Reba Maybury, auch bekannt als Mistress Rebecca, ist sowohl Dozentin für Politikwissenschaften in London als auch professionelle Domina.

Und obwohl ihre Jobs erstmal sehr verschieden klingen, verfolgt die 27-jährige bekennende Sozialistin mit beiden dasselbe Ziel: politische Umerziehung.

Eine Domina nur für Weiße

Reba Maybury hat eine Vorliebe für weiße Männer. Genauer gesagt: für rechte und konservative weiße Männer. Aber nicht, weil sie die besonders attraktiv findet. Sondern weil sie sie wegen ihrer Hautfarbe und politischen Einstellung dominieren, erniedrigen und dann bekehren will.

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Ihre Kunden sind Männer, die eine dominante Herrin suchen, die sie dazu zwingt, ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Was eigentlich ein sexueller Fetisch ist, macht sich Maybury für ihre politische Agenda zunutze. Dabei setzt sie neben Peitschen und körperlichen Schmerzen auch auf Demütigungen und Psychoterror.

»Meine  Kunden sagen mir oft,
dass sie alles tun würden, um ihre Herrin glücklich zu machen.
Und was könnte mich glücklicher machen, als dass sie Zu Sozialisten werden?«

Die bizarre Logik hinter der politischen Erziehung in Lack und Leder: Für Mistress Rebecca sind rechte Männer Frauenunterdrücker, weshalb Männer, die zu ihr kommen, um selbst unterdrückt zu werden, also gar nicht wirklich rechts sein können.

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Durch Schläge und Erniedrigungen will sie die Männer davon überzeugen, dass sie eigentlich längst links ticken. Um herauszufinden, wie sie ihre Freier am besten brechen kann, führt sie sogar über jeden von ihnen Buch.

»Diesen Widerspruch konnte ich ihm nicht durchgehen lassen!«

Die Idee zur politischen Belehrung der besonderen Art kam der Britin, als einer ihrer Kunden angab, Tory und Feminist zu sein. Das empfand sie derart widersprüchlich, dass sie beschloss, ihn buchstäblich mit der Peitsche umzuerziehen.

Schließlich schrieb sie darüber sogar ein Buch mit dem Titel: „Dining with Humpty Dumpty“. Die Kosten für den Druck erzwang sie in ihrer Rolle als Domina von einem Freier.

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Maybury geht es laut eigenen Angaben aber weniger um Befriedigung, als um Erniedrigung und Umerziehung weißer Männer. Sie will die Ansichten ihrer Klienten, die ihrer Meinung nach nicht mit ihren sexuellen Fantasien vereinbar sind, nachhaltig verändern.

»Das ist mein Ziel. Aber es ist kompliziert.«

Bei aller Leidenschaft für die Belehrung weißer Männer, sagt Maybury klar: Farbige und schwarze Männer würde sie dagegen niemals anrühren. Begründung: Die würden ja schließlich nicht die Welt regieren.