Anzeige

Egal wer der Täter wäre: SPD-Bundestagsabgeordneter weiß jetzt schon, dass die AfD schuld ist, falls er mal ermordet wird.

Pathetischer Schrei-Angriff

„Wenn irgendwann eine Schrotflinte meinen Hals lüftet, wenn mein Gehirn an irgendwelchen Wänden klebt, wenn mein Herz herausgerissen wird, dann sind Sie politisch dafür mitverantwortlich“, schreit Helge Lindh (SPD) der AfD-Fraktion im Bundestag entgegen.

Anzeige

Der SPD-Politiker hatte zuvor mehrere anonyme Mails erhalten, in denen ihm von Rechtsextremen unter anderen mit Mord gedroht wird. Anfang des Jahres wurde Lindhs Wahlkreisbüro bereits von Linksextremen attackiert. Die Täter sprachen von einer „leider nur symbolischen“ Aktion.

Lindh widerlegt sich selbst, während er spricht

Der SPD-Politiker redet von „mangelndem Anstand“ und „Instrumentalisierung“ – ohne zu merken, dass beide Punkte genau auf ihn zutreffen.

Kein einziger AfD-Politiker hat Drohmails an Lindh verschickt, dazu aufgerufen oder die zweifelsohne widerlichen Schreiben gutgeheißen. Im Gegenteil:

AfD-Politiker sind selbst, das wurde wiederholt durch Studien bestätigt, am häufigsten Opfer von politischer Gewalt. Dass Helge Lindh ausgerechnet der AfD die Schuld an dieser Gewalt bzw. ihrer Androhung gibt, liest sich wie die Definition von „mangelndem Anstand“.

Wenn Linksextreme Lindh attackieren, dann ist es die Schuld der AfD

Dass der SPD-Abgeordnete rechtsextreme Drohmails dazu benutzt, um Kritiker der SPD-Politik zu diskreditieren, ist rhetorisch ebenso clever wie skrupellos. Und nicht nur das:

Lindh hat den Täter schon ausgemacht, bevor es überhaupt eine Tat gibt: Falls er mal Opfer politischer Gewalt wird, egal ob durch Linksextreme, Rechtsextreme oder Islamisten, dann ist es in seinen Augen auf jedem Fall die Schuld der AfD. Das ist nicht nur engstirnig und verbissen, sondern stellt implizit geradezu den Rechtsstaat in Frage.