Am 7. Oktober 1949 wurde im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands die Deutsche Demokratische Republik (DDR) gegründet – klang toll, war aber tatsächlich eine lupenreine Sozialisten-Diktatur.

Trotzdem behaupten Linke und Sozialdemokraten bis heute, die DDR sei kein »Unrechtsstaat« gewesen. Wir zeigen dir, warum das gefährlicher Quatsch ist.

1DDR-Bürger wurden eingemauert!

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Weil hunderttausende DDR-Bürger vor dem Sozialismus das Weite suchten und nach Westdeutschland gingen, begann die allein regierende Sozialistische Einheitspartei Deutschland (SED) schon in den 1950er Jahren, die Grenzen der DDR zur Bundesrepublik Deutschland zu befestigen.

Nur die im Westteil von Frankreich, Großbritannien und den USA besetzte Sektorenstadt Berlin blieb ein Schlupfloch – bis zur Nacht auf den 13. August 1961. Da ließ die SED-Führung die Grenze rings um West-Berlin mir nichts, dir nichts mit Stacheldraht und Soldaten absperren.

Auf diese provisorische Lösung folgte der Bau einer 3,60 m hohen und 160 km langen Betonmauer, welche die Bürger Ost-Berlins bis 1989 vor dem Westen komplett abriegelte – oder wie die Sozialisten es verklärt nannten: vor dem imperialistischen Westen schützte.

2Die DDR hat auf ihre eigenen Bürger geschossen!

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Jeder, der versuchte, die Mauer zu überwinden oder der DDR über einen anderen Grenzstreifen zu entkommen, riskierte sein Leben. Grenzsoldaten hatten die Anweisung, »Republikflucht« um jeden Preis zu verhindern – auch durch Schusswaffengebrauch!

Man schätzt, dass 245 DDR-Bürger auf ihrer Flucht von Grenzern erschossen wurden. Gegenüber der Bevölkerung tat die SED-Führung so, als gäbe es keinen Schießbefehl.

3Der DDR-Grenzstreifen war eine Todeszone!

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Sperranlagen, Minensperren und Selbstschussanlagen machten die DDR-Grenze zur fast unüberwindbaren Todeszone. Deshalb versuchten Menschen auch über die Ostsee, die Elbe und die Werra, sowie durch Tunnel oder in Heißluftballons zu entkommen.

Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens 790 Menschen an der innerdeutschen Grenze beim Fluchtversuch auf die eine oder andere Art ums Leben kamen.

4Jeder wurde zur Anpassung gezwungen!

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Jeder, der aus Sicht der SED nicht angepasst genug war, konnte sozial wie beruflich kleingehalten werden – dazu gehörten auch Jugendliche, die für die vermeintliche Schuld ihrer Eltern bestraft wurden, etwa, indem sie nicht zum Studium zugelassen wurden.

Studieren durften nur ausgewählte, als besonders regimetreu geltende Kandidaten. Talent und Eignung zählten kaum. Wichtiger waren die soziale Herkunft und das Bekenntnis zum Sozialismus.

5DDR-Bürger wurden totalüberwacht!

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Das Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) war sowohl Nachrichtendienst als auch Geheimpolizei der DDR. Hier, bei „Schild und Schwert der Partei“, lag die wahre Macht der SED-Diktatur!

91.000 hauptamtliche und 189.000 inoffizielle Mitarbeiter, sprich Spione, bildeten einen Überwachungs- und Repressionsapparat, der jeden Winkel der DDR-Gesellschaft auf Linientreue abklopfte und auch vor den privaten, eigenen vier Wänden der Bürger nicht Halt machte. Es konnte sein, dass in einem Ort auf nur 80 Bewohner ein Stasi-Spitzel kam. Die Stasi hatte selbst für ihre Spitzel wieder Spitzel, die sie überwachten.

Viele glauben, dass Angela Merkel auch Stasi-Spitzel war. In jedem Fall stimmt das im Fall von Anetta Kahane, der Chefin der Amadeu-Antonio-Stiftung, die heute islamkritische Posts von Facebook löschen lässt.

6Wer fliehen wollte, wurde hart bestraft!

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Wer beim Fluchtversuch oder beim Planen einer Flucht von der Stasi erwischt wurde, den erwartete bis zu acht Jahre Freiheitsstrafe unter entwürdigenden Bedingungen. Das SED-Regime hatte bis zu seinem Untergang rund 75.000 Deutsche wegen »Republikflucht« verurteilt.

Wer Glück hatte, gehörte zu den 33.755 politischen Häftlingen, die im Laufe der Jahre von der Bundesrepublik freigekauft wurden. Geld stinkt nicht – vor allem nicht im Pleite-Sozialismus.

7Die Bürger wurden psychologisch »zersetzt«!

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Stasi-Mitarbeiter wurden in »Operativer Psychologie« ausgebildet. Eine beliebte Methode zur Bekämpfung von Systemkritikern und Einschüchterung der Bevölkerung war nämlich die »Zersetzung«.

Dabei infiltrierte die Stasi das private Umfeld der Zielperson: Sie verwanzte die Privatwohnung und stellte Gegenstände leicht um, so dass die Zielperson an ihrem Verstand zweifelte. Über inoffizielle Mitarbeiter drang sie aber auch in persönliche Beziehungen und Familien ein.

