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Beim AfD-Sozialparteitag wollten der phoenix-Moderator Alexander Kähler AfD-Fraktionschefin Alice Weidel in eine rhetorische Falle locken. Aber der Schuss ging mächtig nach hinten los.

»Das meinen Sie jetzt wirklich nicht ernst?«

Kähler fragt, zunächst unscheinbar, in welche Richtung die Sozialpolitik der AfD gehen wird. Doch dann das Framing: Würde sich eher die wirtschaftsliberale Sicht oder doch mehr die „sozialnationalistische“ Richtung durchsetzen?

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Weidel reagiert sofort: „Wie bitte?! Was für eine Richtung?“ Der phoenix-Moderator weiß sofort, worum es geht und reagiert sichtlich ertappt. Er stottert: „Das ist eine… äh.. ein Zitat… äh… aus einem… äh… Presseartikel.“

Weidel lässt Framing-Moderator eiskalt stehen

Alexander Kähler versucht sich rauszureden, verweist erst auf einen Presseartikel, dann auf die Wortwahl politischer Gegner. Schnell scheint klar: Hier scheint sich beides zu vereinen.

„Ich gehe davon aus“, antwortet Weidel klipp und klar, „so eine Art der Fragestellung, auch wenn Sie es nur zitieren, die lehne ich ab. Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen: Was Sie hier gerade gefragt haben, ob hier etwas nationalsozial oder nationalsozialistisch ist, das ist eine Unverschämtheit!“

Dem Moderator ist geradezu anzusehen, dass die durchschaubare Absicht, Weidel bösartige Framings anzuhängen, grandios gescheitert ist. Und dann der Hammer: Weidel verlässt das Interview mit den Worten:

»Wirklich: Diese Fragestellung halte ich für unseriös und ich unterhalte mich gerne ein anderes Mal mit Ihnen weiter.«