Das ist selbst für heutige Standards außergewöhnlich: Ein englischer Dozent diskutiert darüber, ob Zahnbürsten sexistisch sein können. Auf die Begründung muss man erstmal kommen.

9.000 £ Studiengebühren für Debatten über sexistische Zahnbürsten?

„Warum zahle ich neuntausend [Pfund, Anm. d. Red.] für sowas?“ Das fragte sich ein Student, der ein Bild aus seiner Vorlesung teilte, das im Netz viral ging.

Screenshot via reddit

Anlass war, dass der Dozent plötzlich die Frage an die Wand warf: „Können Zahnbürsten sexistisch sein?“

Während in Deutschland in vielen Bundesländern das Studium kostenlos ist, zahlen Bachelorstudenten in Großbritannien jährlich zwischen 6.000 £ und 9.250 £ (6.625-10.215 €) Studiengebühren.

Darum sollen Zahnbürsten sexistisch sein

Hintergrund der Frage ist, dass teilweise pinke Zahnbürsten explizit für Mädchen und blaue für Jungs beworben werden. Kritiker sagen, dadurch würden absichtlich überkommene Geschlechterrollen propagiert.

In den sozialen Netz stößt das Foto der Vorlesung dagegen auf ziemlich einstimmige Reaktionen. So fragt ein Nutzer, ob es überhaupt unproblematische Zahnbürsten gibt, wenn einerseits Unisex-Produkte genderunsensibel und andererseits geschlechtsspezifische Modelle sexistisch sein sollen.

Deshalb gib es verschiedene Zahnbürsten für Jungs und Mädchen

Ein anderer User widerlegt die Verschwörungstheorie eines bis in die Zahnbürsten patriarchalen Systems und erklärt, warum pinke Zahnbürsten für Mädchen und blaue für Jungs verkauft werden:

Demnach stecke hinter den verschiedenfarbigen Modellen keine unterdrückerische Absicht, sondern schlicht das Zusammenspiel aus Angebot und Nachfrage. Dass Mädchen und Jungs andere Farben bevorzugen, wird in Studien immer wieder festgestellt.