Frauen in liberalen Demokratien sind unter Beschuss. Ihr Gegner ist aber nicht das berüchtigte „Patriarchat“, das sie angeblich auf Schritt und Tritt diskriminiert. Frauen sind unter Beschuss von progressiven Feministen!

Es klingt paradox, aber der heutige Feminismus lebt davon, Frauen zu verachten. Sicher, Feministen hassen Männer, vor allem die weißen. Das lenkt aber nur vom wahren Objekt ihrer Feindlichkeit ab: das Frausein und die Weiblichkeit an sich.

Frauenrechte durch Entweiblichung?

Das allgegenwärtige Versprechen des Feminismus, Frauen könnten alles erreichen und alles sein, was sie wollen, hat einen XXL-Haken: Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Frauen erst aufhören, Frauen zu sein und stattdessen zu Männern werden.

Wenn es nach Feministen geht, sollten sich auch schon junge Frauen sterilisieren lassen.
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Seit den 1960er Jahren geht die feministische Theoriebildung davon aus, dass Frauen solange schwach seien, bis sie sich von Männern in keiner Weise mehr unterscheiden. Frauen sollen in Männerberufe und sogar katholische Priester werden dürfen.

Traditionelle weibliche Werte wie Bescheidenheit und Enthaltsamkeit hingegen sind mit dem feministischen Selbstbild unvereinbar. Selbst die natürlichste Sache der Welt, das Wunder der Geburt, muss unterdrückt werden – oder gleich physisch-anatomisch beseitigt:

Eileiter? Unerwünscht!

Selbstbewusst und heroisch inszenierte sich eine Feministin auf dem hart-linken Online-Medium ze.tt, nachdem sie mit erst 23 Jahren endlich einen Gynäkologen gefunden hatte, der ihren größten Wunsch erfüllte: sie trotz ihres jungen Alters zu sterilisieren. Das Datum des Eingriffs ließ sie sich auf die rechte Hand tätowieren.

Auch wenn noch nicht viele ganz so weit gehen – die Botschaft der Feministen ist längst angekommen: Frauen müssen ihre natürliche Fähigkeit, neues Leben zu gebären, es zu nähren und zu lieben, ignorieren oder wie ein Laster in Schach halten, sonst werden sie keinen Erfolg haben.

Völlig fertig: Schauspielerin Michelle Williams freut sich bei ihrer Dankesrede für den Golden Globe, dass sie das nur geschafft hat, weil sie abgetrieben hat.
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Diese Botschaft hat die Schauspielerin Michelle Williams 2020 vor einem Weltpublikum betont. Hätte sie nicht von ihrem Recht auf Abtreibung Gebrauch gemacht und ihr Kind vor der Geburt getötet, dann würde sie jetzt nicht auf der Bühne stehen und einen Filmpreis in Händen halten.

Kein Frauenwahlrecht im Feminismus!

Im Feminismus gilt: Entweder, oder! Gäbe es zwischen Feminismus und Frausein nämlich die Wahl, könnten Frauen sich für das Falsche, also die Weiblichkeit entscheiden. Schon die Vorreiterin der Emanzipation, Simone de Beauvoir, warnte:

„Man darf es keiner Frau erlauben, zu Hause zu bleiben und Kinder zu erziehen. Die Gesellschaft muss eine komplett andere sein. Frauen dürfen diese Wahl nicht haben, denn wenn es sie gibt, werden sie zu viele ergreifen.“

Der Albtraum für Feministen: Frauen, die gerne Frauen sind.
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Frauen, die sich darüber freuen, Kinder in die Welt zu bringen und vielleicht sogar bereitwillig ihre Karrieren dafür opfern, würden sich nicht wünschen, sie wären mehr wie ein Mann. Solche Unstimmigkeiten können Feministen sich nicht erlauben.

Darum wird der Feminismus scheitern!

Der heutige Feminismus kann nur dann überleben, wenn Frauen weiterhin ablehnen, was sie ausmacht und vom Mann unterscheidet. Nichts hassen Feministen mehr als Frauen, die ihre Weiblichkeit mögen! Daher werden solche Frauen von ihnen unter Beschuss genommen, denn sie sind die wahren größten Feinde des Feminismus.

Der Feminismus gibt vor, gegen das Patriarchat vorzugehen. Doch in Wahrheit kann er nur gewinnen, wenn er das Frausein zerstört. Und genau deshalb wird der Feminismus auch zugrunde gehen. Keine Bewegung kann überleben, wenn ihr Erfolg von der Zerstörung eben der Gruppe abhängt, für die sie vorgibt einzustehen.