Am Montag haben Wächter der linksautonomen Zone CHOP (früher CHAZ) in der US-Metropole Seattle einen 16-jährigen Afro-Amerikaner erschossen. Ein 14-jähriger, ebenfalls schwarzer Jugendlicher liegt auf der Intensivstation. Selbst die linksliberale Bürgermeisterin hat nun genug und das Ende der Besatzung angekündigt.

„Oh, du lebst noch, was?“

In der Nacht auf Montag hat mindestens eine der Personen, welche die Grenzbarrikaden von CHOP bewachen, das Feuer auf einen Jeep Cherokee SUV eröffnet. In dem Fahrzeug saßen zwei 16- und 14-jährige schwarze Jugendliche. Der Ältere überlebte den Beschuss nicht.

Einige CHOP-Bewohner behaupten, die Jugendlichen hätten aus ihrem Wagen Waffen abgefeuert. Aufnahmen von Sicherheitskameras können diese Aussage aber nicht bestätigen.

Laut britischer Daily Mail sagten mehrere Zeugen dem Notruf, dass mehr als eine Person auf den Jeep geschossen hätte. Auf einem Überwachungsvideo ist zu hören, wie eine Person, nachdem der Jeep in die Barrikade gecrasht ist, sagt: „Oh, Du lebst noch, was?“

Antifa nennt getötete Schwarze „Faschisten“

Am Montagmorgen hielt die Polizeichefin von Seattle, Carmen Best, vor der verlassenen Polizeiwache in CHOP eine Pressekonferenz ab.

„Wir sind nicht sicher, wer auf das Auto geschossen hat und warum. (…) Die üblichen Dinge, die wir in solchen Fällen suchen, sehen wir nicht. Unseren Ermittlern ist klar, dass nach der Schießerei Menschen im Auto gewesen sind. Sie versuchen, Informationen von Zeugen einzuholen, doch wie wir schon von anderen Verbrechen wissen, sind die Leute nicht besonders kooperativ.“

Fest steht aber: „Zwei Afro-amerikanische Männer sind tot – an einem Ort, wo man behauptet Black Lives Matter zu unterstützen.“

Währenddessen feierten viele Linksextremisten die Schießerei als Sieg über den Faschismus.

Krasse Gewalt im Hippieland

Wie Best feststellt, gab es in den kurzen drei Wochen seit Bestehen der autonomen Zone bereits zahlreiche Verbrechen wie „Körperverletzungen, Vergewaltigungen, Raubüberfälle“. Und auch ein Tötungsvergehen hatte es bereits gegeben.

Am 20. Juni wurde der 19-jährige Horace Lorenzo Anderson erschossen. Wie die BBC berichtet, ist die Schießerei vom Montag bereits die vierte in nur zehn Tagen – so viel zum „Sommer der Liebe“, als den Seattles demokratische Bürgermeisterin, Jenny Durkan, die Geburt von CHAZ bezeichnet hatte.

Bürgermeisterin kündigt Ende von CHOP an

Inzwischen hat Durkan eine Exekutivorder unterzeichnet, die CHOP als „unrechtmäßige Versammlung“ verurteilt. Alle Stadtbehörden, inklusive die der Polizei, sollten jetzt einschreiten.

Auf der Webseite der Stadt heißt es: „Polizisten werden eine Vielzahl Uniformen tragen, je nach Auftrag, den sie an diesem Tag erfüllen. Manche werden schwere Schutzausrüstung tragen. Diese stellt aber keine präventive Machtdemonstration dar. Polizisten tragen sie, weil es in CHOP Individuen gibt, die bewaffnet und gefährlich und womöglich in Zusammenhang zu Schießereien, Morden, Raubüberfällen, Körperverletzungen und anderen Gewaltverbrechen stehen.“

FlinkFeed wird über die weiteren Geschehnisse berichten.