Du hast nicht ernsthaft gedacht, du könntest im 21. Jahrhundert in Ruhe zocken, ohne dass sich jemand diskriminiert fühlt, oder?

1Are you a boy or a girl?

Pokémon Black and White / Grafiker – FlinkFeed

Schon mal darüber nachgedacht, wie Inter- und Transsexuelle sich fühlen, wenn sie eine Pokémon-Edition starten und sofort zu Beginn des Spiels gefragt werden, welchem Geschlecht sie sich zuordnen? Natürlich nicht, wäre ja auch absolut lächerlich.

Dennoch findet man im Internet haufenweise linke LGBTQ-Schneeflocken, die eine Debatte darüber vom Zaun brechen wollen. Interessiert bloß niemanden.

2Das „rassistische Blackface-Pokemon“


Wenn du das „Bist du ein Junge oder ein Mädchen“-Gejammer schon dumm fandest, dann kennst du die Debatte um das Pokémon Rossana (im engl. Jynx) noch nicht!

Auf den ersten Blick handelt es sich um ein harmloses, menschlich wirkendes Wesen – auf den zweiten will die afro-amerikanische „Kulturkritikerin“ Carole Boston Weatherford darin eine rassistische Karikatur Schwarzer erkannt haben!

Die ganze Spinnerei führte schließlich dazu, dass man sich beim Pokémon-Produzenten Game Freak dazu entschloss, Rossanas Gesicht fortan violett statt schwarz zu machen.

Dumm nur, dass laut vieler Fan-Theorien die Inspiration für den Videospielcharakter aus dem japanischen Noh-Theater zu kommen scheint – dort werden nämlich die Berghexen Yama-uba mit schwarzen Gesichtern dargestellt!

3Problemprinzessinnen

 

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Egal ob Zelda oder Peach – Prinzessinnen vor dunklen Fürsten oder gewaltbereiten Affen zu retten, gehört zum Standard-Repertoire klassischer Videospiele. Für Linke und Feministinnen ist das ein großer Aufreger. Und zwar ein so großer, dass man in Internetshops sogar schon T-Shirts mit dem Aufdruck „We’ll save ourselves, thank you“ unter den beiden virtuellen Prinzessinnen findet.

Dabei ist das Retten von Prinzessinnen aus Notlagen nicht nur eine feine Angelegenheit für beide Seiten, sondern auch seit langem Bestandteil unserer Kultur. Schöne, klassische Märchen wie Dornröschen oder Rapunzel dürfte es nach dieser Logik auch nicht geben.

4Hadouken!

Street Fighter II – Grafiker – FlinkFeed

So lautet der Schlachtruf des japanischen Charakters Ryu in der Beat-‚em-up-Videospielreihe Street Fighter. Neben dem japanischen Karatekämpfer kann der Spieler wahlweise auch einen thailändischen Diktator, einen halbnackten indischen Tempelkrieger mit Yoga-Kampftechniken, einen amerikanischen Rambo-Verschnitt oder einen russischen Wrestler in Sowjetfarben als Protagonisten wählen.

Als wäre das noch nicht genug Trigger-Potential für linke Rassismus-Schreier, gibt es in dem Spiel auch noch zwei „evil“-Versionen von Charakteren – beide haben eine geringfügig dunklere Haut.

Oh, und Feministinnen hassen das Spiel auch: Als einzige Frau im Spiel hat die Chinesin Chun-Li einen kürzeren Lebensbalken als ihre männlichen Konkurrenten! Fest steht aber: egal wie viele linke Tränen fließen, Street Fighter ist und bleibt Kult.

5Duke Nukem „extrem schädlich“ Forever

Duke Nukem Forever – Via Steam

Der Duke ist schon von Haus aus der Albtraum für Linke und Feministinnen: weiß, männlich, kräftig und vollgepackt mit Schusswaffen, kämpft er gegen außerirdische Eindringlinge.

In den 90er-Jahren war so ein Konzept noch unproblematisch, als im Juni 2011 aber als der aktuellste Teil der Reihe erschien, entfachte er sofort eine große Sexismusdebatte: der US-amerikanischer Fernsehsender FOX schaltete sich ein, genauso wie die Vizepräsidentin des Women’s Media Center, die das Frauenbild des Spiels als „extrem schädlich, besonders für junge Frauen“ bezeichnete.

Und ok: Dass man in dem Spiel Frauen auf den Hintern schlagen und Zwillingen in Schuluniform beim Oralsex zuschauen kann, ist zugegebenermaßen nicht die feine englische Art. Aber dafür ist das Spiel auch nur für Erwachsene freigegeben.

6The Witcher: Feministischer Hexensabbat

The Witcher® 3: Wild Hunt – Via Steam

Millionen Fans freuten sich 2015 über die Fortsetzung des Open-World-Rollenspiels The Witcher, das auf den von slawischer Mythologie inspirierten Fantasy-Romanen der Geralt-Saga von Andrzej Sapkowski basiert.

Kurz nach der Veröffentlichung von Witcher 3 fühlten sich aber hysterische Feministinnen weltweit dazu berufen, sich über die Darstellung weiblicher Sexualität in dem Spiel aufzuregen. Die Produzenten des Spiels hätten Sexszenen mit weiblichen Nichtspielercharakteren als Belohnungen eingebaut und würden damit weibliche Sexualität objektifizieren, so die Anklage.

Das einzige, was einige noch schlimmer finden, ist die „traditionalistisch-eurozentrische“ Spielwelt in The Witcher 3. Es gibt überhaupt keine Nicht-Weißen oder Transpersonen!

7Lass dich von Zombies fressen, wenn sie schwarz sind!

