Für viele 90’s-Kids sind die Abenteuer von Son-Goku und seinen Freunden unvergesslich. Im Zentrum der Geschichte: ein kleiner Junge mit Affenschwanz und reinem Herzen, der das Universum gleich mehrfach vor üblen Schurken rettet. Den Linken hingegen ist der Superheldencomic verdächtig.

1»In der Dragonball-Saga werden dauernd ganze Völker und Planeten ausgelöscht das ist Genozid-Fetischismus!«

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Quatsch! Erstens geht die Zerstörung von den Bösewichten der Geschichte aus – vor allem von Freezer, Cell und Boo. Zweitens wird diese Vernichtung von Leben nicht glorifiziert, sondern ganz als bösartig empfunden und immer wieder mit Hilfe der Dragonballs rückgängig gemacht. Die erfüllen einem nämlich bekanntlich jeden Wunsch!

2»Der Herr der Schildkröten – Son-Gokus Lehrmeister – ist ein perverser alter Sack, der permanent Frauen belästigt.«

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Ja, man sieht Mute Roshi dauernd in Porno-Heftchen blättern oder Frauen nachstellen. Diese Darstellungen als Sexismus zu titulieren, ist aber völliger Unsinn. Der Herr der Schildkröten wird für seine Notgeilheit ständig ausgelacht und kriegt dafür auch von den Frauen ordentlich auf den Deckel.

3»Der Charakter Oolong ist ein Ferkel, das Frauen entführt.«

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Das Schwein Oolong hat die Fähigkeit, sich für kurze Zeit eine völlig andere Form zu geben. Die nutzt er, um von Dorf zu Dorf zu reisen und die hübschesten Mädchen zu stehlen.

Sexismus? Nein. Die von ihm entführten Mädchen leben auf seine Kosten ein Leben in Saus und Braus. Das arme Schweinchen lässt sich von ihnen nur rumkommandieren.

4»Dragonball ist total frauenverachtend, weil die weiblichen Charaktere als schwach und hysterisch dargestellt werden.«

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Eine ganze Reihe starker weiblicher Charaktere widerlegt den Vorwurf: wie die brillante Forscherin Bulma, die den Helden Son-Goku auf seinen Abenteuern begleitet, oder C-18, ein weiblicher Android, der männliche Kämpfer reihenweise platt macht.

Auch stehen beide Hauptfiguren des Manga – Son-Goku und Vegeta – unter dem Pantoffel ihrer Frauen Chichi und Bulma – und sind dann zahm wie Schmusekätzchen…

5»Schwarze Charaktere werden stereotyp mit großen Lippen dargestellt.«

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Völlig irrer Vorwurf. Wer die Mangas gelesen hat, weiß: Die großen Lippen der schwarzen Charaktere finden sich genauso auch bei weißen.

Und nicht nur das: auch bei Hunden, Katzen und anderen Tieren, die im Dragonball-Universum ganz selbstverständlich unter den Menschen leben.

6»Der schwarze Charakter ‚Mr. Black‘ – Offizier der Red Ribbon Armee – ist dem weißen ‚Commander Red‘ unterstellt.«

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Fans wissen: in der Red Ribbon Armee sind alle hochrangigen Offiziere nach Farben benannt. Bei „General White“ – einem weißen Charakter – beschwert sich aber niemand über „Rassismus“.

Zweitens: „Mr. Black“ ist kein unterbelichteter Laufbursche – im Gegenteil. Es wird deutlich gezeigt, wie überlegen er seinem Chef ist. General Red wird sogar am Schluss von Mr. Black abgeknallt. Black übernimmt daraufhin das Kommando.

7»Der schwarze Charakter ‚Popo‘ ist eine rassistische Klischee-Darstellung eines Schwarzen.«

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Falsch! Popo ist – erkennbar an der Kleidung – einem Djini wie aus Aladdin nachempfunden. Außerdem ist er nicht irgendein Diener, sondern der Gehilfe Gottes! Und für alle, die es nicht wissen: Der Gott der Erde ist bei Dragonball kein Weißer, sondern ein reptilienartiges Wesen vom Planeten Namek. Trotzdem hat man Popo für das US-Publikum blau gemacht.

8»Super-Saiyajins sind im Grunde ‚Super-Arier‘!«

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Auch die Behauptung, dass die Saiyajins wegen ihrer blonden Haarpracht eigentlich Arier seien, ist ziemlich lächerlich.

Erstens haben die Saiyajins nicht blaue Augen, sondern grüne. Und zweitens gibt es noch einige weitere Transformationsstufen: In der höchsten Stufe – dem vierfachen Super-Saiyajin – hat Son-Goku wieder lange schwarze Haare.

Das Wort Saiyajins ist übrigens aus zwei japanischen Begriffen zusammengesetzt: Yasai (Gemüse) und Jin (Volk). Die im Manga vorgestellten Saiyajins sind deshalb auch alle entsprechend benannt: Vegeta (Gemüse), Kakarot (Karotte), Nappa (Kohl), Broly (Brokkoli). Wenn überhaupt, dann wird hier die Überlegenheit von Gemüse propagiert!