Wir zerstören dann mal eben schnell die beliebtesten Feminismus-Mythen:

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Klingt irgendwie nach Sündenbock und Verschwörungstheorie – und das ist es auch. Wenn Feministinnen sich etwas nicht erklären können, dann sind halt Männer schuld. Die müssen dafür gar nichts tun, ihre pure Existenz reicht aus.

Fakt ist: Es existiert keine geheime Verschwörung unter Männern. Männer versuchen nicht, Frauen zu unterdrücken, aus Jobs zu drängen, ans Bett zu fesseln oder in die Küche zu sperren.

Wenn selbstbestimmte Frauen Feinde haben, dann ganz sicher nicht westliche Männer, sondern unterdrückerische Religionen und radikale Feministinnen. Beide wollen Frauen vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben.

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Laut Gender-Theorie sind Mann und Frau nur Konstrukte – eigentlich gäbe es noch viel mehr Geschlechter, die uns von der Gesellschaft bloß jahrhundertelang vorenthalten wurden.

Die Botschaft dabei ist nicht selten: Hör auf Mann oder Frau zu sein und such dir was Neues aus. Mit Feminismus hat das nichts mehr zu tun. Im Gegenteil. Denn auch das Frau-Sein wird dadurch völlig negiert.

Alle Menschen gesetzlich gleich zu behandeln, ist richtig und im Sinne des Grundgesetzes. An der menschlichen Biologie ändert das trotzdem nichts. Menschen sind eine „dimorphe Spezies“, in der es nur zwei Geschlechter gibt. Unser biologisches Geschlecht steht von Geburt an fest und bleibt uns ein Leben lang erhalten – unabhängig davon, was man sich später so alles überlegt.

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Feministen haben kein positives Verhältnis zur Schönheit. Anstatt Schönes schön zu finden, wollen sie es lieber relativieren. Anstatt an sich zu arbeiten, erklären sie ungesunde und unschöne Zustände lieber für richtig. Fakt ist aber, dass Schönheit existiert – und zwar messbar!

Natürlich gibt keine Formel, um Schönheit auf einen Nenner zu bringen ist. Allerdings hat die Wissenschaft längst bewiesen, dass alle Menschen ein nahezu identisches Schönheitsempfinden besitzen.

Unser Aussehen teilt unserer Umwelt mit, wie gut es um unsere Gene und Gesundheit steht. Das heißt: Allein schon aus evolutionsbiologischer Sicht empfinden wir einen gut gebauten, symmetrischen Körper mit reiner Haut und kräftigen Haaren als begehrenswert. Zwar gibt es von Kultur zu Kultur auch Unterschiede, aber diese Grundprinzipien gelten überall gleich.

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Feministen betonen immer wieder, dass dicke Menschen in manchen Epochen als attraktiv galten. Sie schließen daraus, dass Schönheitsideale reine Modeerscheinung wären. Doch die Argumentation hinkt.

Ja, in Zeiten, in denen Mangel an Nahrungsmitteln herrschte, galten leicht untersetzte Menschen als attraktiv. Der Grund ist nachvollziehbar: Sie waren trotz der widrigen Umstände in der Lage waren, einen Energievorrat anzulegen.

Darauf aber die Behauptung zu stellen, dass selbst starkes Übergewicht attraktiv und gesund wäre, ist einfach Unsinn. Ganz egal, wie man selbst mit seinem Übergewicht umgeht, sorgt es für eine Vielzahl gesundheitlicher Risiken. Wenn Gesundheit also ein Maßstab ist, dann ist Übergewicht auf alle Fälle ein Problem.

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„Mansplaining“ ist ein feministischer Kampfbegriff für Situationen, in denen ein Mann einer Frau etwas erklärt. Dem Mann wird dabei unterstellt, dass er sich wegen seiner Männlichkeit für intelligenter als die Frau hält.

Das viel naheliegendere und alltäglichere Szenario wird ignoriert: Personen mit unterschiedlichen Wissensständen und Ausbildungen erklären einander Dinge – und zwar unabhängig vom Geschlecht. Das ist normal, konstruktiv und in der Regel nett gemeint.

