Mit gesundem Menschenverstand haben die meisten Maßnahmen nichts zu tun. Dass man die in ihrer Verrücktheit trotzdem noch übertreffen kann, ist eigentlich schon traurig.

1Wer sich nicht impfen lässt, soll nicht beatmet werden!

Screenshot – via ntv.de

Wolfram Henn vom „Deutschen Ethikrat“ meint: Menschen, die Corona-Impfstoffe wegen der schnellen Zulassung kritisch sehen und sich nicht impfen lassen wollen, sollen im Krankheitsfall auf eine Behandlung verzichten. Also kein Intensivbett und keine Beatmung für „Impfleugner“, oder wie auch immer das aktuelle Framing lautet.

2Ungeimpfte sollen in ihren Grundrechten benachteiligt werden!

Screenshot – via faz.net

Als hochrangige Politiker beschworen, dass es keine allgemeine Impfpflicht geben würde, warnten Menschen vor einem „sanften“ Zwang, indem Ungeimpften weniger Rechte zugesprochen werden als Geimpften. Wieder mal übertriebene Panik?

Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte der Bild am Sonntag unverblümt: „Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen“, denn „ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg.“ Da sieht man, was Politiker der „Volksparteien“ von Kranken halten: Die kosten einfach nur Ressourcen.

Übrigens stellte Maas im selben Gespräch klar, dass immer noch nicht geklärt ist, ob Geimpfte andere Menschen anstecken können. Man kann sich nur an den Kopf fassen.

3Quarantäne-Verweigerer sollen in die Irrenanstalt!

Screenshot – via tagesspiegel.de

Menschen, die sich nicht an die Quarantäne halten, einfach zwangseinweisen? Das war in Sachsen nicht nur ein Vorschlag. Die Landesregierung „hatte in vier psychiatrischen Krankenhäusern insgesamt 22 Zimmer freigeräumt“, berichtete Der Tagesspiegel. Nach Protesten wurden die Pläne im April 2020 eingestampft.

Man ließ sich das nochmal durch den Kopf gehen und im Januar 2021 wurde bekannt: Die „Quarantäne-Verweigerer“ sollen in eigens eingerichtete Gefängnisse gebracht werden. Beispielsweise in ehemalige Flüchtlingsunterkünfte, verstärkt mit Stacheldraht.

Gleich mehrere Bundesländer verhängen Bußgelder und „im Extremfall sogar eine Zwangseinweisung in zentrale Sammelstellen, Kliniken oder Jugendarrestanstalten.Rund 30 Menschen sind in Brandenburg schon derartig eingesperrt. International wurde empört über dieses Vorgehen berichtet.

4Nachbarn sollen denunziert werden!

„Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“, soll August Heinrich Hoffmann von Fallersleben gedichtet haben. Auch wenn das Zitat vermutlich nicht wirklich von ihm kann, trifft es doch zu.

Trotzdem meint Karl Lauterbach (SPD) über Anschwärzer: „Die machen etwas, was aus meiner Sicht richtig ist, weil damit schütze ich ja auch andere.“ Solche klugen Sprüche hatten Stasi-Informanten bestimmt auch parat.

5Beamte sollen Privatwohnungen kontrollieren!

Screenshot – via rnd.de

Lauterbach weiß stets durch seine eindringlichen Forderungen und Warnungen zu überzeugen. Und wieso sollte es irgendwie ein Problem sein, dass die Polizei ohne Durchsuchungsbeschluss oder Gefahr im Verzug in deine Wohnung darf?

6Handy-Bewegungsprofile sollen ausgewertet werden, um Bürger zu kontrollieren!

Screenshot – via br.de

Der Präsident des Bayerischen Gemeindetags kritisierte die 15-Kilometer-Regel. Nicht, weil sie zu sehr die Grundrechte einschränkt, sondern weil die Kontrolle zu schwer sei. „Wir müssen einfach mehr Mut haben dazu, dass man die digitalen Möglichkeiten nutzt“, sagte Brandl.

