1Fremdsprachige Tätowierungen

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Das Goethe-Institut hat zu dem Thema einen intellektuellen Chat-Verlauf veröffentlicht, um Menschen zu sensibilisieren. Zusammengefasst: Wer ohne zu fragen Tätowierungen fremder Kulturen übernimmt, tut diesen Kulturen Gewalt an.

Unser Favorit in dem Verlauf: Wer Seemannstätowierungen hat, ohne „Segler*Innen“ zu sein, könnte sich genauso schuldig machen. Steht aber noch zur Diskussion.

2Yoga

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Das Onlinemagazin ZEITjUNG kritisiert Yoga im Westen als von blonden, weißen Frauen geprägt. Das sei unangebracht, da es eigentlich eine uralte, indische Technik ist.

Die Universität von Toronto habe deshalb alle Yoga-Kurse gestrichen. „So sehr war die Sensibilität des ganzen Themas schon durchgedrungen.“ Fortan dürfen also nur noch Inder Yoga betreiben.

3„Problematische“ Essensbezeichnungen

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Was an Pizza Hawaii schlimm sein soll? Die linke Gruppe PoC/Migrantifa sieht darin eine Fortsetzung des Kolonialismus. Bei Hawaii-Toast natürlich auch. Was hawaiianisches Essen ist, hätten Hawaiianer zu entscheiden und die Benutzung des Wortes sei übergriffig.

4Kulturelle Verkleidungen

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Dein Kind will sich als Indianer verkleiden? Was für ein Rassist! Sagt zumindest das linke Enorm-Magazin. Eltern sollen ihre Kinder darüber aufklären, dass Indianer-Kostüme eine gewaltsame Verallgemeinerung sind. Und dass sich nur Indianer als Indianer verkleiden dürfen.

5Disney-Filme

Disney

Laut Deutschlandfunk äußerst problematisch. Aladdin wurde schließlich nicht von einem Orientalen geschrieben, sondern von einem französischen Orientalisten. Damit beute er die arabische Kultur aus und bestimme das westliche Bild dieser Kultur, ohne vorher um arabisches Einverständnis gebeten zu haben.

6Exotische Frisuren

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Da kriegen sich selbst Linke in die Haare: Dreadlocks sind ein Symbol des schwarzen Freiheitskampfes. Das sagt zumindest das linke Enorm-Magazin. Auch die Züricher Migranten-Funktionärin Brändle-Amolo kritisiert Kim Kardashian für ihre Frisur.

Mit der beraube sie die Schwarzen ihres Kulturgutes und führe so die Unterdrückung fort.

7Künstlerische Freiheit

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In einem seiner Gedichte nutzte Anders Carlson-Wee einen afroamerikanischen Slang. Weil er aus der Sicht eines obdachlosen Schwarzen schrieb.

Der Vorwurf der kulturellen Aneignung ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Denn da er selbst nicht schwarz ist, dürfe er einen solchen Dialekt auch nicht künstlerisch verarbeiten.

8Nicht-weiße Gesellschaftsspiele

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In den USA schon ein weit verbreitetes Thema. Wer dort auf einem Kindergeburtstag Piñata spielen möchte, sollte sich auf Kritik in sozialen Medien gefasst machen, wenn er kein Mexikaner ist.

9Ausländische Kleidung

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Die persische Feministin und selbsternannte Fett-Aktivistin Hengameh Yaghoobifarah kritisierte das Fusion Festival als „Karneval der Kulturlosen“, weil hier Leute im Kimono zu sehen waren. Nicht-Japanische Leute.

10Schwarze Musik

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Wenn Weiße „schwarze“ Musik wie Jazz machen, nehmen sie einer Minderheit ihren Raum. Das behauptet Malcolm Ohanwe ernsthaft in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Denn angeblich hätten weiße Musiker automatisch mehr Fans in Deutschland, als Schwarze. Nur wegen der Hautfarbe.