Wir leben im sichersten Deutschland aller Zeiten, nicht wahr? Noch nie konnte man sich so unbeschwert durchs Land bewegen wie heute – ein Land, in dem wir gut und gerne leben. Oder?

Hier sind sechs Accessoires für Frauen, deren bloße Existenz beweist, dass das Bild unserer Regierung nicht stimmen kann.

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Diese kleinen Döschen sind eigentlich zur Abwehr gegen aggressive Tiere gedacht. In den letzten Jahren wurden sie jedoch zum festen Bestandteil vieler Frauenhandtaschen. Kaum eine Frau ist heutzutage nicht im Besitz eines solchen Sprays.

Zwischenzeitlich teilte sich das Pfefferspray sogar in Drogeriemärkten die Regale mit Schminke und Hygienetüchern. Es war binnen kurzer Zeit restlos ausverkauft. Woran das wohl liegen mag, wenn unser Land doch immer sicherer wird?

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Möchte man in Deutschland Mittel zur Verteidigung (übrigens auch Pfefferspray) in der Öffentlichkeit führen, so benötigt man dafür eine Erlaubnis, die „Kleiner Waffenschein“ genannt wird. Dieser wird bei der örtlichen Polizeibehörde beantragt. Seit 2015 hat sich beispielsweise in NRW die Zahl der Besitzer eines solchen Scheines mehr als verdoppelt.

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Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät, aus dem man einen Sicherheitsstift herausziehen muss, damit ein lautes Geräusch ertönt. Das soll einen potentiellen Angreifer erschrecken und in die Flucht schlagen.

Ob dieses geräuschvolle Armutszeugnis wirklich effizient ist? Zweifelhaft. Auch Taschenalarme können inzwischen in jedem Baumarkt und in vielen Drogeriemärkten gekauft werden und schmücken die Handtaschen unzähliger Frauen.

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Dieses besonders verstörende Kleidungsstück können Frauen zum Sport oder unter ihre Alltagsklamotten anziehen. Es ist eine Hose aus reiß- und schnittfestem Stoff, die mit einem Schloss gesichert wird. Dieser moderne Keuschheitsgürtel soll Frauen vor sexuellen Übergriffen schützen.

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Hier wird nochmal einer draufgesetzt. Das Wiederhakenkondom ist eine Art Plastikhülse, die eine Frau sich in die Scheide einführt. An der Innenseite ist die Hülse mit Widerhaken bestückt, ähnlich einer Angel. An diesen soll der Vergewaltiger sich mit seinem Penis verfangen und durch Schmerzen von der Vergewaltigung abgehalten werden. Ein bedrückenderes Symbol für Schutzlosigkeit lässt sich kaum ausdenken!

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Werden Frauen auf dem Heimweg von zwielichtigen Männern angesprochen, können sie eine Nummer anrufen, die sie mit dem sogenannten „Heimwegtelefon“ verbindet. Dabei handelt es sich um einen Dienst, den man anrufen kann, um anderen Menschen im Umfeld ein Telefonat vorzugaukeln.

Die Idee dahinter ist, dass ein möglicher Angreifer davon abgeschreckt werden soll, dass sein Opfer sofort Hilfe rufen könnte. Denn über die reine Gesprächssimulation hinaus kann man besagten Diensten seine Position mitteilen, damit im Notfall die Polizei verständigt werden kann. Ob das tatsächlich Erfolg haben kann? Fragwürdig.