Um Patrioten in Diskussionen über die Asylpolitik zu überrumpeln, werden gerne Vergleiche zu den deutschen Flüchtlingen des 2. Weltkrieges gezogen. Dabei unterscheiden die sich sehr von heutigen Asylbewerbern!

1Sie flohen innerhalb ihrer Heimat!

Flüchtlinge verlassen das zerstörte Aachen
Bundesarchiv, Bild 183-H26814 / CC-BY-SA 3.0

Was wir seit 2015 erleben, ist in den meisten Fällen keine Kriegsflucht, sondern gezielte und geplante Migration. Die Flüchtlingsströme, die hier ankommen, durchqueren teilweise zehn sichere Drittstaaten, um von den deutschen Sozialsystemen und der Aussicht auf spätere Einbürgerung zu profitieren.

Dabei gab es beispielsweise in Syrien viele echte Kriegsflüchtlinge, die in sichere Gegenden des eigenen Landes oder ins Nachbarland flohen. Und so war es auch bei den deutschen Kriegsflüchtlingen. Sie flohen aus damals deutschen Gebieten in andere deutsche Gebiete.

2Sie waren echte Kriegsflüchtlinge!

Flüchtlinge fliehen aus zerstörtem Land.
Bundesarchiv, B 285 Bild-S00-00326 / Unknown / CC-BY-SA 3.0

Wer aus den deutschen Ostgebieten floh, wollte nicht einfach nur in einen besseren Arbeitsmarkt oder ein Sozialsystem einwandern. Die Menschen flohen ausnahmslos vor dem Krieg. Gerade in diesen schrecklichen Kriegszeiten war von Glücksrittern keine Spur!

3Sie hatten keine andere Wahl, als zu fliehen!

Flüchtlingstreck flieht vor der Roten Armee über eine Eisfläche am kurischen Haff. Im Vordergrund liegt ein totes Pferd.
Bild 146-1990-001-30 / Unknown author / CC-BY-SA 3.0

Deutsche Flüchtlinge flohen nicht „nur“ vor Gefechten oder der Besatzung. Sie flohen vor zahlreichen Massakern oder wurden aktiv vertrieben und zur Flucht gezwungen. Im Osten war die Rote Armee berüchtigt für willkürliche Hinrichtungen und Massenvergewaltigungen.

4Sie bezahlten keine kriminellen Schlepper!

Ostpreußische Flüchtlinge
Bundesarchiv, Bild 146-1979-084-06 / CC-BY-SA 3.0

Dafür hatten sie meist auch gar nicht die Mittel. Oft packten sie ihr wichtigstes Hab und Gut auf einen Pferdekarren oder zogen mit nichts als der Kleidung am Leib los. Heutige Refugees gehören oftmals zur privilegierten, oberen Mittelschicht in ihrem Heimatland und zahlen Schlepperbanden tausende Euro.

5Sie waren vor allem Frauen, Kinder und Alte!

Aus Lodsch vertriebene Deutsche treffen 1946 in Berlin ein
Niederländisches Nationalarchiv (CC0 1.0)

Unsere Medien halten ihre Kameras gerne auf die verhältnismäßig wenigen Frauen und Kinder. Der allergrößte Teil des Flüchtlingsstromes besteht aber aus jungen, gesunden Männern im besten Alter. Anstatt etwas in ihrer Heimat zu verbessern, suchen sie ihr Glück in Deutschland.

Linke rechtfertigen das mit der gefährlichen Flucht, die Frauen und Kindern nicht zuzumuten sei. Aber spricht es nicht für sich, wenn die Flucht gefährlicher ist als die Heimat? Die deutschen Kriegsflüchtlinge bestanden vor allem aus Kindern, Frauen, Kranken und Alten. Die jungen Männer waren fast alle an der Front und versuchten gegen Ende des Krieges, ihren Verwandten und Freunden Zeit zu verschaffen.

6Sie wurden nicht auf Händen getragen!

