Wofür wir eigentlich Rundfunkbeitrag bezahlen? Unter anderem dafür:

1Dr. Klein

Markus Fenchel – ZDF

In einer Folge (Ep. 3, Staffel 5) kommt die Tochter der kleinwüchsigen Ärztin mit einer lesbischen Partnerin nach Hause und Dr. Klein ist schockiert – davon, dass ihre eigene „Toleranzgrenze niedriger ist als gedacht“.

Parallel erlangt Dr. Lang sein Gedächtnis zurück und will jetzt endlich die schwarze Schwester Martha Obongo heiraten. Außerdem wird die 17-jährige Maja eingeliefert, nachdem sie auf dem Weg zu ihrer Geschlechtsumwandlung zusammengeschlagen wurde. „Ist das der Grund, warum sie attackiert wurde?“

Des Weiteren verbringen Patrick und Chris ihre erste Nacht miteinander. Ja, all das geschieht in einer einzigen Folge. Vier Folgen später spendet Schwester Obongo übrigens einem Leukämie-Nazi mit Hakenkreuz-Tätowierung aus Nächstenliebe Stammzellen, aber der lehnt sie vor lauter Rassismus ab.

2Patchwork für Fortgeschrittene

MDR – Arianae Krampe Filmproduktion – Christiane Pausch

Folge 5: „Katrin Wiedemann hat es fast geschafft: Sie ist kurz davor, Schuldirektorin zu werden. Sie muss nur noch ihr drittes Kind auf die Welt bringen, dann kann es sofort nach dem Mutterschutz losgehen.“

Aber nach einer anstrengenden Geburt gibt die Schule ihrem Mann den Posten. Das sorgt für eine Ehekrise, „die darin gipfelt, dass die streitenden Eltern ihr Baby aus Versehen in der örtlichen Babyklappe ablegen“. Äh, wie bitte? Adam Sandler, komm raus.

3Um Himmels Willen

ARD – Barbara Bauriedl

Ursprünglich handelte die Serie einfach nur von einigen Ordensschwestern und ihrem Kampf mit dem Bürgermeister. Später wurd’s dann abgefahren. Es gibt Folgen, in denen die Ordensschwestern Transgender-Jugendliche und Ausländer gleichzeitig gegen die intolerante Gesellschaft schützen müssen.

Manchmal werden noch weggelaufene Down-Syndrom-Paare beherbergt oder Schwester Hanna setzt sich für die Liebe zwischen zwei schwulen Lehrern ein – alles hochideologisch und peinlich überzeichnet. Der Rest der Sendung wird mit sexuellen Affären rund ums Kloster gefüllt.

4In aller Freundschaft – die jungen Ärzte

ARD Serviceplan Berlin – Markus Nass

Eines von drei Spin-offs der 23-Staffel-Serie „In aller Freundschaft“. Inhaltlich wertvoll? Geschmackssache. Ideologisch auf Linie? In jedem Fall:

In der Folge „Mütter“ vom März 2020 geht es zum Beispiel um ein schwules Paar mit einer kleinen Tochter. Einer der Männer versucht, in einen „Mutterzirkel“ zu kommen und jammert im Krankenhaus tagelang das Personal voll:

Er werde ausgegrenzt und dürfe nicht Teil des Mutterzirkels sein, nur weil er ein Mann ist. Am Ende kriegt er seine Eintrittskarte: Seine wiederkehrenden Ohnmachtsanfälle resultieren aus einer Krampfader am Oberschenkel. Und Mütter haben auch oft Krampfadern. Das macht sie seelenverwandt. Klingt logisch, oder?

5Hotel Heidelberg

Das Erste

Die ARD-Serie handelt von den Tücken und Herausforderungen, welche die Leitung eines idyllischen Hotels mit sich bringt. Dazu gehören scheinbar auch wohlerzogene Männer im Anzug, die ein Deutschlandfähnchen auf ihren Tisch stellen.

Denn das machen vor allem Nazis, meinen die Protagonisten. Deshalb landet die schwarz-rot-goldene Nazifahne schnurstracks im Papierkorb – wie schmeckt euch das, ihr Patridioten?