Deutschland hat Erstaunliches zu bieten! Über Jahrmillionen sind bizarre Felsformationen, Seen, Meere und tiefe Schluchten entstanden.

Wir zeigen euch 10 deutsche Naturwunder zwischen den Alpen und der See, von denen man meinen könnte, sie stammten aus einer anderen Welt:

1Bastei, Sächsische Schweiz

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Die Bastei ist die berühmteste Felsformation der Sächsischen Schweiz. Über zweihundert Meter ragen die charakteristischen Felsen, die in der Vergangenheit Teil der Burg Neurathen waren, majestätisch über dem Elbtal hinauf.

Schon im 18. Jahrhundert wurde die Ruine ihrem Verfall überlassen und damit zum Motiv für bedeutende Maler wie Caspar David Friedrich und Ludwig Richter.

Die sandsteinerne Brücke entlang der Zinnen wurde 1851 errichtet und erlaubt einen besonders atemberaubenden Blick über die dunklen Wälder Sachsens.

2Kromlau, Rakotzbrücke

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Deutschland, Märchenland: Wer die Rakotzbrücke inmitten des Kromlauer Rhododendronparks zum ersten Mal sieht, weiß sofort, dass es sich hier um einen magischen Ort handeln muss.

Der beeindruckende Brückenbogen bildet mit seiner Spiegelung im Wasser einen perfekten Kreis und erzeugt so den Eindruck eines Portals in eine andere Welt. Das müsst ihr einfach gesehen haben!

3Königssee, Berchtesgaden

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Inmitten der mächtigen Berchtesgadener Berge, am Fuße des Watzmanns, liegt der Königsee. Er ist Teil des Nationalparks Berchtesgaden, der 1978 gegründet wurde.

Es gibt keinen Weg am See entlang. Die mächtigen Felsen der Berchtesgadener Alpen fallen beinahe senkrecht zum Ufer hinab.

Wer die beeindruckende Naturkulisse rund um den bekanntesten Gebirgssee Bayerns entdecken möchte, wird das Boot nehmen müssen – und das Echo von den Wänden schallen hören.

4Externsteine

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Die Externsteine zählen zu den bekanntesten Naturdenkmälern Deutschlands. Die sagenumwobene Felsengruppe erhebt sich bis zu 38 Meter aus der Idylle der lippischen Landschaft.

Bis heute hat dieser besondere Ort die Menschen nahezu mythisch angezogen. Im Innern des Felsens befindet sich eine mittelalterliche, sakrale Stätte. Darin ist das berühmte Kreuzabnahme-Relief aus dem 12. Jahrhundert und die Kuppelgrotte mit der Petrusskulptur.

Umstritten ist das Alter der menschengemachten Kultstätten: Manche glauben, dass die Externsteine schon zu Urzeiten als heiliger Ort verehrt wurden.

5Blautopf, Schwäbische Alb

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Der Blautopf, die „Perle“ der Schwäbischen Alb, ist eine rätselhafte Quelle, seit Jahrhunderten umrankt von Mythen.

Schon immer fragten sich die Einheimischen, wohin dieser majestätisch blaue Schlund eigentlich führt. Inzwischen ist klar: Unter der stillen Wasseroberfläche des kreisrunden Sees befindet sich ein gigantisches Höhlensystem, das sich über 10 Kilometer Länge erstreckt.

Kein Wunder, galt der Blautopf im Volksglauben doch als bodenloses Gewässer, in dem die schöne Lau, eine geheimnisvolle Nixe, leben sollte.

6Königstuhl, Rügen

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Die weißen Kreidefelsen auf Rügen sind eine Augenweide. Als berühmtester und prächtigster unter ihnen gilt der Königstuhl. Über 120 Meter ragt die mächtige Wand vom Meer hinauf.

Zugänglich ist der Fels über einen Wanderweg: Über wuchtige und schmale Granitstufen, die nach Meinung der Archäologen über ein Hügelgrab aus der Bronzezeit führen, erreicht man das höchstgelegene Plateau Rügens.

Um den Ursprung des Namens ranken sich auch beim Königstuhl viele Legenden: Angeblich sollte derjenige zum König gekrönt werden, dem es gelang, die steile Wand von der Seeseite aus mit bloßen Händen zu bezwingen.

7Morsum-Kliff

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Flüge zum Mars sind noch nicht möglich, zugegeben. Aber es gibt eine Landschaft auf Sylt, die den Eindruck macht, als befinde man sich inmitten der Wüste eines anderen Planeten:

Das rote Morsumer Kliff, ein naturlandschaftliches Juwel, das europaweit geologisch einzigartig ist. Der rote Sand, seltene Pflanzen und die Kargheit machen das Naturschutzgebiet zu einem der faszinierendsten überhaupt.

8Lüneburger Heide

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Die norddeutsche Tiefebene der Lüneburger Heide ist die letzte große zusammenhängende Heidefläche Norddeutschlands.

Zu jeder Jahreszeit birgt die Natur hier ein besonderes Schauspiel, seien es die malerischen Sonnenaufgänge im Frühjahr, die prächtige Heideblüte im Sommer, der geheimnisvolle Nebel über den Mooren im Herbst oder die tiefgrünen Wachholder in der winterlichen Schneeheide.

Wahrzeichen des Naturschutzgebietes ist der Wilseder Berg, der die Weite der Heide erst gänzlich erfassbar macht.

9Partnachklamm, Bayern

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Für Millionen von Jahren flossen stürmische Flussströme auf der Erdoberfläche und fraßen bizarre Risse in die Landschaft.

Eine besonders beeindruckende Schlucht ist die Partnachklamm in Bayern: Steile Felswände, der milchig grüne Wildfluss und Gesteinswege machen die Landschaft einzigartig.

Kein Wunder, dass jährlich mehrere Hunderttausend das Naturwunder bestaunen möchten. Direkt am Wasser liegt der schmale Steig, der hindurchführt. Einst waren hier nur trittsichere Holzarbeiter, Jäger und Forstleute unterwegs, doch heute ist der Zugang vor allem für Touristen ausgebaut.

Die Partnachklamm verändert sich mit jeder Tages- und Jahreszeit und ist ein beeindruckendes, wildes Naturschauspiel unserer Heimat.

10Wattenmeer

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Das berühmte Wattenmeer gilt als das beliebteste Naturwunder Deutschlands und verbleibt als die letzte große Wildnis Mitteleuropas.

Aufgrund seiner atemberaubenden Schönheit und der großen Artenvielfalt ist das Wattenmeer ein Ort wie kein anderer auf der Welt: Eine sich ständig wandelnde Landschaft, geformt von den Kräften der Ebbe, der Flut und des Windes, mit Inseln, Dünen, Wattflächen, über hunderte Kilometer an der Nordseeküste entlang.

Daher ist das Wattenmeer 2009 in die Liste der Weltnaturerben der Menschheit aufgenommen worden. Völlig zurecht, wie wir finden.