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Rote Kugeln, Lichterketten und Lametta: So kennen wir unseren Weihnachtsbaum. Aber was hat eine Gurke darin verloren? Eine Weihnachtsgurke?

Weihnachtsgurke ist eine alte deutsche Tradition

Wenn man so etwas wie „Weihnachtsgurke“ hört, denken die meisten wahrscheinlich zuerst an einen Werbestreich der Industrie. Tatsächlich haben wir es hier aber mit einer alten deutschen Tradition zu tun, die zwar hierzulande nahezu ausgestorben war, in Amerika jedoch überlebt hat.

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Meagan Baker – iStock

Dahinter steckt ein Spiel für Kinder: Zwischen all dem herkömmlichen Weihnachtsbaumschmuck wird ein Anhänger in Form einer Gewürzgurke versteckt. In den grünen Zweigen ist sie schwer zu erkennen. Das Kind, das sie zuerst entdeckt, bekommt ein zusätzliches kleines Geschenk.

Ursprung der Weihnachtsgurke

Woher der Brauch genau stammt, ist nicht bekannt. In Amerika weiß man aber, dass die Weihnachtsgurke mit Siedlern aus Deutschland in die Neue Welt kam. Und tatsächlich: Immerhin bis ins Jahr 1909 zurück ist die Weihnachtsgurke bei uns nachzuweisen.

Gemeinfrei

Aus diesem Jahr ist nämlich ein Katalog mit Christbaumschmuck aus dem brandenburgischen Prenzlau überliefert, in dem für gläserne Weihnachtsgurken geworben wird.

Totgeglaubter Brauch ist wieder topmodern

Lange fristete die Weihnachtsgurke ein Schattendasein. Vielen waren ihre Bedeutung und Geschichte unbekannt. In den letzten Jahren tauchten aber immer öfter Weihnachtsgurken im Handel auf. Erst in kleinen Spezialläden, dann nach und nach auch bei großen Deko-Ketten.

Im Jahr 2020 kam dann der große Durchbruch. Ausgerechnet McDonald’s verhalf der Weihnachtsgurke zu einem fulminanten Comeback. Im Rahmen der jährlichen Weihnachtsaktion konnten Kunden des Fastfood-Giganten Weihnachtsgurken gewinnen. Wir finden: Ein tolles Zeichen, wie sich Tradition und Moderne die Hand reichen können!