Ob Establishment-Politiker oder ultra-moderne Links-Christen – das Christentum wird gerne missbraucht, um linksgrüne Ideologien zu propagieren. Die Botschaft: Wer das christliche Abendland verteidigen will, der müsse Refugees aufnehmen und das Hohelied der Vielfalt singen.

Aber das sind plumpe Taschenspielertricks, die sich leicht widerlegen lassen!

1Maria und Joseph waren keine Asylforderer!

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Maria und Joseph zogen mit Jesus eine Zeit lang nach Ägypten. Denn der König hatte gehört, dass der Messias in Bethlehem geboren worden sein soll. Er fürchtete Konkurrenz und ließ alle Knaben im Alter von zwei und jünger umbringen: Schätzungen zufolge dürften das in und um Bethlehem 70 bis 80 Kinder gewesen sein.

Erstens floh die Familie also vor einer konkreten Gefahr. Zweitens floh sie ins Nachbarland. Drittens lag auch Ägypten im Römischen Reich, sie verließen also nicht mal den Staat. Viertens kehrten sie nach zwei bis drei Jahren nachhause zurück, „denn die dem Kinde nach dem Leben trachteten, sind gestorben“ (Mt 2, 20).

2Das Pfingstwunder war keine multikulturelle Gaudi!

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Helge Lindh (SPD) bezeichnete Pfingsten als etwas „politisch Bedeutsames“ und viele Linke wollen daraus eine Vielfalts-Botschaft machen. Ursprung ist das Pfingstwunder der Apostelgeschichte (Apg 2, 1-41): Die Apostel werden vom Heiligen Geist beseelt und können plötzlich in jeder Sprache der Welt reden.

Ziel war aber keinesfalls, ein Multikulti-Jerusalem aufzubauen. Die Apostel beginnen, allen Anwesenden in deren Sprache von Christi Tod und Auferstehung zu erzählen. Und kulturell ziemlich unsensibel erklären sie ihnen, dass sie ihr Leben ändern müssen, um gerettet zu werden. Also nix mit „One World“.

3Fasten ist kein Klima-Protest!

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Moses, König David, Jesus, Paulus: Sie alle fasteten und riefen zum Fasten auf. Christen fasten nun bereits seit 2.000 Jahren. Die Gründe sind vielfältig, aber immer religiös. Dem Zeitgeist entsprechend wird das Fasten heute seines Sinnes beraubt und in den Dienst der Klima-Ideologie gestellt.

Unter dem Motto „Fasten für das Klima ruft beispielsweise das Bistum Aachen dazu auf, „sich der eigenen Gewohnheiten bewusst zu werden, den Alltagstrott zu verlassen“ und sein „Augenmerk auf klimaschädliche Gewohnheiten zu lenken“. Von Gott ist dabei kein einziges Mal die Rede.

4Die frühen Christen waren keine Sozialisten!

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Linke Pseudo-Christen tun gerne so, als sei die frühchristliche Gütergemeinschaft Sozialismus gewesen. Denn die Gläubigen der Jerusalemer Gemeinde verkauften ihr Hab und Gut „und verteilten es unter alle, nach eines jeden Bedürfnis“ (Apg 2, 45). Das war aber freiwillig!

Als jemand seinen Acker verkaufte und über den Erlös log, wurde er zur Rede gestellt. Petrus stellt aber klar, dass die Lüge unnötig war: „Blieb er [der Acker] nicht dein, wenn du ihn nicht verkauftest? Und blieb nicht der Erlös nach dem Verkauf zu deiner Verfügung?“ (Apg 5, 4) Es wurde also niemand gezwungen.

Und auch der Apostel Paulus bat Gemeinden in seinen Briefen um Spenden für die armen und verfolgten Christen in Jerusalem. So schrieb er, sonntags „lege ein jeder von euch daheim zurück, was ihm gut dünkt“ (1. Kor 16, 2). Das ist der Ursprung der freiwilligen Sonntagskollekte. Mit Reichensteuer, wie einige Linke sehr eigenwillig interpretieren, hat das nichts zu tun.