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Nachdem Netflix weltweit Kritik, Kündigungen und Pädophilievorwürfe für den Film „Cuties“ ernten musste, überrascht der Streaming-Gigant mit einer Historienserie über die Varusschlacht.

Während sich das Publikum über eine hochwertige Serie aus Deutschland freut, ärgern sich linke Filmkritiker in Grund und Boden.

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Deutsche Geschichte zum Bingewatchen: Neue Serie über Hermann den Cherusker

Wer im Teutoburger Wald wandern geht, sieht ihn noch heute sein Schwert in den Himmel strecken: Der Cheruskerfürst Hermann schlug die Römer und wurde zum Symbol deutscher Einheit, weil es ihm gelang, die germanischen Stämme in der Schlacht zu vereinen.

Nun steht der Cherusker, der eigentlich den römischen Namen Arminius trug, im Mittelpunkt einer Netflix-Produktion aus Deutschland, die besonders Fans historischer Serien wie „Vikings“ oder „Rome“ ansprechen dürfte.

Im Historien-Drama »Barbaren« entscheidet sich Arminius gegen Rom und für die Unabhängigkeit seines Volkes

Die Handlung: Etwa um die Zeit der Geburt Christi sind die einstigen Gebiete germanischer Stämme in römischer Hand. Dabei nehmen sich die römischen Besatzer einiges heraus, seien es hohe Tributzahlungen oder sogar germanische Fürstensöhne.

So wird auch der junge Arminius, in der Serie „Ari“ genannt, als Pfand für den Frieden seiner Familie entrissen und wächst unter Römern auf, als Ziehsohn des Statthalters Varus.

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Als ihm jedoch klar wird, dass er für Varus doch immer nur ein „Barbar“ bleiben wird, wird er skeptisch. Nachdem er dann alte Kindheitsfreunde wiedersieht, trifft Arminius eine folgenschwere Entscheidung – gegen seinen römischen Ziehvater und für die Freiheit seiner Heimat.

Dabei fällt dem von Laurence Rupp gespielten Freiheitskämpfer die Wahl alles andere als leicht. Vor allem seine Kindheitsfreunde Thusnelda (Jeanne Goursaud) und Folkwin (David Schütter) tragen dazu bei, dass er Varus schließlich verrät.

Arminius hält seine Werte hoch: Familie, Glauben, Wurzeln, Ehre und Liebe

Doch weiß der hin- und hergerissene Arminius überhaupt, wofür er kämpft? Als sich die anderen Stammesfürsten noch skeptisch gegenüber ihrem neuen Anführer zeigen, erklärt er:

„Mich haben sie in Rom gelehrt, meine Familie zu vergessen. Meine Leute zu verachten, meine Art zu leben, meinen Glauben, meine Wurzeln – unsere Wurzeln!“

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Vor der Schlacht stellt sich der Cheruskerfürst dann schließlich der Frage, wofür er eigentlich kämpft und kommt in einer ergreifenden Schlussrede zum Ergebnis. Vorsicht, Spoiler:

„Manche kämpfen für das, was war. Und andere für das, was werden soll. Wir kämpfen für die Liebe. Wir kämpfen für die Ehre. Wir kämpfen für den Ruhm. Wir kämpfen für unsere Freiheit. Manche kämpfen für ihre Kinder. Und wieder andere für ihre Götter.“

Linke Filmkritiker nicht begeistert: Netflix-Serie ohne Diversity-Agenda und People of Color

Da fragt man sich: Ist das noch dasselbe Netflix, dem sonst oft eine zwanghafte Diversity-Agenda vorgeworfen wird? Eine Netflix-Serie über deutsche Geschichte, ganz ohne queere Transgender-Charaktere, politische Korrektheit und People of Color als Schauspieler?

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Linke Filmkritiker sind jedenfalls definitiv nicht begeistert. So ärgert sich Arabella Wintermayr in einer Rezension für den Musikexpress über die YouTube-Kommentare unter dem Serien-Trailer. Die Produzenten hätten in Kauf genommen, dass sich das Publikum über „deutsche Heldenhaftigkeit“ und „politische Korrektheit“ ausließe.

Auch Chris Schinke sieht in einem Artikel für das Online-Portal „Filmdienst“ einen „ideologischen Nebel“ über der Netflix-Produktion, die er als „krudes Germanengetümmel“ bezeichnet. Für ihn ist das Ende der Serie eine „befremdliche deutsch-germanische Rachefantasie“.

Wer sich von den linken Warnungen nicht abschrecken lässt, sollte definitiv einen Blick auf die erste deutsche Netflix-Geschichtsserie werfen. Sie besticht mit schönen Bildern, authentischen Kostümen, spannenden Kämpfen, guten Schauspielern und Römern, die echtes Latein sprechen!