Wohl für jeden Jungen in der Pubertät eine Horrorvorstellung: Man schaut in den Spiegel und bemerkt, dass einem Brüste wachsen. So muss sich ein 16-Jähriger US-Amerikaner gefühlt haben, der in einem Jugendgefängnis ohne sein Wissen mit dem weiblichen Geschlechtshormon behandelt wurde.

Hormone gegen Verhaltensstörung: Vater des Sohnes schockiert

Der Vater des Jungen war schockiert, als er von der Behandlung seines Sohnes erfuhr.

Warum hat man mich nicht gefragt? Als ich herausfand welche Art von Tabletten sie ihm gaben, dachte ich mir einfach nur: Das ist schrecklich!“

Er besuchte den 16-Jährigen im Jugendgefängnis – dort behandelten die zuständigen Ärzte seine oppositionelle Verhaltensstörung (ODD).

Weder der Junge noch seine Eltern wussten von der Östrogen-Therapie.
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Mit ODD diagnostizierte Jugendliche neigen zu gewalttätigem, antisozialem Verhalten und haben Schwierigkeiten mit Autoritätspersonen.

Die Störung aber durch eine experimentelle Hormontherapie zu behandeln, ist nicht nur völlig unüblich, sondern auch hochgradig gefährlich – erst recht im empfindlichen Hormon-Haushalt eines Teenagers.

Unnatürliche Therapie führt zu Horrorsituation: Brustwachstum und Mobbing im Jugendgefängnis

Gegen die beiden zuständigen Ärzte aus Los Angeles, Danny Wang und David Oh, wird jetzt Klage erhoben. Sie behandelten ihren minderjährigen Patienten mit Estradiol, einem Östrogen-Ergänzungsmittel.

Laut Aussagen des Jungen belog man ihn über die Medikamente und verbot ihm, sie abzulehnen. Auch hatte er Angst sich zu widersetzen, weil es eine Verlängerung seines Aufenthalts in der Einrichtung hätte bedeuten können.

Männliches Brustwachstum ist eine häufige Folge bei der Einnahme weiblicher Hormone. Hier der Vergleich vor und nach einer Operation.
Dr. Mordcai Blau

Schon zu Beginn der Hormon-Behandlung soll der Junge sich krank gefühlt haben – auf körperlicher und psychischer Ebene.

Ein weiter Hinweis auf die Schädlichkeit der unnatürlichen Behandlung: Bald darauf litt er schon unter Gynäkomastie, ungewolltem Brustwachstum, und dem prompt einsetzenden Mobbing anderer jugendlicher Insassen.

Hormon-Horror kein Einzelfall? Ärzte warnen vor Hormon-Therapie!

Der Anwalt des Jungen, Wes Ouchi, ermittelt nun, ob es weitere Fälle dieser Art in dem Jugendgefängnis gab. Für ihn ist die Lage eindeutig: „Wir denken, es war ein Experiment.“ Tatsächlich besteht auch jenseits der USA der medizinische Trend, junge und auch erwachsene Männer mit weiblichenen Geschlechtshormonen zu behandeln.

Seriöse Ärzte warnen vor der experimentellen Therapie: Im Ärzteblatt beispielsweise wies ein Autorenkollektiv auf Herz- und Gefäßerkrankungen, schmerzhaftes Brustwachstum, Potenz- und Fruchtbarkeitsverlust, Krebserkrankungen und erhöhte Sterblichkeit hin.

Die Autoren des Artikels kommen zu dem Schluss: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann von einer Östrogentherapie bei Männern nur eindringlich abgeraten werden.“