Da streute sie Gerüchte, um die familiäre, soziale oder berufliche Situation der Zielperson zu zerstören. Das völlig destabilisierte Opfer sollte dann nur noch mit sich selbst beschäftigt sein.

8Regimekritiker landeten in Arbeits- und Umerziehungslagern!

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Die SED schickte Regimekritiker ins Gefängnis, aber auch in Arbeitslager. Da sollten sie in einer Kombination aus knochenharter Arbeit und politisch-kultureller Erziehung zu kommunistischen Vorzeigemenschen erzogen werden.

9Auffällige Jugendliche kamen in Spezialkinderheime!

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Die Jugend der DDR sollte ideologisch auf Kurs gebracht werden. Für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren, die als schwer erziehbar galten oder einfach nicht ins offizielle Gesellschaftsbild der DDR passten, unterhielt die SED deshalb circa dreißig Spezialkinderheime und circa ebenso viele – sogenannte – Jugendwerkshöfe. Gewalt, Schikanen und Demütigungen gehörten dort zur Tagesordnung. Ziel: die unbedingte Unterwerfung unter das Kollektiv.

10Viele Frauen wurden in Krankenhausgefängnisse gesperrt!

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Frauen, die im Verdacht standen, häufig wechselnden Geschlechtsverkehr zu haben (»HWG-Personen«), wurden manchmal gegen ihren Willen auf Krankenstationen eingewiesen, die der Volksmund »Tripperburgen« nannte.

Wochenlang und ohne Anklage wurden die Frauen dort gedemütigt und gynäkologisch auf Geschlechtskrankheiten behandelt, die sie in den allermeisten Fällen gar nicht hatten. Die rabiaten Therapien sollten gleichzeitig Strafen für den unmoralischen Lebensstil sein.

11Kinder wurden gegen den Willen der Eltern zur Adoption freigegeben!

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Bis zu 10.000 Kinder wurden in der DDR gegen den Willen ihrer Eltern zur Adoption freigegeben. Das SED-Regime erachtete ihre Mütter und Väter als Systemgegner, die ihren Nachwuchs nicht im sozialistischen Sinne erzogen.

12DDR-Bürger durften nicht reisen!

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Für die meisten DDR-Bürger waren Reisen ins »nichtsozialistische Ausland« fast unmöglich. Nur Rentner durften ab 1964 in den Westen reisen. Man hoffte sogar, dass sie nicht wiederkamen. Denn dann musste die bankrotte DDR-Führung ihnen keine Renten mehr zahlen. Das sollte dann mal schön die Bundesrepublik übernehmen.

13Familien wurden als Faustpfand gegen Republikflüchtige missbraucht!

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Wer als Normalbürger doch mal eine Ausreisegenehmigung in Richtung Westen bekam, hatte höchstwahrscheinlich keine Verwandten in Westdeutschland, dafür aber eine Familie mit Kindern in der DDR, die er zurückließ. Für die SED gewährleistete dies die wahrscheinliche Rückkehr des Antragstellers.

14Es herrschten Propaganda und totale Zensur!

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Die Medien in der DDR waren nicht frei, sondern wurden von der SED »gleichgeschaltet« – ebenso Theater, Musik, Kunst und selbst die Architektur. Einfach alles wurde auf Parteilinie gebracht. Wer Journalist sein durfte, wie die heutige ZDF-Talkmasterin Maybrit Illner, bestimmte von vornherein die Partei.

Wer von der schöngefärbten Staatspropaganda abwich, konnte richtig Ärger bekommen. Deshalb zensierten sich die Künstler der DDR, so sie nicht auf Linie waren, von vornherein selbst.

15Die Justiz war nicht unabhängig und musste Schauprozesse und willkürliche Urteile umsetzen!

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Auch Richter, Rechts- und Staatsanwälte waren gleichgeschaltet. Das Justizsystem der DDR war nur da, um den Willen der SED zu vollstrecken. Oft entschied die Stasi, wie hoch das Strafmaß für einen politisch Angeklagten ausfallen soll.

Kein Richter hätte es gewagt, dem DDR-Willkürstrafrecht die Stirn zu bieten. Im Gegenteil: Sie waren selbst in der Partei. So wurden angebliche Verstöße gegen DDR-Paragrafen wie »Staatshetze« oder »Staatsverleumdung«, unter die alles fiel, was der SED irgendwie gefährlich erschien, blindlings verfolgt.

16Es gab keine demokratische Teilhabe!

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Alle vier Jahre wurde in der DDR gewählt – eine reine Show, denn in der Verfassung war der Führungsanspruch der SED schwarz auf weiß verankert. Zwar gab es andere Parteien, doch bildeten diese einen Block mit der SED. Daher stand auch nur eine Einheitsliste auf dem Wahlzettel, die mit »Ja« oder »Nein« angekreuzt werden konnte.

Wer letzteres wagte, handelte sich aber jede Menge Ärger ein, denn die Wahlen waren alles andere als frei. Schon der Gang in die Wahlkabine galt als auffällig. Die Bürger konnten ihr Schicksal nicht demokratisch ändern. Also gingen sie ab 1989 mutig zu Hunderttausenden auf die Straße – bis das Regime am 9. November fiel.