Ricarda Lang ist stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen. Seit kurzem kursiert in sozialen Netzwerken ein Meme, dass sie beim Vertilgen einer McDonalds-Bestellung im Zug zeigt.

Tausende Nutzer finden das vor allem deshalb witzig, weil die Grünen Werbung für Junk-Food verbieten wollen. Es gibt aber noch einige weitere Äußerungen von Ricarda Lang, die zeigen: Mit der frauenpolitischen Sprecherin der Grünen ist nicht gut Kirschen essen.

1Lang fordert eine europäische Staatsbürgerschaft für Menschen, deren Heimat durch den Klimawandel unbewohnbar wird.

 

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Gute Idee, oder? Jetzt müsste Ricarda Lang nur nochmal kurz erklären, welche Länder bislang „unbewohnbar“ geworden sind. Ach, gar keine bislang? Naja, dann warten wir das nochmal ab. Und bezüglich der „europäischen Staatsbürgerschaft“ – die gibt es leider gar nicht.

Laut dem Maastricht-Vertrag von 1992 sind „alle Bürger und Bürgerinnen eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union zugleich Unionsbürger/innen.“ Das heißt konkret: Irgendein europäisches Land müsste die Klimaflüchtlinge aufnehmen und alimentieren. Das hat Frau Lang vielleicht im Solidaritätstaumel übersehen.

 

2Lang findet, dass man ein „Arschloch“ ist, wenn man keine Maske trägt – macht dann aber ganz entspannt Urlaubsselfies ohne Maske und Abstand.

Die Demo am 1. August in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen kommentierte Ricarda Lang relativ ungehalten: „Ist es zu viel verlangt, sich nicht wie ein Arschloch zu verhalten, damit sie nicht noch durch eine 2. Welle durch müssen?“, schreibt sie auf Twitter.

Wenige Wochen später zeigt ihr schönes Urlaubsbild mit ihren „Lieblingsmenschen“ folgendes:

 

3Lang findet es nicht okay, nach der Herkunft von Gewalttätern aus der Party- & Eventszene zu fragen:

 

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Auf Instagram erklärt Ricarda Lang: „Bei #Stammbaumforschung geht es nicht um einen sicherheitspolitischen Erkenntnisgewinn, sondern um rassistische Zuschreibungen.“

Mit anderen Worten: Es macht für Lang überhaupt keinen Sinn, das Problem der Migrantenkriminalität mit Zahlen und Fakten zu belegen. 80 Prozent der Gewalttäter in Stuttgart und Frankfurt waren übrigens Zuwanderer. Das sagt aber gar nichts aus, also vergesst es…

 

4Das Schreddern von Millionen Vögeln durch Windkraftanlagen muss man laut Ricarda Lang in Kauf nehmen, weil eine „radikale Klimapolitik“ langfristig Arten schützt.

Selbstredend tritt Lang für eine knallharte Klimapolitik ein. Dass dabei auch Kollateralschäden entstehen, Wälder für Windparks gerodet, bedrohte Vogelarten zerhäckselt werden, ist ihr egal.

 

5Dass sich Leute auf Twitter darüber lustig machen, dass Lang im ICE ohne Maske unterwegs ist und trotz Verbotsforderung selbst McDonalds-Zeug futtert, sieht sie als rechtsextremen „Angriff“.

Geärgert hat sich Lang über dieses kurze Video auf Twitter:

Dass der Clip zur Belustigung der Internet-Community herumgereicht wurde wie ein McFlurry findet Lang nicht besonders appetitlich. Sie gibt dennoch Entwarnung: Nach diesem „Angriff“ auf sie, gehe es ihr zwar „gut“, doch an solche Attacken möchte sie sich „nicht gewöhnen“.

 

6Dick sein ist für Lang nicht deshalb ein Gesundheitsrisiko, weil Dickleibigkeit krank macht, sondern wegen „Feindseligkeit und Diskriminierung“.

 

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Warum es Lang so stört, dass sie dauernd Gesundheitstipps von Internet-Trollen bekommt? „Weil die Körper von Frauen viel zu oft noch als öffentliche Verhandlungsmasse gelten.“

 

7Für Lang ist die Polizei „natürlich“ nicht frei von „strukturellem Rassismus“ und „Teil einer rassistisch geprägten Gesellschaft“.

 

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Ricarda Langs Vorschläge, um die rassistische Polizeigewalt zu überwinden: „Wichtige Maßnahmen wären zB: unabhängiger Polizeibeauftragter, als Ansprechperson für Bürger*innen und Polizist*innen; verpflichtende Schulungen; Kennzeichnungspflicht; standardisierte Befragung von Opfern nach möglichem Tätermotiv wie in UK; bundesweite Studie zu Einstellungsmustern.“

Mit anderen Worten: Opfer vermeintlich rassistischer Gewalt sollen in Zukunft – ähnlich wie bei #metoo – mit bloßen Anschuldigungen Polizistenkarrieren zerstören dürfen. Umgekehrt muss der „Bulle“ – wie beim kürzlich eingeführten Antidiskriminierungsgesetz – nachweisen, dass er nicht rassistisch gehandelt hat.

