er habe das Christentum beleidigt und für seine progressiven Pläne missbraucht,  andere machten sich einfach nur über seine erschreckende Unwissenheit lustig.

Anstatt auf die Kritik einzugehen, reagierte der Kongress-Abgeordnete, indem er seinen Kritikern vorwarf „durch Selbstsucht verschmutzt und durch Vorurteile pervertiert“ zu sein. Nicht sehr christlich.