Der „Mansplaining“-Begriff ist nicht mehr als der billige Versuch, die eigene Position vor sachlicher Kritik zu schützen. Dass ausgerechnet Feministen hierzu sexistische Stereotype nutzen, kann man mal so stehen lassen.

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Männer sind derart niederträchtig, dass sie selbst hochqualifizierte und fleißige Frauen einfach nicht hochkommen lassen. Das glauben jedenfalls Feministen. Stimmt aber nicht.

Tatsächlich ist der Anteil weiblicher Führungskräfte in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Dass es aber nicht 50 Prozent sind, wie Feministinnen immer wieder fordern, hat zwei Gründe:

Erstens entscheiden sich Frauen öfter als Männer für private statt berufliche Laufbahnen. Zweitens streben Frauen schlichtweg weniger oft Führungspositionen an.

Die Folge: Im Berufsleben stehen mehr Männer weniger Frauen gegenüber. Eine 50-Prozent-Quote führt deshalb nicht zu Gerechtigkeit, sondern übervorteilt Frauen.

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Frauen verdienen 21 % weniger als Männer. Wird zumindest immer behauptet. Die Rechnung dazu ist aber mehr als abenteuerlich:

Die Summe der Gehälter aller Frauen auf dem Arbeitsmarkt wird durch die Anzahl aller erwerbstätigen Frauen auf dem Arbeitsmarkt geteilt. Selbiges bei den Männern. Diese beiden „Durchschnittsgehälter“ werden miteinander verglichen und heraus kommt eine 21 % höhere Summe für Männer. Skandal, oder?

Nicht wirklich, denn hier wirklich alle aussagekräftigen Faktoren werden außer Acht gelassen: Berufsfeld, Berufserfahrung, Abschluss. Das verfälscht die Rechnung massiv. Allein schon deswegen, weil Männer und Frauen oft ganz unterschiedliche Berufe haben und unterschiedlich lange arbeiten.

Es gibt keinen geschlechtsabhängigen Grund, warum Männer und Frauen bei gleicher Eignung unterschiedlich viel verdienen sollten.

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„Period Shaming“ ist ein weiteres feministisches Konstrukt: Demnach diskriminieren Männer Frauen kollektiv für ihre Menstruation.

In einigen mag es so etwas geben, beispielsweise im Islam. Da dürfen Frauen, die ihre Tage haben, vielerorts nicht in die Moschee oder einen Koran berühren. Für westliche Männer kann man es aber kurz machen: Period Shaming ist ein Hirngespinst.

Interessant sind allerdings feministische „Protestformen“ gegen das behauptete Period Shaming: In den sozialen Medien ist es unter Aktivistinnen beliebt, sich in vollgebluteten Hosen fotografieren zu lassen, um damit offen für Perioden einzustehen.

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Der Punkt stimmt schon, aber anders als vielleicht gedacht. So erleiden Männer beispielsweise 90,7 % der tödlichen Arbeitsunfälle. Männer heimsen 91 % der anerkannten Berufskrankheiten ein – bei denen mit tödlichem Ausgang kommen sie sogar auf 97,3 %.

Es sind vor allem Männer, die in Bergwerken, bei der Müllentsorgung oder auf dem Bau schuften, um ihre Familien durchzubringen. Es sind Männer, die in den Krieg ziehen, um ihr Land zu verteidigen.

So gelesen, haben Männer durchaus sehr viele Privilegien.

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Der Feminismus hat eine bizarre Beziehung zum Islam: Dieselbe Religion, die Frauen in vielen Ländern zu Menschen zweiter Klasse degradiert und zur Verschleierung zwingt, wird nicht nur nicht kritisiert, sondern oft sogar leidenschaftlich verteidigt.

Wie passt das zusammen? Ganz simpel: Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in allen westlichen Nationen gesetzlich verankert und wird von niemandem angezweifelt. Es gibt hierzulande überhaupt keine Notwendigkeit für Feminismus.

Was aber würde nun passieren, wenn Feministinnen sich ernsthaft für Frauenrechte in islamischen und anderen Ländern einsetzen würden? Sie müssten ziemlich genau das fordern, was sie zuhause bereits haben. Kurzum: Sie müssten sich selbst ihre Existenzberechtigung nehmen.