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Silvesternacht mal anders.

»Die gefährliche weiße Frau im Park«

Mohamed Amjahid ist freier Journalist und Autor. In seinen Büchern schreibt der Deutsch-Marokkaner über das Leben unter privilegierten Weißen und antirassistisches Denken. Seit wenigen Monaten ist er auch für die taz tätig – und sein neuester Artikel hat es in sich.

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via taz

Amjahid beschreibt, wie er sich an Neujahr mit seinen arabischstämmigen Freunden trifft und Opfer eines rassistischen Angriffs wird. Der Angreifer: Eine weiße Frau, die Amjahid nur White Woman nennt.

Seinen Angaben nach habe die Frau ihn und seine Freunde ohne Vorwarnung rassistisch beleidigt, auf den Boden gespuckt und die verdutzt dreinblickenden Männer einfach stehen lassen.

Es ist okay, wenn man es selber macht

Im Nachhinein gibt sich der taz-Autor zerknirscht: Zu passiv habe er sich in die Opferrolle gefügt, zu mutlos wäre er angesichts der rassistischen Konfrontation aufgetreten. Seine Erklärung: das Setting!

via taz

Dunkler Park mit flackernder Beleuchtung wie aus Aktenzeichen XYdas, was vielen Frauen im heutigen Deutschland Angst macht, beunruhige auch Amjahid und seine Freunde.

Der Artikel glaubt damit zu provozieren, dass weiße Frauen in Parks auch Täter statt Opfer sein können. Tatsächlich aber zeigt er lediglich die Doppelstandards der Linken:

Statt die Frau als Einzelfall zu nehmen, wird die Situation benutzt, um gleich den „deutschen Alltag“ pauschal des Rassismus zu verdächtigen. Statt die Herkunft der Frau auszublenden, wird sie, wie Linke im umgekehrten Fall sagen würden, „rassifiziert“.

Die Lehre des Ganzen? Amjahid nimmt sich vor, „die Spontanität Deutschlands und White Women“ nicht noch einmal zu unterschätzen.