Die US-amerikanische Initiative „Black Power Naps“ glaubt, einen neuen Fall von „strukturellem Rassismus“ aufgedeckt zu haben – nämlich Schlaflosigkeit als rassistische Waffe gegen Schwarze. Die Begründung ist interessant!

Skurrile Theorie: eine Art von Müdigkeit, die nur Schwarze kennen

Schlaf gehört zu den Dingen, von denen jeder glaubt, dass er zu wenig davon hat. Antirassistische Aktivisten aus den USA heben die Empörung über mangelnden Schlaf aber auf eine ganz neue Ebene.

TeenVogue

In der Teen Vogue, einer heute als links geltenden Zeitschrift, in der es früher vor allem um Mode und Prominente ging, erschien ein Interview mit den Urheberinnen von Black Power Naps. Darin erklären Fannie Sosa und Navild Acosta ihre bizarre Theorie:

Alles soll damit angefangen haben, dass sie einen Schlafmangel an sich bemerkt haben. Dabei sollen sie aber sofort gewusst haben, dass es sich nicht um irgendeinen gewöhnlichen Schlafmangel handeln kann: Nein, es soll eine besondere, vererbte Müdigkeit sein, die nur Schwarze haben können!

Linke Aktivisten glauben an Unterdrückung im Schlaf und fordern Umverteilung von Schlaf und Entspannung

Diese spezielle Form schwarzer Müdigkeit wäre, so Black Power Naps, eine gezielte Taktik von Sklavenhaltern gewesen, um den Verstand der Unterdrückten zu schwächen. Und auch heute noch würden Weiße schwarze Müdigkeit ausnutzen, um koloniale Machtgefälle aufrechtzuerhalten.

Alter weißer Mann genießt seine rassistischen Privilegien / DragonImages – iStock

Die Forderung der Initiative: Schwarze sollen öfter und mehr schlafen dürfen. Aber nicht einfach so, sondern als eine Form von Reparationszahlungen für die Sklavenzeit. Auf ihrer Homepage fordern die Aktivisten eine Umverteilung von Schlaf und Entspannung.

„Black Power Naps“ will „keine einzige weiße Fläche“ auf Schlafplätzen

Die reine Schlafzeit ist aber nicht das einzige, was Black Power Naps rassistisch findet. In einem ihrer Instagram-Videos erklären die Aktivisten: „Schlafplätze werden in Medien besonders oft weiß dargestellt: Weiße, luftige Räume mit weißen Laken, die im Wind wehen.“

 

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Diese Entdeckung bezeichnen die Aktivisten als Chromophobie – ein Begriff, der die Angst vor Farbe bezeichnet und eigentlich aus der Psychologie kommt. Mit Hautfarben hat er nur bedingt etwas zu tun.

Für Sosa und Acosta ist aber klar: Weiße Bettlaken sind eine „Bastion von anti-schwarzem Rassismus“. Dass ihre Theorie stimmt, versuchen sie mit anderen Beispielen vermeintlich rassistischer Farb-Unterdrückung zu belegen. So seien auch weiße Wände in Museen oder bei Ärzten problematisch.

 

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Ihre Anhänger rufen sie in einem bizarren Performance-Video dazu auf, von der Wokeness mal eine Auszeit zu nehmen und einen Black Power Nap zu halten.