1Salzminen von Hallstatt (Oberösterreich)

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Es fanden sich uralte Gräberfelder mit reichen Grabbeigaben und prähistorische Salzstollen. Denn schon vor mindestens 3.500 Jahren wurde hier ein Salzbergwerk betrieben. Und durch die Bedingungen in der Luft sind die Funde außergewöhnlich gut erhalten.

Dazu zählen beispielsweise Werkzeuge aus Hirschgeweih oder Bronze, über 3.000 Jahre alte Holztreppen, vollständige Bekleidungsstücke, Bronzehelme, Kochlöffel und sogar ein Elfenbeinschwertgriff mit Bernsteinbesatz. Die Bedingungen sind so gut, dass sogar menschliche Exkremente gefunden werden konnten.

2Höhle von Altamira (Spanien)

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1868 sucht ein Jäger seinen entlaufenen Hund und stieß dabei auf die Höhle. Darin befinden sich fast 1.000 altsteinzeitliche Höhlenmalereien, die eingeritzt, mit Kohle gezeichnet und sogar farbig ausgemalt wurden.

Spätere Untersuchungen ergaben: Die Höhle wurde bereits vor über 35.000 Jahren bewohnt. Die beeindruckendsten Gemälde sind mindestens 15.000 Jahre alt. In der Nähe der Höhle, aber auch im Deutschen Museum in München finden sich originalgetreue Nachbildungen.

3Himmelsscheibe von Nebra (Sachsen-Anhalt)

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Für den Laien sieht sie aus wie ein nettes, aber unspektakuläres Kunstwerk. Experten erkannten in der bis zu 4.100 Jahre alten Scheibe aus Bronze und Gold aber ein astronomisches Instrument.

Steht man nämlich auf dem Mittelberg – dem Fundort – und richtet die Scheibe auf den nahegelegenen Brocken aus, kann zum Beispiel anhand des Sonnenaufganges die Jahreszeit bestimmt werden.

Die Entdeckung war übrigens ein echter Krimi: Raubgräber hatten die Himmelsscheibe und weitere Artefakte gefunden und wurden von den Schweizer Behörden in Basel verhaftet.

4Vogelherdhöhle (Baden-Württemberg)

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Von hier stammen einige der bedeutendsten Funde der Jungsteinzeit. Darunter befinden sich auch viele kleine, bis zu 32.000 Jahre alte Tierstatuen: Säbelzahntiger, Mammuts, Wisente und Wildpferde, hergestellt aus edlem Mammutelfenbein.

Die Artefakte auf der Schwäbischen Alb sind die ältesten Figuren, die auf der ganzen Welt gefunden wurden! Im Archäopark Vogelherd ist es möglich, in den Alltag der Menschen einzutauchen, die über 100.000 Jahre lang diese Höhlen bewohnten.

5Neandertaler (Nordrhein-Westfalen)

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Ein Stück südlich von Mettmann, zwischen Wuppertal und Düsseldorf, liegt das Neandertal. Es wurde in der ganzen Welt bekannt, nachdem im 19. Jahrhundert Teile eines altsteinzeitlichen Menschenskeletts gefunden wurden.

Dieser Ur-Europäer war wesentlich kleiner, bulliger und robuster und hatte ein größeres Gehirn als wir. Früher glaubte man, der Neandertaler sei ausgestorben. Inzwischen hat man aber herausgefunden, dass vor allem Europäer Neandertaler-Gene besitzen.

6Knossos (Kreta)

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Die ältesten Siedlungsspuren in Knossos sind fast 9.000 Jahre alt. Die verschiedenen historischen Epochen sind beinahe nahtlos nachweisbar. Besonders interessant sind die Überreste der minoischen Kultur.

Die Zivilisation von Knossos gilt als erste Hochkultur Europas und existierte teilweise zeitgleich mit der ersten Pharaonen-Dynastie Ägyptens. Das bunte minoische Kunsthandwerk ist auf Kreta noch erhalten. Außerdem wurde dort ein königlicher Palast ausgegraben, in dem sich ein unschätzbar wertvoller Alabasterthron befand.

7Pompeji (Italien)

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Pompeji war eine römische Stadt, die beim Ausbruch des nahegelegenen Vulkans Vesuv unter tonnenweise Asche begraben wurde. Kein einziger Einwohner überlebte die Katastrophe.

Durch die Asche wurde die Stadt konserviert. Erhalten sind nicht nur detaillierte Wandmalereien und Mosaike von unschätzbarem Wert. Unter erkaltetem Gestein fanden sich auch Hohlräume in Menschenform, deren Gipsabgüsse die qualvoll gestorbene Bevölkerung zeigen.

8Ötzi (Südtirol)

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Er ist die älteste natürlich entstandene menschliche Mumie der Welt. Weil der rund 5.300 Jahre alte Ötzi so gut erhalten ist, verhalf er der Wissenschaft zu bedeutenden Erkenntnissen über das Leben europäischer Steinzeitmenschen.

So konnte man sein Aussehen rekonstruieren, sein Erbgut analysieren, seinen Mageninhalt untersuchen und die Todesursache feststellen – ein Pfeil in den Rücken und ein Schädeltrauma durch Schlag oder Sturz.

9Stonehenge (England)

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Schon Heinrich von Huntingdon zählte ihn 1130 zu den berühmtesten Denkmälern Englands. Den Bau schrieb man im Mittelalter dem mythischen Zauberer Merlin zu. Tatsächlich gibt es bis heute immer wieder neue archäologische Erkenntnisse über diesen Ort.

Ausgrabungen haben ergeben, dass die Gegend kilometerweit mit Gängen, Sakralbauten und Siedlungen durchzogen war. Stonehenge selbst wurde von der Jungsteinzeit bis mindestens in die Bronzezeit genutzt.

10Mechanismus von Antikythera (Griechenland)

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Wenn man beim Tauchen über 2.000 Jahre alte Zahnräder findet, dann weiß man: Das ist ein Jahrhundertfund! Und genau das geschah 1900, als ein aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. stammender Apparat gefunden wurde.

Es handelt sich bei dem Fund um eine astronomische Uhr mit Sonnen-, Mond-, und Tierkreiskalender mit Datumsanzeige, der außerdem Sonnen- und Mondfinsternisse vorhersagen konnte. Bis zu diesem Fund wusste man nicht einmal, dass die antiken Griechen ausgefeilte Technik kannten.