Viele von uns haben demente Großeltern. Mit ihnen umzugehen kann oft anstrengend oder lästig sein und wir haben so viele andere Dinge zu tun. Aber eigentlich kostet es uns nicht viel, ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Außerdem wirst du dabei mehr Spaß haben, als du jetzt vielleicht noch denkst. Wir nennen dir 10 Wege, um ihnen eine Freude zu machen!

 

1Ruf sie an!

Dobrila Vignjevic – iStock

Natürlich kann das manchmal anstrengend sein. Aber schon mit einem kurzen Gespräch machst du ihnen eine Freude. Selbst wenn es nur einmal in der Woche für fünf Minuten ist, tust du etwas gegen ihre Einsamkeit.

2Schick ihnen eine Postkarte!

kali9 – iStock

Vielleicht vergessen sie recht schnell wieder, wo du im Urlaub gewesen bist. Aber mit solchen Karten fühlen sie sich nicht wie auf dem Abstellgleis. Und du aktivierst ihren Geist, wenn sie über dich, über die große weite Welt und vielleicht sogar eigene Reisen nachdenken. Manchmal wundert man sich auch, wie viel dann doch noch im Gedächtnis bleibt!

 

3Stell ihnen Fragen!

Halfpoint – iStock

Viele Demente freuen sich, wenn sie etwas erzählen können. Aber natürlich musst du dazu die richtigen Fragen stellen. Es bringt nichts, etwas zu fragen, worauf sie keine Antwort wissen. Das strengt sie nur an und lässt sie verzweifeln. Und auch an sensible Themen wie den Krieg sollte man sich höchstens langsam herantasten. Welche Fragen du stellen kannst, merkst du schon mit der Zeit und wirst mit etwas Glück noch einige besondere Erinnerungen zu Tage fördern können!

4Pack die guten alten Brettspiele aus!

shironosov – iStock

Auch bei stark dementen Menschen wundert man sich oft, wie gut sie noch mit Spielen zurechtkommen. Manch dementer Opa ist in Mühle unschlagbar und kann beim Schach mehr Züge im Voraus denken als in jedem alltäglichen Gespräch. Für manche sind es auch Spiele wie Mensch, ärgere dich nicht oder Gaigel. Es kann wirklich alles sein! Finde heraus, was deine Großeltern ihr Leben lang gerne gespielt haben und probiers aus!

5Singe mit ihnen!

Highwaystarz-Photography – iStock

Im Gegensatz zu unserer Generation kennen unsere Großeltern noch Volks- und Kirchenlieder. Sie haben die Melodien und Texte verinnerlicht und kriegen ganz strahlende Augen, wenn sie singen. Besonders ein altes Kinderliederbuch ist ein guter Anfang. Kinderlieder gehen nämlich als letzte verloren und manche kennst du sicher auch. Bringe also in Erfahrung, was sie früher gerne gesungen haben und lege los!

6Schau dir mit ihnen alte Fotoalben an!

EllenaZ- iStock

Natürlich hängt das davon ab, wie weit die Demenz fortgeschritten ist, oftmals auch von der Tagesform oder einfach vom Augenlicht. Aber es kann gut sein, dass sie noch mehr über die Fotos wissen als erwartet. Vielleicht schwelgen sie in Erinnerungen an die Vermählung, die Flitterwochen, die Taufen ihrer Kinder oder die Silberhochzeit. Auch wenn das Kurzzeitgedächtnis streikt, kann das Langzeitgedächtnis hier oft noch glänzen!

7Mach ihnen ihr Lieblingsessen!

A_Lein – iStock

Mit einer fortgeschrittenen Demenz funktioniert vieles nicht mehr. Autofahren ist unmöglich geworden, seit das Neubaugebiet gebaut wurde ist der Weg zum See nicht mehr zu finden und der Einkauf geht auch oft schief. Aber Essen, das ist etwas ganz Unmittelbares, bei dem sich Demente so richtig an ihren Sinnen erfreuen können. Das Geschmacks- und Geruchsgedächtnis ist obendrein oft noch viel stärker als das visuelle.

Wenn es irgendwie noch geht, schaffst du es vielleicht sogar, deine Oma noch beim Kochen einzuspannen. Sie kann Kartoffeln schälen oder Kohlrabi schnipseln. Aber dazu musst du natürlich ausprobieren, was möglich ist.

8Unternimm etwas mit ihnen!

Halfpoint – iStock

Für Demente ist es besonders wichtig, dass sie auch mal aus dem Haus rauskommen. Spazieren gehen, jemanden besuchen, in einem Café sitzen, ein Eis essen… Es gibt so viele Dinge, die du mit ihnen unternehmen kannst und durch die sie sich wieder richtig lebendig und normal fühlen!

9Sei geduldig!

KatarzynaBialasiewicz – iStock

Egal was du tust: Geduld ist immer das wichtigste! Es kann sehr anstrengend sein, wenn sich dieselben Fragen immer wiederholen. Oder wenn mal etwas ganz Dummes gemacht wird, weshalb du jetzt putzen, zum Laden oder zur Bank gehen musst, um etwas richtigzustellen. Aber Demente machen das nicht absichtlich und fühlen sich in einer solchen Situation schon unwohl genug.

Besonders solltest du stets darauf achten, sie nicht wie Kinder zu behandeln. Auch wenn sie das meiste nicht mehr richtig auf die Reihe kriegen: Das merken sie und fühlen sich gedemütigt. Also nimm dir Zeit, bleibe ruhig und sei geduldig mit deinen Großeltern!