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Vor Abtreibungskliniken in den USA gibt es vielerorts sogenannte „Sidewalk Councelors“. Bei diesen „Bürgersteig-Beratern“ handelt es sich meist um Christen, die Frauen auf dem Weg in die Klinik über Alternativen zu einer Abtreibung aufklären.

Ihre ehrenamtliche Arbeit ist von vielen Enttäuschungen und auch von Attacken geprägt. Was sie an diesem Tag sahen, war aber besonders heftig.

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»Bitte töte nicht unser Baby!«

Vor der sogenannten Hope Clinic for Women („Hoffnungsklinik für Frauen“) in Illinois spielt sich eine tragische Situation ab. Ein junger Mann namens Tyler weint und bettelt um das Leben seines ungeborenen Kindes, das in der Klinik abgetrieben werden soll: „Bitte töte nicht unser Baby! Abby, bitte töte nicht unser Baby! Abby!“

Die „Bürgersteig-Berater“ filmten den herzzerreißenden Moment und beten im Video zu Gott, dass Abby auf Tyler hören möge. Danach versuchen sie, ihn zu trösten. Ein Mann sagt: „Was auch passieren mag, Sohn, du hast das Richtige getan.“

Dem Urheber des Videos zufolge erklärte Tyler, dass Abby bereits dreifache Mutter sei und ihre 4-jährige Tochter sich auf ein Geschwisterkind freue. Das Baby war von Abby und Tyler geplant. Ausgerechnet am Vatertag wurde Abby aber von ihrer Stiefmutter zu einer Abtreibung überredet und zur Klinik gefahren.

»Ich kann nicht aufhören zu lachen!«

In den Kommentaren wird Tyler von vielen Menschen verspottet: „Ich kann nicht aufhören zu lachen! Ich schaue mir das Video immer wieder an und weine vor Lachen! Was für ein verfickter Idiot!“, schreibt einer. Ein anderer spottet: „Das ist ein Fötus, wegen dem du da ausflippst.“

Aber der junge Vater bekommt auch viel Zuspruch von Menschen, die seinen Einsatz und seine Anteilnahme bewundern. Ein Nutzer, der selbst Vater ist, erzählt, dass er in genau derselben Situation war und sein Kind in letzter Sekunde noch gerettet werden konnte.

Väter haben kein Mitspracherecht

Feministen behaupten oft, dass Männer keine Meinung zum Abtreibungsthema haben dürfen. Tyler ist weder der erste noch der letzte, der das zu spüren bekommt. Ryan Magers aus Alabama verklagte 2019 eine Abtreibungsklinik, weil sie gegen seinen Willen sein Kind abgetrieben hatten.

Zuvor hatte er alles versucht, um die Mutter des Kindes von der Abtreibung abzubringen: „Ich stehe hier für die Männer, die ihr Baby retten wollen. […] Auch wenn ich nichts mehr in meiner eigenen Situation tun kann, gibt es etwas, das ich zukünftig für andere Menschen in derselben Lage tun kann.“

Das Gericht erkannte zwar das ungeborene Kind als Person an, lehnte die Klage aber trotzdem ab.