1Hier wird aufeinander achtgegeben!

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Wer die Anonymität der Großstadt liebt, wird das vermutlich übergriffig finden. Aber es ist gut, dass die Menschen auf dem Land aufeinander achten. Es ist nicht selten vorgekommen, dass die „neugierige Oma“ von nebenan Einbrecher erwischt hat.

Oder dass sie nach dem Nachbarn sieht, von dem sie länger nichts gehört hat. Auf dem Dorf ist es jedenfalls unwahrscheinlicher, dass du drei Monate lang in deiner Wohnung verwest, bevor du nur deshalb entdeckt wirst, weil dein Vermieter kein Geld mehr bekommen hat.

2Hier heißt der Unverpacktladen Bauer Schulze!

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Nichts gegen Unverpacktläden, die sind super. Aber auf dem Land ist das Prinzip teilweise gar nicht erst vergessen worden!

3Hier beeindruckst du keinen mit »Urban Gardening«!

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Denn hier gibt’s immer Dorfbewohner, die noch ein paar Hühner, Schafe, einen Kräuter- oder Gemüsegarten haben. Auch wenn es leider weniger wird.

4Hier leben viele Generationen unter einem Dach!

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In der Stadt müssen alternative Initiativen „Mehrgenerationenhäuser“ ins Leben rufen –  sozusagen altersübergreifende Wohngemeinschaften. Auf dem Dorf ist das bis heute oft normal – und zwar mit den eigenen Großeltern!

5Hier gibt es noch eine Verbindung zur Natur!

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Alleine schon, weil viel mehr Menschen Gärten haben. Weil die Landwirtschaft näher ist. Und weil nicht jede Schönheit der Natur von Großstadtlärm und Beton überlagert wird.

6Ordnung gibt es hier auch ohne Gesetze!

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Gesetze sind wichtig, um einen sicheren Rahmen für die Menschen zu schaffen. Aber im Dorf klappt’s auch so.

In den meisten Fällen braucht es keine Vertragsklauseln und Strafgesetzbücher, um die Ordnung zu wahren. Das soziale Gefüge ist hier eben nicht anonym, sondern schafft sich seine Ordnung selbst.

7Hier kann man noch vieles ohne Polizei regeln!

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Man kennt sich hier, das Gegenüber ist kein Fremder oder potenzieller Krimineller.
Die meisten Konflikte können über ein Gespräch bei Kaffee oder Bier geklärt werden. Und im Zweifel muss der Ortsvorsteher, Pfarrer oder Männergesangsvereinsvorsitzende vermitteln – das klappt dann eigentlich immer.

8Hier kann es noch Freiheit geben!

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In der Stadt lässt man seine Kinder nie auch nur für eine Sekunde aus den Augen. Verständlich.

Im Dorf ist es dagegen völlig normal, dass die Kinder morgens das Haus verlassen, in den Wald spielen gehen und keiner so genau weiß, wo die eigentlich sind. Die kommen früher oder später schon wieder.

9Hier gibt es Toleranz, wenn sie angemessen ist!

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Von der Hingabe, mit der sich viele Dörfler um den örtlichen „Dorftrottel“ kümmern, können sich linke Sozialarbeiter eine Scheibe abschneiden.

Im Dorf kennt jeder den Eigenartigen und achtet ein bisschen auf ihn. Im Zweifel wird er in einen Verein integriert oder darf auf dem Bauernhof mithelfen.

10Hier gibt es noch ein gesundes Verständnis von Integration!

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Ja, es kann in mancher Gegend richtig schwierig sein, Teil einer Dorfgemeinschaft zu werden. Aber wenn du es geschafft hast, dann hast du es dir verdient. Denn Integration ist hier nicht die Aufgabe der Mehrheitsgesellschaft.

Es ist die Aufgabe des Zugezogenen, sich zu bemühen. Wenn du dich zum Beispiel in der Freiwilligen Feuerwehr engagierst und dem Gesangsverein beitrittst, hast du schon viel Respekt gewonnen.

Wie jede gesunde Gemeinschaft, wollen Menschen auf dem Land sehen, dass du Respekt vor der Kultur hast und ein wertvoller Teil dieser Gemeinschaft werden möchte