1Chris Pratt

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Jurassic World-Star Pratt überraschte 2018 ganz Hollywood, als er den MTV Generation Award annahm und jungen Leute nahelegte, zu beten.

„Gott ist real“, sagte er. „Gott liebt euch und er will für euch das Beste. Glaubt daran. Ich tue das.“

Bevor der Guardian of the Galaxy zum Schluss seiner Rede kam, zerschmetterte er noch kurz den Be-Yourself-Zeitgeist, indem er seinen Fans klar machte: „Leute werden zu euch sagen, ihr wäret perfekt, so wie ihr seid. Das seid ihr aber nicht. Ihr seid nicht perfekt.“

Wer das akzeptiere, habe „Anstand“ und „wie die Freiheit, die wir in diesem Land genießen, wurde für diesen Anstand mit jemand anderes Blut bezahlt“.

 

2Ricky Gervais

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Wenn er Preisverleihungen moderiert, müssen sich Hollywood-Heuchler warm anziehen. „Wenn ihr eine Auszeichnung gewinnt, nutzt das nicht als Plattform für eine politische Rede“, warnte Gervais die Film-Schickeria bei den Golden Globe Awards 2020.

„Ihr habt kein Recht, die Öffentlichkeit über irgendetwas zu belehren. Ihr wisst nichts über die echte Welt. Die meisten von euch gingen kürzer zur Schule als Greta Thunberg. Also, falls ihr gewinnt, kommt rauf, nehmt eure kleine Auszeichnung in Empfang, dankt euren Agenten und eurem Gott und verpisst euch.“

Schneeflöckchen kriegen in seinen Stand-Up-Programmen regelmäßig ihr Fett weg. Wer seine zünftigen Tweets als persönlichen Angriff werte, was Linke ständig tun, benehme sich wie jemand, der im Stadtzentrum einen Aushang für Gitarrenunterricht sieht und plötzlich anfängt zu brüllen: „Gitarrenunterricht? Aber ich will nicht Gitarre lernen, verdammt!“

 

3Jerry Seinfeld

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In den 1990er Jahren war er Macher und Star der unkonventionellen und megaerfolgreichen Sitcom seines Namens: Seinfeld. Heute scheut der New Yorker Auftritte in US-Universitäten – zu politisch korrekt!

„Sie wollen einfach nur diese Begriffe benutzen“, sagte er 2015. „Das ist rassistisch. Das ist sexistisch. Das ist ein Vorurteil. Dabei haben sie verdammt nochmal keine Ahnung, wovon sie reden.“

So hat Jerry mehr Zeit für seine Netflix-Doku, in der mit anderen Komikern Kaffee trinkt. Jeden holt er mit einem anderen Kult-Auto aus seinem gigantischen Privat-Fuhrpark ab. Wunderbar, wie er in der allerersten Folge Tesla-Fahrer Jim Carrey in einem 1976er Lamborghini mit 370 PS erklärt: „Ich mag Verbrennungsmotoren.“

 

4Clint Eastwood

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Auch im Alter von 90 Jahren ist Eastwood ein Raubein unter Weicheiern, für den wir in einer „Pussy-Generation“ leben. In seinen Filmrollen tritt der Republikaner dem immer linker werdenden Zeitgeist schon seit fünf Jahrzehnten in den Hintern.

Und je älter er wird, desto öfter setzt er am liebsten einer Gruppe filmische Denkmäler, an die sonst kaum einer denkt: weißen Normalos. Zuletzt in Der Fall Richard Jewell.

 

5Craig S. Zahler

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Vielleicht der nächste Eastwood? Dieser Nachwuchsregisseur macht seit Jahren mit einem sensationellen Film nach dem anderen von sich reden. Allen gemein: äußerste Brutalität und null Rücksicht auf linke Hollywood-Konventionen.

Zuletzt ließ Zahler, der aussieht wie ein texanischer Waffenshop-Besitzer, in Dragged across concrete Mel Gibson einen gewalttätigen Polizisten verkörpern, für den die Zuschauer Verständnis entwickeln.

Den Handlungsstrang einer Mutter, die daran zerbricht, ihren Säugling nicht betreuen zu können, weil sie Geld verdienen muss, vergisst man auch nicht so schnell – denn solche Figuren sieht man ja sonst nie in Filmen.

 

6James Woods

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Die Hollywood-Legende unterstützte 2016 erst den rechten Präsidentschaftskandidaten Ted Cruz und später Donald Trump.

Daraufhin sei er von Hollywood auf die schwarze Liste gesetzt worden, sagt er. Zu seiner Meinung zu stehen, sei ihm aber wichtiger – außerdem habe er in den 80ern Aktien von Apple gekauft.

 

7Arnold Schwarzenegger

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Eigentlich klar, dass der siebenfache Mr. Universum, Hollywood-Megastar und republikanische Gouverneur von Kalifornien kein Linker ist. Schließlich hat er sich seinen Erfolg schwer erarbeitet.

Auch, wenn er sein Markenzeichen, der Hummer, inzwischen angeblich elektrischen angetrieben wird und er kein Fan von Donald Trump ist – Arnie würde sich nie jedem neuen Trend anbiedern, der aus der linken Ecke kommt.

Seine Ansprache zum US-Unabhängigkeitstag macht klar: Dieser Mann liebt Amerika wirklich über alles.

 

8Mel Gibson

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Der Australier hat acht Kinder und ist so erzkatholisch, dass er sogar das Zweite Vatikanische Konzil, mit dem die Kirche traditionellen Dogmen ablegte, ablehnt.

Sein Oscar-Hit Braveheart feiert den menschlichen Willen, frei zu sein, und seine Verfilmung der Kreuzigung, Die Passion Christi, ist der erfolgreichste Bibelfilm aller Zeiten. Noch Fragen?

 

9Bruce Willis

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Die Actionfilm-Ikone war Gastredner beim Nationalkonvent der Republikaner im Jahr 2000, unterstützte den Sturz von Saddam Hussein im Jahr 2003 und drei Jahre später Israel im Krieg gegen den Libanon.

Und wer hätte es gedacht: Ein Verfechter des Rechts auf Waffenbesitz ist der Stirb Langsam-Star Willis auch.

 

10Matthew McConaughey

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Na schön, wir wissen nicht wirklich, wie der Frauenschwarm politisch tickt. Aber auf die Wahl von Donald Trump angesprochen, hat er 2017 gesagt: „Es ist an der Zeit diese Tatsache zu akzeptieren und in den nächsten vier Jahren konstruktiv mit ihm umzugehen.“

Da andere Hollywood-Stars sich ständig dabei profilieren, Trump schlechtzumachen und seine öffentlichen Unterstützer in Hollywood Berufsverbote riskieren, kommt diese nüchterne Aussage schon fast einer Gutheißung gleich.