Resident Evil™ 5 Biohazard 5® – Via Steam

Als der Trailer zum fünften Teil der Survival-Horror-Serie Resident Evil im Juli 2007 auf der EA-Expo im kalifornischen Santa Monica erschien, waren sich Fans und Videospielkritiker einig in ihrer Vorfreude auf den Zombie-Klassiker. Dieses Mal sollte die Reihe in Afrika spielen. Aber schon bald sorgte die knapp 3-minütige Vorschau für eine Welle der Empörung.

Sie zeigte nämlich den weißen Protagonisten Chris Redfield bei einem Gang durch ein afrikanisches Dorf. Die Menschen sitzen lethargisch auf der Straße und starren in die Leere, die Häuser sind heruntergekommen und hinterlassen einen beklemmenden Eindruck. Bald darauf muss sich Redfield schon durch eine Horde afrikanischer Untoter kämpfen. Und da lag für Social Justice Warriors das Problem:

Das Spiel zeige Afrikaner als wilde Monster und bediene so rassistische Stereotype. Umso schlimmer wäre das Ganze, weil der Trailer zeigen würde, wie ein Weißer eine Gruppe Schwarzer erschießt.

Klar, ist ja nicht so, als handele es sich dabei in erster Linie um aggressive Zombies, die ihn auffressen wollen. Sollte sich Redfield etwa politisch korrekt von den Untoten fressen lassen?

8Linker Ärger für die Tonne

In dem dystopischen Action-RPG Deus Ex: Human Revolution deckt der Protagonist Adam Jensen eine weltweite Verschwörung von Politik und Wirtschaft auf, die es sich zum Ziel gemacht hat, die Bevölkerung der Erde mit Biotechnologie und Cyborg-Körpermodifikationen noch besser zu kontrollieren, als es ohnehin schon der Fall ist.

Auf seiner Suche nach der Wahrheit trifft er unter anderem auf die afro-amerikanische Informantin Letitia, die gerade dabei ist Mülltonnen zu durchwühlen und ihm ein freundliches „Well sheeeeeyit“ in feinstem afro-amerikanischen Slang entgegenschleudert.

Wahrscheinlich ahnt ihr es schon: Diese harmlose Szene sorgte für viel Trubel in linksgerichteten Medien. Die Darstellung wäre rassistisch und würde Afro-Amerikaner als „Müll der Gesellschaft“ darstellen.

Was für Komplexe muss man eigentlich haben, um so etwas in die sympathisch dargestellte Letitia hineinzuinterpretieren?

Mal ganz abgesehen davon, dass ihr Auftreten als Obdachlose ihre wahre Arbeit als Informantin erleichtert, ist Müllsammeln immer noch eine wesentlich anständigere Arbeit, als sich rund um die Uhr über vermeintlichen Rassismus in Videospielen aufzuregen.

9Slut shaming in Skyrim?

Mindestens hunderte Stunden in den frostigen Höhen Himmelsrands verbracht, unzählige Drachen oder untote Draugr-Fürsten geschlachtet und entweder den nordisch-rebellischen Sturmmänteln oder der imperialen Kaiserlichen Legion im Krieg beigestanden zu haben, gehört seit der Veröffentlichung von The Elder Scrolls V: Skyrim für viele Gamer einfach dazu.

Dass in einer mittelalterlichen Welt voller Drachen, Untoter und Eistrolle, die sich auch noch mitten im Bürgerkrieg befindet, ein etwas ruppigerer Tonfall als in „critical whiteness“-Seminaren herrscht, sollte jedem klar sein. Ausgerechnet aber eine ganz gewaltlose Quest erregte die zart besaiteten Gemüter der Feministinnen:

In einer Kneipe der Hafenstadt Rifton trifft man auf die Kneipenwirtin Haelga, deren Angestellte Svana darüber klagt, dass die „Schweine, die Haelga Kunden nennt“, sie begrapschen und ihr gegenüber anzügliche Kommentare machen.

Die anständige Svana zeigt sich empört darüber, dass ihre unzüchtige Arbeitgeberin allein im letzten Monat mit drei Männern geschlafen hat.

Die Aufgabe des Drachenbluts ist es nun, beweise dafür zu finden und Haelga mit ihrem gefährlichen und moralisch falschem Verhalten zu konfrontieren. Für viele wütende Online-Feministinnen war diese kleine Schnitzeljagd Grund genug für einen Aufschrei, Skyrim würde „Sexarbeiter*innen“ verächtlich machen.

10Mutterschutz = böser Sexismus!

Harvest Moon 3 (GBC)

Okay, dieses Beispiel ist wirklich bescheuert. Die Farming-Simulation Harvest Moon ist ein echter Klassiker seines Genres. In bislang 24 Editionen kann der Spieler seine eigene Landwirtschaft voranbringen, Pflanzen und Tiere züchten und sogar eine eigene Familie gründen.

Wählte man im Gameboy-Color-Spiel Harvest Moon 3 aber eine Frau als Protagonistin, hatte das entscheidende Auswirkungen auf den Spielverlauf:

Die Ausdauer war geringer als die des männlichen Charakters. Da kreischten schon die ersten Feministinnen auf. Aber es kommt noch dicker:

Wenn der männliche Charakter eine Familie gründet, geht das Spiel einfach weiter und man zieht zwei Kinder groß. Wenn aber der weibliche Charakter eine Familie gründet, endet das Spiel für die Mutter, schließlich muss sie sich jetzt voll und ganz auf das Erziehen ihrer Kinder konzentrieren. „Mutterschutz“, wenn man so will.

Feministinnen flippten völlig aus, weil dieses vorzeitige Spielende die Unvereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf propagieren würde. Stattdessen forderten sie, die Kinder in die Kita zu geben, damit die Frau sich bei der Feldarbeit selbstverwirklichen kann.