Anzeige

In den USA erfreut es sich längst größter Beliebtheit, in Deutschland ist es eher unbekannt: Das Format »Change my Mind«. Das einfache Konzept beruht darauf, dass man auf öffentlichen Plätzen per Banner eine kontroverse Behauptung in den Raum stellt und jeder interessierte Passant mitdiskutieren kann. Die einzige Regel: Sachlich bleiben!

Jetzt hat der patriotische Youtuber Feroz Khan mitten in Berlin einen Change-my-Mind-Stand aufgestellt. Die provokante These: „ALL LIVES MATTER!“.

Anzeige
All Lives Matter – Change my Mind

Mit seinem YouTube-Kanal achse: ostwest ist Feroz Khan längst kein Geheimtipp mehr. Fast 110.000 Abonnenten konnte der 30-Jährige mit seinen gesellschaftskritischen Videos schon für sich gewinnen.

In seiner neuesten Videoreihe begibt Khan sich auf die Straßen Berlins, um mit den Passanten über Black Lives Matter, Polizeigewalt und Rassismus zu sprechen. Dabei sorgt er schon mit dem Slogan „ALL LIVES MATTER“ für Aufsehen. In Amerika wird der Spruch von Anhängern der Black Lives Matter-Bewegung als Relativierung und Angriff auf die eigenen Forderungen verstanden – und deshalb oft aggressiv bekämpft.

Verschiedene Sichtweisen, sachliche Diskussion – das kommt gut an.

Die Diskussionen zeichnen sich durch eine hohe Sachlichkeit aus – meistens zumindest. Khan, der sich eingehend mit Kriminalität, Armut und Polizeigewalt in den USA beschäftigt hat, lässt seine Kontrahenten nie unfair auflaufen, bleibt stets respektvoll und stellt konstruktive Nachfragen.

Auf YouTube wird das Format gefeiert. Ein Großteil der Follower hat Respekt für den Mut der jungen Diskutanten, spontan vor der Kamera über kontroverse Themen zu diskutieren.

via Youtube

Viele sind aber auch schockiert über die oft rein emotionalen Argumente und die mangelnde Bereitschaft, die eigene Haltung zu überdenken: „Meinung geht heute ohne Wissen! Wenigstens kann er sich benehmen und zuhören. Von daher besteht Hoffnung für den jungen Mann.“

Eine Fortsetzung des Diskussionsformats hat Khan bereits angekündigt. Dann soll es um die Alternative für Deutschland gehen.