Keine Diskussion mit Linken, ohne diese Zitate. Aber kaum jemand kennt den Kontext.

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Im Sommer 2018 ging ein Shitstorm durchs Land. Alexander Gauland hatte bei einer Rede angeblich die NS-Verbrechen als „Vogelschiss“ kleingeredet. Die Empörung war fast so grenzenlos wie Deutschland aktuell.

Schaut man sich die Rede aber vollständig an, zeigt sich schnell, dass es ein künstlicher Skandal war. Gauland hatte keineswegs die Schreckenszeit heruntergespielt. Tatsächlich bekannte er sich in seiner Rede unmissverständlich zur historischen Verantwortung.

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Als Björn Höcke bei seiner berüchtigten Dresdener Rede das Holocaust-Denkmal in Berlin als ein „Denkmal der Schande“ bezeichnete, überschlug sich Deutschland. Doch warum eigentlich?

Wenn es kein Denkmal der Schande sein soll, was dann? Etwa ein Denkmal der Freude? Es ist wie beim Vogelschiss: Das muss man schon ganz vorsätzlich missverstehen wollen.

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Schon wieder geht es um den provokanten Herrn aus Thüringen. Der hat es doch glatt mit derselben Rede gleich zweimal auf diese Liste geschafft. Was war geschehen? Glaubt man der Presse, so hat Höcke gefordert, die AfD wolle den Nationalsozialismus verherrlichen, denn er sprach von einer „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“. Auch hier: vorsätzliches Missverstehen.

Was Höcke tatsächlich ansprach, ist, dass wir Deutschen zulassen, dass unsere Vergangenheit missbraucht wird, um uns Dinge aufzubrummen, die gegen unsere Interessen sind, z. B. Masseneinwanderung. Wir müssen uns immer an die NS-Verbrechen erinnern, aber ihre alltägliche Instrumentalisierung für und durch linke Politik geht gar nicht und verhöhnt obendrein die Opfer.

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Machen wir noch eine kleine Reise ins Jahr 2016, als Frauke Petry noch Parteivorsitzende war. Damals kam es zu einem der bis heute größten sogenannten Skandale über die AfD. Angeblich hatte Petry in einem akuten Anfall von Herzlosigkeit und Menschenverachtung gefordert, an der Grenze wahllos auf Frauen und Kinder zu schießen. So zumindest objektive Leitmedien.

Die Realität sah anders aus. Petry hatte lediglich gefordert, dass deutsche Grenzschützer im Einklang mit unseren Gesetzen den Straftatbestand der illegalen Einreise unterbinden. Dabei könnte es im äußersten Notfall auch mal erforderlich sein, eine Schusswaffe zu benutzen, z. B. für einen Warnschuss. Ob die Äußerung klug war, das sei mal dahingestellt, aber sie sagt nicht mehr aus als auch in Gesetzen steht.

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Nochmal Höcke. Im Februar 2020 feierte Pegida den 200. Abendspaziergang. Als Gastredner sprach Björn Höcke zu den etwa 10.000 Teilnehmern. Wieder versuchte die Presse, eine seiner Aussagen zum Skandal zu machen, was ihnen diesmal allerdings schon im Ansatz gründlich misslang.

Sie behaupteten, Höcke habe zu einem „Umsturz“ aufgerufen. Abermals: vorsätzliches Missverstehen. In Wirklichkeit forderte Höcke nämlich nur, dass die „verbrauchten Parteien“ nicht mehr die Regierung bilden sollten. Das wäre natürlich kein Umsturz, sondern schlicht und ergreifend Demokratie. Denn Demokratie definiert sich geradezu durch die Möglichkeit von Regierungswechseln.

Der erhoffte Skandal blieb jedenfalls aus und die Medien wurden ausgelacht. Was hat man auch erwartet, wenn man eine völlig legitime Aussage verdreht, die vor 10.000 Menschen geäußert und live gestreamt wird?