1Facebook: Das Mega-Netzwerk hat Donald Trumps Accounts für die nächsten zwei Wochen die Möglichkeit abgeschaltet, Beiträge zu posten. CEO Mark Zuckerberg sagt: „Wir glauben, die Risiken, dem Präsidenten weiterhin die Nutzung unseres Service zu erlauben, sind einfach zu groß.“

 

2Twitter: Die Kurznachrichtenplattform hat Trumps Account mit fast 89 Millionen Followern endgültig gelöscht. Damit wolle man „das Risiko weiterer Gewaltentfachung“ reduzieren.

 

3Google: Um Trump nicht zu Wort kommen zu lassen, hat der marktführende Konzern die Twitter-Alternative Parler aus seinem Play Store entfernt. Ein Sprecher kommentierte die Maßnahme: „Um die Sicherheit auf Google Play zu verteidigen, verlangen unsere Nutzungsbedingungen für nutzergenerierte Inhalte Moderationsrichtlinien, die gewaltfördernde Posts entfernen.“

 

4Apple: Auch Apple hat die Twitter-Alternative Parler aus seinem App Store genommen. Gemeinsam mit Google haben die beiden Unternehmen eine Marktabdeckung in Amerika von über 99 Prozent.

 

5Spotify: Die genauen Maßnahmen von Spotify gegen Trump wurden öffentlich nicht kommentiert. US-Medienberichten zufolge solidarisiert sich die Musikstreamingplattform aber mit den von Partnerplattformen unternommenen Schritten gegen den Präsidenten.

Screenshot YouTube

 

6Snapchat: Snapchat hat Trumps Account deaktiviert. Sprecherin Rachel Racusen bestätigte den Schritt als bewusst und beabsichtigt. Snapchat war eine der ersten Plattformen, die bereits im vergangenen Juni die Verbreitung von Trumps Inhalten ausgebremst hatten.

 

7Instagram: Als Teil von Facebook hat auch Instagram Trump das Posten für die nächsten zwei Wochen verboten.

 

8Shopify: Der marktführende Online-Shop-Dienst hat zwei Stores vom Netz genommen, die Trump-Merchandise verkaufen – darunter seinen offiziellen Wahlkampfshop. Besonders pikant: Konkrete Verstöße scheinen nicht vorzuliegen. Eine Begründung von Shopify bezog sich lediglich auf „die jüngsten Ereignisse“.

 

9Reddit: Auch Reddit geht in seiner seit längerem immer restriktiveren Politik gegen Trump und seine Wähler noch einen Schritt weiter. Jetzt wurde der beliebte Subreddit „r/DonaldTrump“ gesperrt.

 

10Twitch: Als „notwendigen Schritt“ bezeichnete Twitch die Deaktivierung von Trumps Kanal. Man wolle damit lediglich verhindern, „dass Twitch benutzt wird, um weitere Gewalt zu entfachen.“ Auch Twitch bezog sich nicht auf konkrete Fälle, sondern auf den Kapitol-Vorfall.

 

11YouTube: YouTube setzt die bereits aus der Vergangenheit bekannte Strategie fort, seine Nutzungsbedingungen selektiv mit äußerster Härte durchzusetzen. Konkret geht es um das Strike-System. Wo früher nur Gewaltaufrufe, Beleidigungen oder der Aufruf zu Straftaten geahndet wurden, gibt es nun auch für „falsche Behauptungen“ einen Strike. Wer innerhalb von 90 Tagen drei Strikes erhält, fliegt permanent von der Plattform. YouTube ist Teil von Google.

 

12TikTok: Das chinesische Netzwerk, das zuletzt wegen Datenschutzbedenken im Fokus von Trumps Politik stand, nutzt die allgemeine Dynamik zum Gegenschlag und löscht automatisiert Inhalte mit bestimmten Hashtags.

 

13Pinterest: Das Netzwerk Pinterest beteiligt sich seit den Wahlen im November an restriktiven Maßnahmen. Die Verbreitung bestimmter Hashtags wird entweder ausgebremst oder entsprechende Inhalte werden gar nicht erst veröffentlicht, heißt es.

 

14Discord: Auch die als besonders unabhängig geltende Plattform Discord hat nun den kompletten Server „The Donald“ vom Netz genommen. Besonders krass: Eine begleitende Erklärung des Unternehmens sagt ausdrücklich, dass es „keine Beweise gibt, dass der Server benutzt wurde, um die Aufstände vom 6. Januar zu organisieren“.