1Matthew McConaughey

AAP – Imago Images

Wohin Cancel Culture noch führe, werde man sehen, sagte der bekennende Christ McConaughey dem britischen Fernsehen im Dezember 2020. Die jetzige Lage empfinde er aber als „irgendwie verfassungswidrig“.

2Ricky Gervais

Picturelux – Imago Images

Der Brite Gervais ist einer der letzten weißen Komiker, die auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen. Seine Ansicht zur Cancel Culture ist eindeutig: „Fürs Witzeerzählen sollte man nicht vor Gericht müssen.“

3Rowan Atkinson

MediaPunch – Imago Images

Mr. Bean spricht zwar nie. Sein Schöpfer aber hat einiges zu sagen. Atkinson erklärte Anfang Januar, zurzeit gebe es das „digitale Pendant zum mittelalterlichen Mob, der durch die Straßen wandert und nach jemanden sucht, den er verbrennen kann.“ Der 66-Jährige habe regelrecht „Angst vor der Zukunft“.

Schon 2012 hatte er betont: „Falls wir eine robuste Gesellschaft möchten, brauchen wir robustere Gespräche, wozu auch das Recht zu beleidigen und zu verletzen zählen. Wie einst jemand sagte: Die Freiheit, niemanden zu verletzen, ist überhaupt gar keine Freiheit.“

4Bryan Cranston

Everett Collection – Imago Images

Der Star aus Breaking Bad machte sich keine Freunde im linken Lager, als er der Associated Press im letzten September sagte: Cancel Culture sei Gift für die Kultur der Vergebung!

Der Schauspieler hatte selbst einmal Stress mit Linken, als er 2017 einen Rollstuhlfahrer spielte. Die Rolle hätte er nämlich angeblich jemandem mit einer echten Behinderung überlassen müssen.

5Rob Schneider

Picturelux – Imago Images

Der Anarcho-Komiker sagte einem Kollegen, der wegen angeblich rassistischer Sketche aus der Kult-Comedy Saturday Night Live (SNL) flog:

„Als früheres SNL-Mitglied tut mir dein Pech leid, während einer Ära kultureller Vergebungslosigkeit gecastet worden zu sein, in der komödiantische Fehlzündungen gleich einer intoleranten Inquisition von Leuten unterliegen, die selbst noch nie riskiert haben, auf der Bühne zu floppen.“

6Kevin Hart

Runway Manhattan – Imago Images

Nachdem Hart 2019 wegen aufgetauchter Schwulenwitze die Oscar-Verleihung nicht länger moderieren durfte, klagte er: „Wenn es für Leute, die was falsch gemacht haben, einfach vorbei ist – ihre Karriere einfach beendet ist –, wo bleibt dann der positive Lerneffekt?“

Hart fragte: „Was ist aus der Zeit geworden, als man einen Fehler machte, daraus was lernte und anderen beibrachte, nicht denselben Fehler zu begehen?“

7Nick Cave

TT – Imago Images

Von einem Fan auf seiner Webseite auf Cancel Culture angesprochen, erwiderte der Sänger Anfang des Jahres:

„So wie ich das sehe, ist Cancel Culture die Antithese zum Erbarmen. Politische Korrektheit ist zur unglücklichsten Religion der Welt geworden.“

8 John Cleese

Horst Galuschka – Imago Images

Schon vor fünf Jahren verteidigt die britische Comedy-Legende die künstlerische Freiheit: „Ich fühle mich jeden Tag verletzt“, machte Cleese deutlich. „Die britischen Tageszeitungen beispielsweise verletzen mich mit ihrer Faulheit, ihrer Gehässigkeit und ihrer Ungenauigkeit jeden Tag. (…) Also, die Idee, dass man von jedweder unangenehmer Emotion beschützt werden müsse, teile ich auf gar keinen Fall.“

Während er im Juli 2020 seinen ersten Comedy-Livestream bewarb, brachte Cleese die Plage der Cancel Culture gewohnt präzise auf den Punkt: Sie „missversteht den Hauptzweck des Lebens“, so der 81-Jährige, „nämlich Spaß zu haben“.