1Deutsche sind oft arm

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18,7 Prozent der deutschen Bevölkerung war 2018 von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Weitere 16 Prozent waren armutsgefährdet. Insgesamt sind das 28,3‬ Millionen Menschen!

2Deutsche haben kaum Vermögen

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Kein Witz: Ein Italiener hat im Mittel 34.740 Euro Vermögen, ein Deutscher hingegen nur 16.801 Euro. Darauf kommt man, wenn man den aussagekräftigen Median ermittelt.

Im Gegensatz zum Durchschnittswert schmeißt der nicht alle Vermögen, vom kleinsten bis zum größten, einfach zusammen und teilt die Summe dann durch die Anzahl. Nein, der Median reiht die Vermögen aller Bürger von niedrig nach hoch und schaut, wie viel der in der Mitte hat!

Und siehe da: 2018 hatte exakt die Hälfte der Deutschen weniger als 16.801 Euro. Und wir sollen den Wiederaufbau der EU finanzieren?

3Deutschlands Kinder sind oft arm

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1,5 Millionen Kinder waren 2019 in Deutschland von Hartz IV betroffen. Als arm gelten aber sogar 2,7 Millionen Kinder! Jeder fünfte unter 18-Jährige ist von Armut bedroht. Das bedeutet: kein Urlaub, keine Reisen, keine Kultur.

Tragisch: Meistens schaffen Kinder aus sozial schwachen Familien den sozialen Aufstieg nicht.

4Viele Deutsche haben mies bezahlte Jobs

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Sollte man stets mitdenken, wenn es wieder heißt, wie niedrig die Arbeitslosigkeit sei: Etwa acht Millionen Menschen in Deutschland verdienen weniger als 10,80 Euro brutto pro Stunde – jeder vierte Beschäftigte oder rund acht Millionen Personen. Deutschland hat somit den größten Niedriglohnsektor Westeuropas.

5Deutsche müssen mehreren Jobs nachgehen

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Konsequenz des boomenden Niedriglohnsektors: 2019 gab es in Deutschland 3,5 Millionen Erwerbstätige mit mehr als einem Job. Seit 2003 hat sich die Anzahl der sogenannten Multijobber mehr als verdoppelt.

6Arbeitslosigkeit ist oft dauerhaft

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Rund 30 Prozent aller Arbeitslosen sind ein Jahr oder länger arbeitslos. Je länger man arbeitslos ist, desto unwahrscheinlicher wird es, wieder den Anschluss an das Berufsleben zu finden.

7Deutsche sind verschuldet

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2019 waren 10 Prozent der Privatpersonen in Deutschland überschuldet. Das heißt, bei 6,9 Millionen Bürgern überstiegen die Ausgaben regelmäßig ihre Einnahmen. Vor allem die Zahl verschuldeter Rentner über 70 wächst rasant: von 2018 auf 2019 um 45 Prozent.

8Immer mehr Senioren sind arm

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3,2 Millionen Rentner und Pensionäre waren 2017 armutsgefährdet. Sie verfügten als Alleinstehende also nur über ein Einkommen von bis zu 13.628 Euro. Seit 2010 ist die Anzahl um mehr als 33 Prozent regelrecht explodiert.

Übrigens nehmen dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zufolge rund 60 Prozent der Anspruchsberechtigten Grundsicherung im Alter nicht in Anspruch – oft aus Scham.

9In Deutschland steigt die Zahl der Wohnungslosen

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Im Laufe des Jahres 2018 waren insgesamt circa 678.000 Menschen ohne Wohnung – bei 441.000 Personen soll es sich um Zuwanderer gehandelt haben.

10Deutsche Sparer zahlen für Euro-Rettung

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70 Milliarden Euro: So viel Wert soll laut ifo-Institut die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank im Zuge der Euro-Krise in Deutschland vernichten – jedes Jahr. Dabei sind gerade die Deutschen für diszipliniertes Sparen bekannt.

11Deutsche haben kaum Immobilien

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Laut der Statistikbehörde Eurostat leben rund sieben von zehn EU-Bürger in den eigenen vier Wänden. Die Top 5-Staaten bilden in aufsteigender Reihenfolge: Ungarn, Litauen, Slowakei, Kroatien und Rumänien. 96,8 Prozent der rumänischen Bevölkerung leben in ihrer eigenen Immobilie!

Und Deutschland? Bildet mit 42 Prozent den vorletzten Platz der EU-Staaten.