Normalerweise wird die „Body Positivity“-Bewegung dafür kritisiert, dass sie ungesundes Übergewicht fördere bzw. seine Folgen verharmlose. Nun kritisiert die US-amerikanische Rapperin Lizzo die „Body Positivity“-Bewegung dafür, dass sie zu weiß und zu wenig übergewichtig geworden sei.

»Body Positivity« sei von weißen Frauen gekapert worden

In Deutschland vor allem für das Lied „Good as hell“ bekannt, wird die Afroamerikanerin Lizzo auch in der „Body Positivity“-Bewegung gefeiert. Nun äußerte sie sich in einem Interview mit der Vogue jedoch kritisch gegenüber der Szene.

via Facebook

Ihre Kritik: Die „Body Positivity“-Bewegung sei zu sehr Kommerz geworden. Unter dem Hashtag #bodypositivity befänden sich lauter schmaler gebaute oder lediglich kurvige Frauen. Und vor allem: zu viele weiße Frauen.

Laut Lizzo sollten stattdessen Frauen mit Rückenfett, hängenden Bäuchen und überlappenden Oberschenkeln profitieren.

Lizzo selbst lebt von der Kommerzialisierung ihres Körpers

In ihren Videos umgibt sich die Rapperin fast ausschließlich mit schwarzen Frauen und Männern. Letztere sind dabei stets durchtrainiert und fühlen sich von ihr angezogen. Und während Lizzo eine Kommerzialisierung der „Body Positivity“-Bewegung kritisiert, kann sie von der Kommerzialisierung ihres eigenen Körpers inzwischen gut leben.

Screenshot via Youtube

Wenn es nach ihr geht, sind die Regeln klar: Body Positivity sollte ausschließlich stark übergewichtigen, schwarzen Frauen vorbehalten bleiben. Für Weiße allgemein, Männer und auch für lediglich leicht Übergewichtige ist in Lizzos Augen kein Platz.