1Sie kann unglaublich alt werden!

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Die älteste Eiche im deutschsprachigen Raum ist die sogenannte „1.000-jährige Eiche“ in Bad Blumau. Der Baum wird auf ein Alter von bis zu 2.000 Jahren geschätzt!

2Sie steht für Unsterblichkeit, Bodenständigkeit und Standhaftigkeit

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Ihr langsam gewachsenes, hartes Holz und ihr spätfallendes Laub macht sie seit Jahrtausenden zum Symbol für Bodenständigkeit und Standhaftigkeit. Bei den alten Germanen wurde sie dem Donnergott Donar gewidmet.

Im Christentum steht sie für das ewige Leben und manchmal auch für die Mutter Maria. Seit der Romantik ist sie außerdem ein Symbol der Treue. 

3Sie ist das deutsche Gegenstück zum Lorbeer!

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Der Lorbeerkranz ist ein antikes Siegeszeichen. In Deutschland wurde er vielerorts jedoch von einem Kranz aus Eichenlaub abgelöst. So werden beispielsweise Germania-Darstellungen – weibliche Personifizierungen von Deutschland – üblicherweise mit Eichenkranz dargestellt.

4Verbindungsstudenten stecken sich seit Jahrhunderten Eichenlaub an die Mützen!

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Seit rund 300 Jahren ist das Ritual des „Landesvaters“ in seiner heutigen Form nachgewiesen. Die Ursprünge müssen noch viel länger zurückreichen. Dabei wird feierlich die Mütze mit einer Klinge durchstochen.

Außerdem wird ein kleiner Zinnbecher Wein geleert, der Burscheneid erneuert und die Treue zum Vaterland bekannt. In das Mützenloch steckt man Eichenlaub und lässt die Mütze später flicken: Anstelle des Loches befindet sich dann eine Eichenlaubstickerei.

5Sie kann richtig groß werden!

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Selbst heute, da es in Europa nur noch wenige Urwälder gibt, finden sich riesige Eichen. Manche haben einen Stammumfang von über 15 Metern. Die höchste Eiche Europas befindet sich im mecklenburgischen Ivenack und ist 35 Meter groß!

6Ihre Wurzeln sind beeindruckend!

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Eine Eiche wurzelt üblicherweise genauso tief, wie sie hoch ist. Die 35 Meter hohe Eiche misst von der Krone zu den Wurzelspitzen also rund 70 Meter!

7Es gibt viele verschiedene Eichenarten!

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In Deutschland sind zahlreiche Eichenarten heimisch. Als „deutsche Eiche“ gilt aber gemeinhin die Stieleiche. Man findet sie vor allem in Auenlandschaften und Lebensmittelwerbungen.

8In fast ganz Europa ist die Eiche ansässig!

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Die Stieleiche fühlt sich vom Norden Schottlands bis weit hinter Moskau zu Hause. In Mittel- und Südspanien und dem Großteil Skandinaviens muss man ohne sie auskommen.

9Nur ein kleiner Teil unserer Wälder ist von der Eiche bevölkert!

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Gerade mal 10 % der deutschen Waldbäume sind Eichen. Damit gehört sie immerhin noch zu den vier häufigsten Arten: Buche (16 %), Kiefer (23 %) und Fichte (26 %).

10Die Eiche ist ein echter Spätzünder!

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Mit frühestens 20 Jahren wird sie geschlechtsreif und eichelt das erste Mal. Tendenziell kann sich das aber auch bis zum Alter von 40 Jahren hinauszögern.

11Eicheln dienten als Futter und Nahrung!

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„Auf den Eichen wächst der beste Schinken“, sagte man früher, als Schweinehirten ihre Tiere noch zur Eichelmast durch den Wald trieben. Aber auch Menschen verzehren Eicheln!

Sie können geröstet und gemahlen als Kaffee-Ersatz dienen. Man kann Eichelmehl zum Backen verwenden. Und die Koreaner stellen daraus eine Paste her, die als Delikatesse gilt. Nur der rohe Verzicht ist nicht zu empfehlen!

12Die Eiche ist einer der wertvollsten Bäume!

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Wenn ein Waldbauer eine Eiche pflanzt und sie gut gepflegt wird, kann sein Ur-Enkel sie ernten – und richtig Geld verdienen. Denn eine schön gewachsene Eiche kann für Parkett, hochwertige und robuste Möbel oder Furnier genutzt werden!

13Auch medizinisch ist sie nützlich!

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Alle Eichenbestandteile beinhalten Gerbstoffe. Diese können leicht giftig sein. Allerdings wird das auch zu medizinischen Zwecken genutzt: Sie wirkt blutungsstillend, entzündungshemmend, antibiotisch und kann als Umschlag oder Badezusatz verwendet werden.

14Für den feinsten Alkoholgenuss ist sie unverzichtbar!

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Weil Eichenholz zugleich atmungsaktiv und wasserundurchlässig ist, eignet es sich hervorragend für Fässer. Deshalb durfte Bier seit jeher in Eichenfässern reifen. Und auch manch guter Wein erhält seine besondere Note bis heute vom Eichenholz.