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Deutschlands größte Parfümeriekette hat ein Bild gepostet, auf dem eine muslimische Frau mit Kopftuch für Weihnachtsprodukte wirbt. Die Kritik kann man nicht so einfach als „rechts“ abtun.

Werbung ist Teil eines Gewinnspiels

Das Bild, das aktuell in sozialen Medien viral geht, ruft zur Teilnahme an einem Gewinnspiel auf der Instagram-Seite von Douglas auf. Dabei können die Teilnehmer ein Beauty-Paket im Wert von rund 200 Euro gewinnen.

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Teil dieses Paketes ist auch ein Douglas-Adventskalender, der „Merry Christmas Around the World“ wünscht. Beworben wird er von der Mode- und Mama-Influencerin „mencis.babys“. Die sechsfache Mutter steht unter Vertrag bei der Hamburger Influencer-Agentur Hello People und hat rund 104.000 Follower.

Bekannt wurde mencis.babys unter anderen durch das bewegende Schicksal von zwei ihrer Kinder. Sowohl ihr Teenager-Tochter als auch ihr anderthalbjähriger Sohn haben SMA, eine sehr seltene Krankheit, bei der die Muskulatur immer schwächer wird und für die es keine Heilung gibt.

Kopftuch-Weihnachtsgewinnspiel sorgt für Diskussion

Unabhängig von dem traurigen Schicksal der Influencerin, hat der Douglas-Post eine kontroverse Debatte in den sozialen Medien hervorgerufen. Die Journalistin Anabel Schunke fragt beispielsweise: „Könnte jemand mal Douglas sagen, dass Kopftuch und Adventskalender keinen Sinn ergibt?“

Screenshot Facebook

Darüber hinaus „tut man vor allem den liberalen Muslimen keinen Gefallen, auf die der Druck wächst, Kopftuch zu tragen.“ In einem zweiten Post urteilt Schunke, dass die Parfümeriekette sowieso überflüssig sei. Wenn schon nicht aufgrund des aufdringlichen Diversity-Marketings, dann doch wenigstens wegen überteuerter Preise.

Ganz ähnlich bewertete die Bestseller-Autorin Birgit Kelle das Weihnachtsgewinnspiel von Douglas: „#Hidschab unter dem Tannenbaum, das ist wie Amorelie-Kalender zum Ramadan.“