„Wir könnten heute Bewegungsprofile aus den Handys auslesen und auf diese Weise sehr treffsicher feststellen, wo sich die Menschen aufhalten. Wir müssen uns halt jetzt entscheiden, was wichtiger ist, der Gesundheitsschutz oder der Datenschutz.“

Brandl scheint seine Entscheidung schon getroffen zu haben. Auch wenn er nach Kritik zurückruderte: Es brauche „im Vorlauf ein rechtsstaatliches Verfahren“ und es müsse „in einer Demokratie erlaubt sein, über solche Vorschläge zu diskutieren“.

7Bürger sollen sich bloß einen Kilometer bewegen dürfen!

Screenshot – via berliner-kurier.de

Als wenn die 15-Kilometer-Regel nicht unsinnig genug wäre, geht das einigen Lockdown-Befürwortern nicht weit genug. Zum Beispiel dem Physiker Dirk Brockmann, demzufolge wir an den Kontaktbeschränkungsstellschrauben „noch stärker drehen müssen“, wie er dem RBB sagte.

Mit der Bewegungseinschränkung von einem Kilometer erwische man „ganz, ganz, ganz viel mehr Mobilität“. Denn „ganz viel Mobilität findet auf engem Raum statt“ und mit einer 15-Kilometer-Regel erfasse man nur zwischen fünf und 20 Prozent der Bewegungen.

8Mit #zerocovid wird die völlige Stilllegung gefordert!

Screenshot – via weact.campact.de

ZeroCovid“ ist eine internationale Kampagne, die fordert, praktisch jede Art von Kontakt und Bewegung zu verbieten. Die deutschsprachige Petition wird unter anderem von den beiden Linken Luisa Neubauer (Fridays for Future) und Magarete Stokowski (bekannt durch feministische Kolumnen bei der TAZ und dem Spiegel) unterstützt.

„Maßnahmen können nicht erfolgreich sein, wenn sie nur auf die Freizeit konzentriert sind, aber die Arbeitszeiten ausnehmen. Wir müssen die gesellschaftlich nicht dringend erforderlichen Bereiche der Wirtschaft für eine kurze Zeit stilllegen. Fabriken, Büros, Betriebe, Baustellen, Schulen müssen geschlossen und die Arbeitspflicht ausgesetzt werden.“, heißt es in der Petition.

Der Virologe Hendrik Streek erklärte der Deutschen Apotheker Zeitung, dass ZeroCovid medizinisch Unsinn ist. Stattdessen solle nach einem Jahr erfolgloser Maßnahmen lieber die Wirksamkeit eines Lockdowns in Frage gestellt werden. Auch der WHO-Epidemiologe Klaus Stöhr hält nichts davon: „Ich wundere mich, dass man sich ernsthaft damit befasst.“

9Alkohol soll im öffentlichen Raum verboten werden!

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ließ ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen verhängen. Das sollte die Corona-Ausbreitung aufhalten.

Die Medien feierten Söder, weil er Kritik durch die AfD mit einem plumpen Spruch konterte. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof setzte das Verbot am 19. Januar 2021 außer Kraft.

10Bartträger sollen sich rasieren, weil sie Mitmenschen gefährden!

Screenshot – via reitschuster.de

Neuerdings sind FFP2-Masken der Hit in Politik und Medien. Dabei ist arbeitsrechtlich vorgeschrieben, dass Angestellte FFP2-Masken nur nach einer Schulung und nicht zu lange tragen sollen, weil die Masken sonst gesundheitsschädigend sein können. Scheint keinen zu interessieren.

Noch verrückter: Die Masken funktionieren natürlich nur, wenn sie ordentlich getragen werden und eng aufliegen. Beim Merkur, dem ZDF, dem Bayerischen Rundfunk, der TAZ und vielen weiteren Medien wird deshalb zum Sturm auf die Rasierer geblasen. Wer weiß, ob die Grünen nicht bald eine Bartsteuer wie im Russland des 17. und 18. Jahrhunderts einführen.