 

8Lang gibt ganz offen zu: „ja, ich bin ein Machtmensch“.

 

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Das Wort Machtmensch ist relativ unbeliebt. Ricarda Lang nennt sich aber selbst so. Warum? Weil: „Politische Macht zu beanspruchen heißt, die gesellschaftlichen Verhältnisse um sich herum gestalten zu wollen.“ Viele hatten das schon befürchtet.

Für Lang ist der Machtanspruch vor allem unter Frauen wichtig, denn: „Gerade Frauen wird aber oft abtrainiert, Macht zu beanspruchen“. Ob sie dabei an Dauerkanzlerin Merkel, Verteidigungsministerin AKK oder EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gedacht hat, verrät Ricarda Lang leider nicht.

Für sie steht jedenfalls fest: „Ja, ich will Macht.“

9Für Ricarda Lang ist der Zuzug von Erntehelfern das Gleiche wie die Aufnahme von Migranten.

 

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Was ist das auch bitte für ein Skandal? Die Bundesregierung lässt zigtausende Spargelstecher ins Land, will aber die Migration offiziell immer noch nicht grenzenlos erlauben. Für Ricarda Lang völlig unverständlich.

 

10Lang fordert mit dem Hashtag #WirhabenPlatz die Aufnahme von mehr Flüchtlingen, hat allerdings bisher selbst keinen Flüchtling bei sich zuhause einquartiert.

 

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 Grenzenlose Solidarität ist ihr Motto. „Wir haben Platz“, sagt sie. Mit „Wir“ meint sie natürlich nicht sich selbst oder die Grünen, sondern uns – also die Bürger. Die haben Platz zu haben.

Wer immer mehr Zuwanderung fordert, der fordert natürlich auch, dass diese Zuwanderung bezahlt und die negativen Folgen in Kauf genommen werden müssen. Wer das dann macht? Auch „Wir“. Logisch.

 

11Lang wird „schlecht“, wenn die AfD in Talkshows zu Hanau eingeladen wird und nennt die Alterative für Deutschland Verursacher „rassistischer Gewalt“.

 

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 Für den Fall, dass das jemand noch nicht mitbekommen hat: Der Attentäter von Hanau, Tobias Rathjen, war ein schwer gestörter Psychopath, der sogar eine Art Manifest verfasst hat. Darin kommt die AfD – der angebliche Stichwortgeber der Tat – genau gar kein Mal vor.

Komisch eigentlich, oder? Nicht wirklich. Auch die Behörden bestätigten, dass das Attentat von Hanau keinen politischen Hintergrund hat. Aber Ricarda Lang wird für ihre Anschuldigungen sicher gute Belege haben, das muss man ihr halt einfach mal so glauben.

 

12Nach der Wahl des FDP-Ministerpräsidenten Kemmerich in Thüringen spricht Ricarda Lang von einer FDP, die sich „von Faschisten“ wählen lässt und damit den „demokratischen Konsens“ aufkündigt.

 

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Die Wahl war für Lang „mehr als ein Dammbruch“. Dass bei einer geheimen demokratischen Wahl im Thüringer Landtag frei gewählte Abgeordnete eine Wahl treffen und der Gewählte die Wahl dann auch noch ganz normal annimmt, das ist wirklich unfassbar.

Da hat Merkel damals aber gut reagiert. Sie nannten den Vorgang „unverzeihlich“ und verlangte, die Wahl rückgängig zu machen. So wie das in einer Demokratie halt üblich ist.

 

13Lang findet, die „Grünen dürfen nicht auf Patriotismus setzen“ und versteht nicht, „warum die Grünen die Nationalflagge plötzlich toll finden sollen“.

Wie die Grünen Parteichefs Habeck und Baerbock auf die Idee gekommen sind, Wahlkampf mit patriotischen Untertönen zu machen, kann Lang nicht nachvollziehen. Aus gutem Grund, denn Patriotismus berge „immer die Gefahr, ausgrenzend zu wirken. Er bezieht sich auf die Nation, also einen Raum, der andere ausschließt.“

Langs Gegenmodell: „Mehr Europa, mehr Internationalismus, mehr Universalismus“.

 

14Lang fordert einen europäischen Bundesstaat, der den Nationalstaaten übergeordnet ist.

Im Grunde nur der logische Schluss aus der Ablehnung des Nationalen: Lang möchte lieber heute als morgen einen EU-Staat, in dem die schon jetzt kaum noch souveränen Unterstaaten nicht mehr in der Lage sein sollen, die Politik zu „blockieren“, die Lang gut findet.