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„Sie sind nicht zu jung für Gespräche über Rasse!“ – das ist der Titel einer Grafik, die jüngst für verstörte Reaktionen unter Twitter-Nutzern sorgte. Sie ist Teil einer an die Öffentlichkeit gelangten Präsentation, die sich an Eltern von Schülern einer US-amerikanischen Grundschule richtete.

Politisch korrekte Erziehung für alle Altersklassen: Bücher und Morgen-Meetings gegen Rassismus

An der Grundschule „Ashburton Elementary School“ im US-Bundesstaat Maryland fand Anfang Februar ein Informationsabend für Eltern statt. Thema der Veranstaltung: Antirassismus-Erziehung für alle Altersklassen.

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Screenshot via Google Docs

Laut der an die Öffentlichkeit gelangten und auf Twitter geteilten Präsentation wurde den Eltern seitens der Schule auf den Zahn gefühlt, wie gerne und oft sie mit ihren Kindern über Rasse reden.

Auch wurde in der Präsentation eine Studie zitiert, die empfiehlt, nicht nur auf Nachfragen der Kinder hin Gespräche über Rasse zu führen, sondern diese als „Teil von uns“ darzustellen.

Screenshot via Google Docs

Um das zu erreichen, sollten Lehrer und Schüler beispielsweise Antirassismus-Bücher lesen und in Morgen-Meetings über Rassismus sprechen, während Eltern monatliche Rassismus-Sitzungen abhalten und als „Antirassismus-Paten“ aktiv werden sollen.

Verstörende Grafik: Antirassismus-Erziehung auch für Babys ab drei Monaten

Doch damit nicht genug. Auf Folie 13 der Präsentation findet sich eine Grafik mit dem Titel: „Sie sind nicht zu jung für Gespräche über Rasse!“.

Darauf zu sehen sind Abbildungen von Kindern zwischen null und sechs Jahren – wobei jede Altersgruppe einzeln auf ihre Rassismus-Fähigkeit hin abgeklopft wird.

Screenshot via Google Docs

So liest man bei der Altersgruppe der 0-Jährigen: „Kurz nach ihrer Geburt beachten Babys Gesichter aller Rassen gleich viel. Doch bereits ab drei Monaten beachten Babys Gesichter mehr, die der Rasse ihrer Erzieher entsprechen.“

Weiter würden laut Grafik schon 1- bis 2-jährige Kinder Rasse als Erklärung für das Verhalten von Menschen herbeiziehen und ihre Spielkameraden nach Rasse aussuchen.

5-Jährige hätten dann bereits genauso rassistische Einstellungen wie Erwachsene und würden andere Menschengruppen abwerten.

„Alle Menschen sind gleich“ war gestern: Linke wollen jetzt mehr mit Kindern über Rassen sprechen

Daraus wird in der Grafik, die von der Website einer linken Grundschule stammt, geschlossen: Junge Kinder erkennen Rassen und denken darüber nach. Erwachsene glauben oft, dass es Vorurteile schaffen würde mit Kindern über Rasse zu reden, aber das Gegenteil ist wahr.“

Screenshot via Google Docs

So behaupten die Macher der Grafik: Rassismus entstehe, weil Menschen nicht über Rassen reden würden. Lehrer und Familien könnten aber eine wichtige Rolle dabei spielen, das zu ändern, damit „Kinder aller Altersklassen positive Einstellungen gegenüber Rasse und Vielfalt“ entwickeln könnten.

Als Quellen werden verschiedene Wissenschaftler angeführt. Ob die Grafik die Erkenntnisse der einzelnen Forscher wirklich wissenschaftlich korrekt wiedergibt und interpretiert, ist jedoch mehr als fraglich.