Joe Biden war 36 Jahre lang Senator für den Bundesstaat Delaware und acht Jahre lang Vizepräsident unter Barack Obama. Eine Menge Zeit, um sich Geschichten auszudenken. Zum Beispiel die Geschichte, in der er es als Bademeister im Wilmington der 1960er mit zwei Gangstern und ihrem Gangleader „Cornpop“ aufnahm. Ernsthaft.

Wir werden niemals erfahren, ob es „Cornpop“ wirklich gab. Bidens Behauptung, die Schwarzen in dem Freibad hätten vorher nie einen Weißen gesehen, muss aber gelogen sein; Wilmington bestand damals zu 73 % aus Weißen. Bidens Leben ist voll von solchen kleinen Lügen.

Aber all das ist unwichtig, wenn man sich die größeren Lügen anschaut, die er über Jahre erzählt hat. Denn mit denen hat er es in die Politik geschafft, hat sich Jahrzehnte lang gehalten und ist nun Präsident der Vereinigten Staaten. Eine Auswahl der heftigsten Lügen findet ihr hier!

10»Ich habe diesem mutigen Soldaten eine Medaille verliehen und es war so ergreifend!«


In immer wieder abgewandelter Form erzählte Biden die Geschichte eines US-Soldaten, dem er in Afghanistan einen Orden verlieh und der Biden daraufhin bat, ihm den Orden nicht zu geben, weil sein Kamerad gestorben ist, den er retten wollte. „Das ist Gottes Wahrheit. Mein Ehrenwort als ein Biden.

Die Washington Post fasst zusammen, Joe Biden „hat sich mit der Zeitperiode, dem Ort, der Heldentat, dem Orden, der militärischen Abteilung, dem Rang des Empfängers und seiner eigenen Rolle in der Zeremonie vertan“. Ok.

9»Ich hatte die große Ehre, verhaftet zu werden bei dem Versuch, Nelson Mandela zu treffen!«

Der UN-Botschafter, der angeblich mit ihm verhaftet worden sei, weiß von nichts. Die Medien berichteten damals auch nichts und später kam raus, Biden kam bloß in eine Verkehrskontrolle.

8»Ich war nicht gegen Busing in Amerika!«

Busing war eine Praxis, bei der schwarze Kinder mit dem Bus in weiße Schulen gebracht wurden und andersherum. Das Ziel war, die weiße und die schwarze Bevölkerung durchzumischen. Das Lustige: Joe Biden verkauft sich als jemand, der genau für solche Dinge kämpfte, dabei war er damals dagegen.

7»Ich marschierte mit in der Bürgerrechtsbewegung!«

Tja, das ist schlicht gelogen.

6»Ich habe nie gesagt, ich sei gegen Fracking!«

Amerikanischen Arbeitern, die ihren Lebensunterhalt in der Öl-Industrie verdienen, sagte Biden im Wahlkampf, dass er niemals vorhatte, Fracking zu verbieten. Ach wirklich? Unser Favorit: „Schau mir in die Augen, Kleine! Ich garantiere dir, ich garantiere dir, wir werden fossile Brennstoffe verbieten!“

5»Blablabla, *geklaute Familiengeschichte*, blablabla!«

Biden scheiterte 1988 bereits nach sechs Wochen mit einer Präsidentschaftskandidatur, weil er ganze Reden kopierte. Wort für Wort. Dabei waren das Reden, die sich auf seine „ganz persönliche“ Familiengeschichte beziehen.

4»Ich gehörte zu den Jahrgangsbesten im Studium!«

Als ein Kritiker ihn nach seiner Qualifikation fragte, stellte Biden nicht nur fest, dass er dem Fragesteller IQ-mäßig haushoch überlegen sei. Biden fügte hinzu: „Ich besuchte die juristische Fakultät mit einem Voll-Stipendium, ich war der einzige in meinem Jahrgang mit einem Voll-Stipendium!“

Und weiter: „Im ersten Jahr in der juristischen Fakultät entschied ich, dass ich nicht in der juristischen Fakultät bleiben wollte und gehörte zu den unteren zwei Dritteln des Jahrgangs. Dann entschied ich, dass ich bleiben wollte, ging wieder in die juristische Fakultät und erreichte letztlich sogar die obere Hälfte meines Jahrgangs. Ich machte drei Bachelorabschlüsse!“

Jedes einzelne Wort ist gelogen. In Wirklichkeit hatte Biden nur ein halbes Stipendium, machte nur einen Abschluss und gehörte mit Platz 76 von 85 zu den absolut schlechtesten seines Jahrgangs. Bidens damalige Reaktion: „Mein Gedächtnis hatte einen Aussetzer.“

3»Trump hat Neonazis als „sehr feine Leute“ bezeichnet und distanziert sich nicht von Rassisten!«

In Wirklichkeit sagte Trump über die Proteste in Charlottsville: „Da waren einige schlechte Menschen in dieser Gruppe. Aber da waren auch gute Menschen auf beiden Seiten. Da waren Menschen in dieser Gruppe, die gegen das Niederreißen einer ihnen wichtigen Statue und die Umbenennung des Robert-E.-Lee-Parks demonstrierten. […] Ich spreche nicht von den Neonazis und Weiß-Nationalisten, denn die sollten vollständig verurteilt werden.

In derselben Pressekonferenz sagte Trump: „Rassismus ist böse und jene, die im Namen des Rassismus Gewalttaten verüben sind Kriminelle und Verbrecher, unter anderem der Ku-Klux-Klan, Neonazis, White Supremacists und andere Hassgruppen, die allem widersprechen, woran wir als Amerikaner festhalten.“

2»Trump hat Flüchtlingskinder systematisch von ihren Eltern getrennt und in Käfige gesperrt!«

Alle Bilder von Kindern in Käfigen stammen von 2014, denn die hatten Obama und Biden gebaut. Darin wurden Flüchtlingskinder eingesperrt, die von ihren Eltern getrennt wurden.

Unter Trump bemühte man sich hingegen, Kinder wieder mit ihren Eltern zu vereinen, wenn die Kinder vorher von Schleppern über die Grenze gebracht wurden. Trumps wiederholte Frage lässt Biden unbeantwortet: „Wer baute die Käfige, Joe?“

1»Ich war vom ersten Moment an gegen den Irak-Krieg!«

Später schwächte Biden seine Lüge billig ab und meinte, er habe für den Krieg gestimmt, „um den Krieg zu verhindern“. Also wirklich jetzt.

Tatsächlich forderte Biden den Krieg, schon bevor dieser begann. Er stimmte im Senat für den Krieg. Und noch lange nach Kriegsbeginn verteidigte er den Einsatz.