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Bankerte sind uneheliche Kinder, also, wie man früher sagte, „Bastarde“. Sie leiten sich von der Bank her, auf der sie statt auf dem Ehebett gezeugt wurden. Die Endung „-ert“ oder „-hard“ soll Namen wie Herbert oder Bernhard entsprechen.

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Anfangs ein Schlagwerkzeug, um nach der Ernte das Getreide zu dreschen. Dieses grobe, ungehobelte Ding wurde als „Flegeljahre“ Namenspatron der heute als Pubertät bekannten Zeit, in der die Kinder grob und ungehobelt sein sollen.

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Der Quacksalber war jemand, der auf dem Markt seine zweifelhaften Heilsalben anbot. Später wurden so auch selbsternannte Ärzte und Heiler ohne Qualifikation bezeichnet.

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Frevel vollbringt derjenige, der mit großem Übermut etwas Böses tut. Der Frevelhafte entweiht oder zerstört etwas Heiliges wie eine Kirche oder etwas besonders Schützenswertes wie den Wald.

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Ein Dämelack ist ohne Umschweife ein Dummkopf. Das Wort hat denselben Stamm wie „dämlich“.

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Der Überbegriff für alle Schwindler, Aufschneider, Hochstapler und Quacksalber. Ein Scharlatan verkauft dir seine zerstoßenen Fußnägel als wirklich echtes Einhorn-Pulver. Oder Masseneinwanderung als unbedenklich.

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Diese wenig schmeichelhafte Bezeichnung der Genitalien einer Hündin spricht dem Beleidigten gleichermaßen Mut und Ehrlichkeit ab. Wer feige und niederträchtig ist, macht sich der Hundsfötterei schuldig.

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Ein Tor war schon im Mittelalter ein närrischer Dummkopf. Ein Trottel, Trampel oder Tollpatsch, der sich keiner Torheit enthält.

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Der Narr war ursprünglich, so wie der Tor, ein absichtlich-einfältiger Unterhalter. Es dauerte nicht lange, da wurde das Wort zur Bezeichnung eines Menschen, der, von Blödheit oder Wahnsinn getrieben, dumme Dinge tut.

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Gleichbedeutend mit und stellvertretend für Strolch, Schuft, Gauner und Halunke. Ein solcher Übeltäter leitete seinen Namen von den Feuerschürern her, deren schwarzverkohlte Gesichter seiner Vermummung glichen.

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Zu Beginn ein Wort für junge Mädchen (vgl. Norddeutsch: „Deern“), wandelte es sich im Laufe der Zeit zu einem Synonym für Hure, Metze oder Bordsteinschwalbe.

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Ein lästerlicher Kuppler ist derjenige, der beispielsweise eine Schutzbefohlene mit Fremden „verkuppelt“. Entweder zum Zwecke einer zweifelhaften Ehe oder um sie zu einer Dirne zu machen.

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„Schwengel“ nennt sich der Klöppel innerhalb einer Glocke. Ein Galgenschwengel ist also ein Betrüger oder Dieb, der reif ist, ebenso am Galgen zu hängen.

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Ein Hahnrei oder Kapaun ist ein „Gehörnter“, dem seine Frau fremdgegangen ist. Hahnreie sind kastrierte Hähne, denen man zur Markierung die Sporen abschnitt und stattdessen auf den Kopf setzte, wo sie zu „Hörnern“ anwuchsen. Warum sich das besonders gut als Beleidigung eignet, sagt uns Wikipedia:

„Ein Geschlechtstrieb ist bei Kapaunen nicht mehr feststellbar. Sie stehen in der Hackordnung an unterer Stelle, gehen Rangordnungskämpfen mit ausgewachsenen Hähnen aus dem Weg und ergreifen nicht selten auch die Flucht vor kampflustigen Hennen.“

Heute würde man einfach „Cuck“ sagen.

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Ein altes, hässliches Weib, das zweifellos mit einer Hexe verwechselt werden darf. Es kommt aus dem Lateinischen „Vetula“ und bedeutet „die Alte“.

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Eigentlich ein Wanderstab, wurde er schnell zur Bezeichnung des Menschen, der ihn trägt. Das waren neben Wandergesellen eben auch eitle Gecken und Zuhälter. Ein Stenz kann, davon abgeleitet, auch ein Weiberheld oder Dandy sein.

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Heute muss man ein Scherzkeks oder Witzbold sein, um als Schelm bezeichnet zu werden. Ein „Troll“ des realen Lebens. Der Schelm war aber zunächst ein „Aas“, also ein fieser Schuft. Später bezeichnete man Henker als Schelme. Man brauchte sie, aber ihre Gesellschaft mied man lieber.

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Wenn der Teufel oder eine Hexe dein Balg (=Säugling) stiehlt und durch ein eigenes, dämonisches Kind ersetzt, dann ist letzteres ein Wechselbalg. Wenn man dich als Wechselbalg bezeichnet, hast du irgendwas falsch gemacht.

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Ursprünglich tauschte der Rosstäuscher Pferde gegen andere Ware. Doch schon im Mittelalter wandelte sich die Bedeutung: Fortan war derjenige ein Rosstäuscher, der seinen Kunden über Gesundheit, Alter und Wert des Tieres täuscht. Deshalb fühlte man dem Tier „auf den Zahn“, um sein wahres Alter zu bestimmen.

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Auch Weichling genannt. Wer sich so schimpfen lässt, ist einfach nur eine Memme.