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„Ich habe noch nie so gefroren“, schreibt Kathrin Weßling. Die Journalistin, die unter anderem für den Spiegel, Stern und Bento arbeitet, war unterwegs zu einer Veranstaltung der Grünen, als sie ein Foto postete, dass sie kurz darauf wieder löschte.

Gegen den Klimawandel: Heizen bei offener Tür wegen Kälte-Schock im Spätsommer

„Draußen im Stadion bei 12 Grad und Regen“, klagt Kathrin Weßling. „Ich habe noch nie so gefroren“, meint sie, aber „zum Glück gibt es etwas auf dem Weg zum Klo, das mich sehr glücklich macht.“

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@ohhellokathrina – via Twitter

Gemeint ist ein mannshoher Heizkörper. Auf ihrem Twitter-Profil postete die Journalistin ein Foto, wie sie sich mit dicker Wintermütze und langem Mantel an die Heizung schmiegt. Direkt dahinter: eine offene Tür.

Grüne wünschen sich wärmere Temperaturen im Kampf gegen Erderwärmung

Ironischerweise wurde das Foto ausgerechnet am Tag des von Fridays For Future ausgerufenen „Globalen Klimastreiks“ gepostet. Schnell verbreitete sich der Beitrag in den sozialen Medien – verbunden mit viel Spott.

@kattascha – via Twitter

Vielen Linken selbst fiel der witzige Kontext von Kathrin Weßlings Tweet allerdings nicht auf. So solidarisierte sich beispielsweise Katharina Nocun, Buchautorin und langjähriges Mitglied bei der Piratenpartei, mit den Worten: „Habe mir gerade eine Heizdecke mit Akku bestellt. Bereue nix.“

@JMihram – via Twitter

Auch bei der Veranstaltung der Grünen von Berlin-Mitte, zu der Weßling unterwegs war, frieren die Klimaretter. „Wenn es nur nicht so kalt wäre…“, klagt Grünen-Aktivist Johannes Mihram.

@MissCharlez – via Twitter

Und Charlotte Obermeier, Social-Media-Mitarbeiterin der Grünen-Fraktion im Bundestag, schrieb sogar: „Stelle gleich einen Antrag auf Glühwein.“