Mit welchen Bräuchen ihr eure Trauung begeht, hängt davon ab, ob ihr kirchlich heiratet und welcher Konfession ihr angehört. Aber hier findet ihr Bräuche rund um die darauffolgende Hochzeitsfeier!

1Kindsbaum

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Es ist eine bayerische Tradition, dass Freunde und Verwandte einen 5 bis 10 Meter hohen Stamm aufstellen. Daran werden Babyschuhe, Strampler und andere Kindersachen aufgehangen. Obendrauf kommt oft ein Storch. Damit wird dem Brautpaar reicher Kindersegen gewünscht!

2Spalier

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Wenn ihr nach der Trauung aus der Kirche kommt, werdet ihr mit dem Jubel eurer Freunde und Verwandten empfangen. Besonders schön ist es, wenn der Bräutigam ein Schützenbruder, Feuerwehrmann, Soldat oder Verbindungsstudent ist. Dann können seine Kameraden nämlich ein Spalier bilden!

3Baumsägen

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Während der Feier wird ein Baumstamm auf zwei Böcke gelegt. Das Brautpaar bekommt eine Schrotsäge, die nur zwei Menschen gemeinsam bedienen können. Nun darf die Hochzeitsgesellschaft beobachten, wie gut die beiden zusammenspielen und wie lange sie brauchen, um den Stamm durchzusägen!

4Brautverziehen

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Während der Feier wird die Braut entführt, ohne dass der Bräutigam das mitbekommt. Die Entführer gehen dann mit der Braut in eine Kneipe oder ziehen von einer Wirtschaft in die nächste. Der Bräutigam erhält Hinweise, um seine Braut zu finden und sollte sich besser beeilen – denn er muss die Zeche zahlen!

5Torteschneiden

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Das Paar schneidet die Hochzeitstorte gemeinsam an. Der Volksmund sagt, wer die Hand dabei oben hat, wird auch während der Ehe das Sagen haben!

Vielerorts füttert sich das Brautpaar auch symbolisch mit einem Stück Torte. Eine eher stillose, amerikanische Erfindung ist es, sich dann gegenseitig die Torte ins Gesicht zu drücken.

6Brot und Salz

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Es ist ein alter und weitverbreiteter Brauch, einem Hochzeitspaar Brot und Salz zu schenken. Diese wichtigsten Grundnahrungsmittel waren früher Symbole des himmlischen Segens.

Das geht auch auf Jesus zurück, der sich als das „Brot des Lebens“ und seine Jünger als das „Salz der Erde“ bezeichnete. Der gemeinsame Verzehr von Brot und Salz kann deshalb zur Bekräftigung eines Bundes, zum Beispiel einer Ehe, dienen.

7Hochzeitssuppe

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Je nach Gegend kann die Hochzeitssuppe sehr unterschiedlich sein. Ihre Zutaten haben aber oft symbolische Bedeutung und sollen beispielsweise Fruchtbarkeit verheißen. Nach einem alten Brauch isst das Brautpaar die Hochzeitssuppe gemeinsam vom selben Teller.

8Brautstraußwerfen

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Sollte jeder kennen! Die Braut wirft ihren Strauß blind nach hinten und die unverheirateten Damen versuchen, ihn zu fangen. Der Volksglaube sagt: Wer ihn fängt, wird als nächste heiraten!

9Brautwalzer

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Auf fast jeder Hochzeit gibt es einen Hochzeitstanz, auch wenn die klassischen Paartänze zunehmend von modernen Tänzen verdrängt werden. Im deutschen Kulturkreis wird traditionell ein Wiener Walzer getanzt – unter den klassischen Paartänzen ist das der schnellste und aufregendste!

10Elterntanz

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Nachdem das Brautpaar den Eröffnungstanz vollendet hat, kommt die Hochzeitsgesellschaft auf die Tanzfläche. Jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt kann die Braut mit ihrem Vater und der Bräutigam mit seiner Mutter tanzen. Bei der Gelegenheit sind schon manche Freudentränen geflossen!

11Schleiertanz

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Um Mitternacht wird das Braut- zum Ehepaar. Während es romantisch tanzt, stehlen die unverheirateten Damen den Brautschleier und reißen ihn in Stücke.

Jede versucht dann, einen Fetzen zu ergattern. Derjenigen mit dem größten Stück werden dann, wie beim Brautstraußwerfen, gute Chancen auf dem Hochzeitsmarkt nachgesagt!

12Über die Schwelle tragen

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Nach der Feier trägt der Bräutigam seine Braut über die Schwelle des gemeinsamen Heims, ohne dass sie den Türrahmen berührt. Traditionell sollte die Braut so vor bösen Geistern geschützt werden, die auf der Schwelle lauern und der Braut ihr Glück missgönnen.

13Morgengabe

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Am Morgen nach der Hochzeitsnacht macht der Gatte seiner Frau ein Geschenk. Das ist traditionell etwas Wertvolles und kann beispielsweise eine Kette oder anderer Schmuck sein.

Im Gegensatz zu Widerlage und Mitgift, die der Haushaltsgründung und der Witwenabsicherung dienten, ist die Morgengabe ein ganz persönliches Geschenk an die Frau.