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Neues aus der Clownwelt…

Der Feind in deiner Unterhose

Die Geschichte hat drei wesentliche Elemente: ein merkwürdiges Sex-Spielzeug einer chinesischen Firma, einen Hacker und einige peinlich berührte Lösegeld-Zahler. Bei dem Spielzeug handelte es sich um einen per App ansteuerbaren Keuschheitsgürtel.

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Screenshot Ballistic Metal

Der Hersteller, die chinesische Firma Qiui, gab dem Gerät den Namen „Cellmate“ (deutsch: Zellengenosse). Mit dem „Internet der Dinge“ verbunden, konnte sich ein Hacker – dank Sicherheitslücke in der Herstellersoftware – Zugang zum besten Stück des Besitzers verschaffen.

Das Gerät „schließt den Penis des Trägers zwischen zwei Ringen aus gehärtetem Stahl ein und kann nur über eine begleitende App entsperrt werden, die per Bluetooth mit dem Cellmate kommuniziert“ schreibt Der Spiegel über die Funktionsweise. Die Idee sei, dass „der Träger diese Macht einer anderen Person seines Vertrauens überlässt“.

Gefangen im Genital-Kerker

Offenbar ist die Macht vielfach in falsche Hände geraten: „Dein Ding gehört jetzt mir“, schrieb der Erpresser einem Opfer laut Vice-Bericht. Schuld ist die Software.  „Ein Angreifer bräuchte nicht mehr als ein paar Tage, um die gesamte Nutzerdatenbank auszulesen und für Erpressungs- oder Phishingversuche zu verwenden“, so IT-Experten gegenüber dem Spiegel.

Wie genau der Coup abläuft: „Ein Opfer, das nur Robert genannt werden will, sagte, dass er eine Nachricht eines Hackers erhalten habe, der 0,02 Bitcoin (rund 750$) für die Entriegelung des Geräts verlangte. Er realisierte, dass sein Käfig definitiv ‚verschlossen‘ war, und dass er ‚keinen Zugriff erlangen konnte‘.“

Robert war nochmal mit dem Schrecken davon gekommen. „Glücklicherweise hatte ich ihn nicht an mir selbst festgemacht, als das passierte“, sagt er in einem Online-Chat.