Heute schon manipuliert worden? Kann dir doch nicht passieren, oder? Wetten, doch? Wir verraten dir, wie die Medien dich beeinflussen – jeden einzelnen Tag.

 

1Manipulation durch Ablenkung

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Prominews, Castingshows, Seifenopern, Superhelden: Stell dir vor, die Menschen würden nur einen Bruchteil der Zeit, die sie mit diesen Dingen verbringen, darauf verwenden, sich um Wissenschaft, Wirtschaft, Geschichte, Psychologie, Philosophie oder politische und gesellschaftliche Hintergründe Gedanken zu machen.

Durch mediales Dauerfeuer mit irrelevanten Informationen sollst du von wesentlichen Fragen und Veränderungen, die dich direkt betreffen, abgelenkt werden.

 

2Manipulation durch Framing

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Personen, Gruppen, Ereignisse, Initiativen – Medien verpassen so gut wie allem, worüber sie berichten, den gewünschten Rahmen (Frame). So werden illegale Zuwanderer zu „Flüchtlingen“, gewalttätige Linksextremisten zu „Aktivisten“, Islam-Kritiker zu „Nazis in Nadelstreifen“ und die Rundfunkgebühr zur „Demokratieabgabe“, wie es in einem Framing-Handbuch der ARD heißt.

Achte auf Framing! Es ist das Setzen von Deutungsrahmen über die Sprache und begegnet dir einfach überall.

 

3Manipulation durch Wiederholung

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In der Werbepsychologie ist es altbekannt: Die einfachste Möglichkeit, etwas längerfristig im Gedächtnis festzuhalten, ist die Wiederholung.

Dasselbe gilt für Frames. Die Autorin des ARD-Framing-Handbuchs schreibt: „Nur durch die ständige Wiederholung neuer sprachlicher Muster über längere Zeit hinweg ist es möglich, den neuen Frames kognitiv Geltung zu verschaffen und sie damit zu einer realistischen Wahrnehmungsalternative werden zu lassen.“

 

4Manipulation durch Selektion

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Nicht nur wie berichtet wird, kann dich manipulieren. Genauso wichtig ist auch die Frage, worüber eigentlich berichtet wird. Getreu dem Motto „was du nicht weißt, macht dich nicht heiß“, landen viele der spannendsten Storys erst gar nicht in der täglichen Berichterstattung, wenn sie nicht ins linksgrüne Weltbild passen.

 

5Der Kult des guten Beispiels

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Die andere Seite der Selektion: „Flüchtlinge“, die gefundene Brieftaschen an ihre Besitzer zurückgeben oder Schulklassen, die CO2-freundlich auf Klassenfahrt gehen – verlass dich drauf: Die Medien ziehen jede noch so banale Geschichte groß auf, wenn sie das eigene Weltbild bestätigen und dazu taugen, dein eigenes auf die gewünschte Weise zu prägen.

 

6Manipulation durch emotionale Erpressung

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Die meisten Migranten, die 2015 illegal nach Deutschland kamen, waren junge Männer. Die Medien zeigten aber oft vor allem Familien, Frauen und Kinder. Indem man auf deine Tränendrüsen drückt und tragische Einzelschickale statt das Gesamtbild zeigt, soll dein Verstand einen Kurzschluss bekommen. Anstatt sachlich Ursachen und Risiken zu hinterfragen, sollst du dich vom Mitleid tragen lassen.

 

7Manipulation durch Wahrheitsdosierung

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Außerhalb von waschechten totalitären Systemen werden unbequeme Wahrheiten so gut wie nie gänzlich unter den Teppich gekehrt. Wirksamer ist deren – spärliche – Anerkennung! Daher behandeln etablierte Medien auch Tabuthemen bisweilen durchaus mal kritisch.

Solche Berichte muss man in der Masse an Propaganda zwar mit der Lupe suchen. Technisch betrachtet können die Verantwortlichen danach aber dennoch wahrheitsgemäß sagen: „Bei uns wird nichts unterdrückt.“

 

8Manipulation durch Diffamierung

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Der Mensch ist ein soziales Wesen und will ‚dazugehören‘. Deshalb werden ungewollte Stimmen systematisch medial lächerlich gemacht, diffamiert oder auch kriminalisiert. Wer will das schon über sich ergehen lassen?

 

9Manipulation durch Hexenjagden

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Selbst vom Establishment jahrelang akzeptierte Personen fallen im Nullkommanix in Ungnade und gelten plötzlich als rechte Wirrköpfe, wenn sie anfangen, ungefällige Meinungen öffentlich zu vertreten. Beispiele sind die Ex-NDR-Moderatorin Eva Hermann, der Berliner SPD-Politiker Thilo Sarrazin und Wirtschaftsprofessor Max Otte. Die öffentliche Erklärung zur Unperson markiert für andere Promis, wo die Grenzen des Sagbaren liegen.

 

10Manipulation durch Agenda-Setting

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Über die Themenauswahl beeinflussen Medien, womit sich die Gesellschaft befasst – das gilt auch für dich. Kaum jemand hätte früher einmal geglaubt, das deutsche Bildungssystem müsse reformiert – sprich zerlegt – oder das Klima „gerettet“ werden.

Erst durch pausenloses Dauerfeuer durch die Medien landen eben noch unbekannte Themen und scheinbare Probleme auf dem Radar der Allgemeinheit. Natürlich stets mit dem gewünschten Frame. Und plötzlich glaubt jeder Laie zu wissen, „dass man dagegen was tun muss!“.

 

11Manipulation durch politische Korrektheit

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Indem man zugespitzte, aber eben auch realitätsbeschreibende Begriffe wie z. B. Lügenpresse und Asylindustrie zu Unwörtern erklärt, wird die Wahrheit zensiert. Indem man alte Bücher und Disney-Filme von „rassistischen“ und „sexistischen“ Inhalten bereinigt, verfälscht man die Vergangenheit. Indem man statt von „Schülern“ von „Schülerinnen und Schülern“ spricht, wird Ideologie manifestiert – von der Sprache direkt in den Kopf.

Ludwig Wittgenstein sagte: „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.“ Politische Korrektheit ist ein Frontalangriff auf dein Recht auf freie Rede – die Grundlage für jede Demokratie!

 

12Manipulation durch Setzen von Vorbildern

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Als in Brasiliens ländlichen Regionen die Geburtenrate sank, hatten Forscher nach ausgiebigen Untersuchungen nur eine Erklärung: Telenovelas! Seitdem Sendungen mit erfolgreichen – und kinderlosen – Großstadtmädels über die Bildröhren flackerten, bekamen Frauen dort auch im echten Leben immer weniger Kinder – sie wollten so sein wie ihre fiktiven Vorbilder.

Keine Frage: Wenn heute mehr Menschen an Geschlechterverwirrung leiden als vor zehn Jahren, dann haben Conchita Wurst, Netflix und Sendungen wie Germany’s Next Topmodel daran keinen unerheblichen Anteil.