Flüchtlingsbaracken bei Eckernförde
Bundesarchiv, B 145 Bild-P003214 / CC-BY-SA 3.0

Niemand stand damals an den Stadttoren, Bahnhöfen oder Häfen und beklatschte die deutschen Flüchtlinge. Es gab keine „Refugees Welcome“-Transparente und keine Kuscheljustiz. Wenn ein hungriger Flüchtling Kartoffeln stahl, wurde er als Plünderer erschossen. Eine schreckliche Vorstellung.

Heute haben wir das andere Extrem: Selbst Vergewaltigungen und Morde haben keinen Einfluss auf das Asylverfahren und es gibt Integrationskurse, über die die Refugees nur lachen können.

7Sie waren dankbar für jede Hilfe!

Flüchtlingslager Hof Moschendorf, Bayern
Bild 146-2004-0100 / Berg, Erik R. / CC-BY-SA 3.0

Erinnerst du dich an die unzähligen Flüchtlinge, die 2015 mit einer sicheren Umgebung, einem warmen Bett, Wasser und Nahrungsmitteln zufrieden waren? Wir auch nicht. Als ungarische Polizisten Flüchtlinge mit Wasser und Nahrung versorgen wollten, warfen diese die Spenden weg und wollten nach „Germany“.

War Ungarn unsicher? Nein. Drohte ihnen dort der Hungertod? Nein. Aber um Nahrung und Sicherheit ging es den meisten nicht. In Deutschland angekommen, gab es dann immer wieder brennende Asylheime – angezündet von Flüchtlingen, die keine Nutella bekamen. Deutsche Kriegsflüchtlinge waren hingegen dankbar für Wasser, Suppe und ein Dach über dem Kopf.

8Sie konnten meist wirklich nicht zurückkehren!

Ein Flüchtlingstreck wird von einigen Soldaten geführt. Braunsberg, Ostpreußen
Bild 146-1976-072-09 / CC-BY-SA 3.0

In Deutschland gibt es unzählige „Flüchtlinge“ aus sicheren Herkunftsländern. Es gibt sogar syrische Refugees, die Urlaub in der Heimat machtenEine konsequente Rückführung bleibt aus. Deutsche Kriegsflüchtlinge konnten meist aber tatsächlich nicht zurückkehren.

Sie hatten gar keine andere Wahl, als sich eine neue Heimat aufzubauen, weil sie vertrieben worden waren und ihnen in den Ostgebieten Mord und Totschlag gedroht hätte.

9Für ihr Schicksal interessiert sich keiner mehr!

Suchdienst im Grenzdurchgangslager Friedland. Hier hängten verzweifelte Menschen die Bilder und Beschreibungen ihrer vermissten Verwandten auf.
B 145 Bild-F001153-0015A / Hundertmark / CC-BY-SA 3.0

Vom Elend syrischer und afghanischer Flüchtlinge hören wir immer wieder. Gleichzeitig wissen viele Deutsche nicht mal mehr, dass ihre (Ur-)Großeltern auch Flüchtlinge waren und ihnen schreckliche Dinge widerfahren sind. Das Thema ist uns einfach unangenehm.

Und wenn doch mal davon gesprochen wird, sind die Relativierer nicht weit. Da wird jedem Deutschen, auch Frauen und Kindern, vorgeworfen, am Krieg mitschuldig gewesen zu sein. Wir denken: Wenn im Krieg Zivilisten geschändet, getötet oder vertrieben werden, ist das immer ein schreckliches Verbrechen.

10Sie haben mit den Behörden zusammengearbeitet!

Flüchtlinge steigen in ein Boot. Pillau, Ostpreußen
Bild 146-1972-093-51 / CC-BY-SA 3.0

Die deutschen Flüchtlinge hatte kein Interesse daran, ihre Papiere wegzuschmeißen. Sie waren eindeutig Kriegsflüchtlinge und konnten das mit ihren Papieren erst recht beweisen. Wenn sie die während der Flucht verloren, hat das eher zu Problemen geführt.

Heute sind „verlorene“ Papiere ein Freifahrtschein. Alter und Herkunftsland kann man sich dann aussuchen. Mit einfachen medizinischen Mitteln und geschulten Übersetzern könnte Beides ganz leicht bestimmt werden. Das wurde von Politik und Medien aber als unzumutbar verworfen.